Auflistung für das Stichwort ‘SOL INVICTUS’

BACKWORLD – Sacred & Profane Songs

Sonntag, 12. Juli 2020

„Backworld is back!“, kann ich nicht unterlassen zu schreiben und dies ist ganz schlicht und eindeutig etwas Gutes. Fast 25 Jahre sind seit Veröffentlichung des Debüts „Holy Fire“ und immerhin 4 Jahre seit „The Hound of Heaven“ vergangen, sodass es mehr als an der Zeit für eine Werkschau oder ein Best-Of-Album ist. Und es kommt noch deutlich besser, da nicht nur die bekannten Lieder in remastertem Glanz neu erstrahlen, sondern sogar zwei neue Songs enthalten sind. (weiterlesen…)

IN RUIN – Hallow

Montag, 8. Juni 2020

Das zweite Album des amerikanischen Duos IN RUIN hallt wie ein fernes Echo aus einer längst vergangenen Zeit und selbst seit dem Vorgänger bzw. ihrem Debüt „A Ghost To By Forgotten“ sind ja schon wieder 12 Jahren ins Land gegangen. Das Genre Neo Folk ist ebenso viele Jahre im Siechtum oder Niedergang begriffen, die Anhängerschaft deutlich geschrumpft und ehemalige Aushängeschilder der Szene nur noch ein Schatten ihrer selbst. So ist ein gewisser Comic-Zwerg inzwischen zum Hipster mutiert, ein weiterer zu einer unansehnlichen Flecktarn-Vogelscheuche geworden, die jetzt völlig verbittert wie isoliert Regenbogenfahnen schwenkt und ein anderer Fettwanst versucht krampfhaft seine braune Vergangenheit reinzuwaschen. Irgendwann in dieser Zeit wurde aus Neo Folk plötzlich Apocalyptic Folk und inzwischen heißt es wohl ganz einfach nur noch Dark Folk. Jedoch verblasste der Glanz und die Anziehung stetig, wie Innovationen weitestgehend ausblieben. Am ehesten blieb über die Jahre noch das Projekt DARKWOOD der schlichten Neo Folk-Formel treu, aber in letzter Zeit stießen mit KAELTE oder BY THE SPIRITS neue Gesichter zum Genre hinzu und jetzt eben auch wieder OSTARA und IN RUIN. Letztere sind ja seit 2008 mit DARKWOOD und dem Label Heidenvolk verbunden und ihr neues Album „Hallow“ verströmt, wie schon Eingangs erwähnt, diesen gedämpften nostalgischen Runen-Zauber, der dem Genre einst inne wohnte. (weiterlesen…)

BY THE SPIRITS – We Are Falling

Montag, 22. Oktober 2018

Die Neofolk-Szene liegt seit einigen Jahren völlig am Boden und selbst einstige Vorreiter wie SOL INVICTUS geben inzwischen ihren Abschied bekannt. Grund dafür mag der doch arg begrenzte musikalische Rahmen und eine gewisse Übersättigung beim Publikum zu sein, so das es jetzt neue Projekte sehr schwer haben, überhaupt Gehör zu finden. BY THE SPIRITS ist ein solches und stammt aus Niederschlesien bzw. Polen. Natürlich bietet dieses Ein-Mann-Projekt nicht den Ansatz einer Innovation für das Genre und will dieses sicher auch gar nicht. (weiterlesen…)

SIEBEN – Crumbs

Montag, 23. Juli 2018

Wie bei seinen klasse Live-Konzerten beginnt auch der erste Titel dieses Albums mit einigen leicht geschlagenen Geigen-Akkorden, bevor dann die, wie ich finde, sehr gelungene Textzeile „I will ignore the apocalypse“ erklingt, was auch der Name des Openers ist, der sich spannend aufbaut und gleich zeigt, welch vielschichtige Dynamik in „Crumbs“ steckt.

(weiterlesen…)

„Bei SIEBEN bin ich mit dem Herzen dabei“ – Ein Interview mit MATT HOWDEN

Sonntag, 25. Juni 2017

Wer Matt Howden mal live erlebt habt, wird seine Konzerte so schnell sicher nicht vergessen und auch seine Tonträger sind immer wieder ein Genuss. Dass er auch ein sehr angenehmer Gesprächspartner ist, konnte ich aufgrund eines kurzen Plauschs „in echt“ vor ein paar Jahren nur vermuten. Ganz klar wurde es mir dann aber durch das folgende Interview vor ein paar Tagen.

(weiterlesen…)

„Es war immer mein Wunsch, ein Festival mit einem solchen Programm zu schaffen, das man nicht auf anderen Festivals finden kann.“ – XIII WROCLAW INDUSTRIAL FESTIVAL 03 – 06.11.2016: Interview mit Veranstalter Maciek Frett

Sonntag, 25. September 2016

325_DSC_3754Seit 15 Jahren begeistert das WROCLAW INDUSTRIAL FESTIVAL im Südwesten von Polen nahe der deutschen Grenze eine eingefleischte Fanbase mit einem exquisiten Programm quer durch alle Stilrichtungen der internationalen Industrial-Szene. Neben namnhaften Künstlern wie MERZBOW, PRURIENT, SOL INVICTUS, LUSTMORD, TROUM oder ROME, die in der Vergangenheit zu bestaunen waren, sind es vor allem die polnischen Künstler, die gleichermaßen neben den Größen der Szene im Fokus stehen. Neben kontemporärer Kunst und einmaligen Performance-Events ist das mittlerweile viertägige Festival auch daran interessiert, einen Lokalbezug zur Stadt herzustellen und typgerechte Gebäude als Spielorte zu integrieren. Somit ist das WIF als ein familiäres und liebevoll zusammengestelltes Festival zu betrachten, welches wir an dieser Stelle wärmstens empfehlen. Ein Besuch in unserem interessanten Nachbarland lohnt nahezu immer. BLACK hat mit Veranstalter Maciek Frett über das diesjährige 15. Jubiläum gesprochen. (weiterlesen…)

SOL INVICTUS – Once Upon A Time

Donnerstag, 29. Januar 2015

sol invictusBis Mitte der 1990er Jahre war das Erscheinen eines neuen Albums von SOL INVICTUS ein Ereignis, dem man als Fan voller Ungeduld entgegenfieberte. Die hochgesteckten Erwartungen wurden meist mehr als erfüllt: die Band eilte von Höhepunkt zu Höhepunkt und schien mit jeder Platte immer besser zu werden. Um die Jahrtausendwende gab es dann einen Bruch, über dessen Ursachen hier nicht spekuliert werden soll, aber alles, was Tony Wakeford seither veröffentlichte, einschließlich seiner Soloalben sowie diverser Nebenprojekte, verharrte im Mittelmaß. Es schien, als habe ein weiterer Protagonist des Neofolk seinen künstlerischen Zenit überschritten, um sich sodann in die Bedeutungslosigkeit zu begeben. Umso überraschender war dann das 2011 erschienene Album The Cruellest Month: mit kraftvollen und gradlinigen, ohne alberne Klangspielereien aufgenommenen Songs bewies die Band, dass sie immer noch fähig war, sich weiterzuentwickeln: Wakeford schien zu alter schöpferischer Kraft zurückgefunden zu haben. „Once Upon A Time“ nun, das jüngst erschienene neueste Werk aus dem Hause SOL INVICTUS, bestätigt diesen Eindruck in überzeugender Weise, und es scheint, als sei Tony Wakeford auf dem besten Wege, ein mehr als respektables Alterswerk zu schaffen.

(weiterlesen…)

SIEBEN – The Line And The Hook / Sex And Wildflowers

Samstag, 6. Dezember 2014

R-6240780-1414526167-3985Wer hätte damals gedacht, dass der ehemalige SOL INVICTUS-Geiger Matt Howden mal zum gefragtesten Gastmusiker des Neo Folk werden würde? Auf jeden Fall ist der smarte Kerl mit seiner Fiedel aus dem Genre nicht mehr wegzudenken und auch sein Solo-Projekt SIEBEN ist beliebt wie etabliert. Nachdem Dark Vinyl ja schon die Vinyl-Version des aktuellen Albums „Each Divine Spark“ veröffentlicht hat, folgen jetzt zwei Neuauflagen von längst vergriffenen Alben des Projektes. (weiterlesen…)

SIEBEN – Each Divine Spark

Mittwoch, 5. März 2014

Und wieder erscheint ein neues (Meister-) Werk vom umtriebigen MATT HOWDEN – das den Arbeitstitel „Each Divine Spark“ trägt und mit zwölf Tracks sehr gut bestückt ist! MATT HOWDEN, der aus Sheffield stammt, auch als Musikproduzent, Hochschullehrer und Gastmusiker in diversen Band agiert hat, beschert uns seine elfte SIEBEN Veröffentlichung und dem Fan und Konsumenten müsste alleine schon das Cover der neuen Platte des englischen Künstlers ins Auge stechen – eine Flamme mit schwarzem Hintergrund die sich aus einem Blitz generiert – hier präsentiert uns MATT HOWDEN anscheinend seine sinnbildliche Umsetzung seines neuesten musikalischen Outputs. (weiterlesen…)

CULT OF YOUTH – Love Will Prevail

Sonntag, 9. September 2012

Es ist schon ein Kreuz mit der Politcal Correctness! Da gibt es doch seit ein paar Jahren diese Combo CULT OF YOUTH aus Amerika, die ganz klar im Sound und Auftreten den alten DEATH IN JUNE huldigt, aber dummerweise über das Hipster-Label Sacred Bones (ZOLA JESUS) verlegt und in Deutschland inzwischen durch Cargo vertrieben wird. Da möchte man sich natürlich nicht so gern mit dem verruchten Namen DEATH IN JUNE beflecken und so beginnt ein Eiertanz der Verschleierung. (weiterlesen…)