Auflistung für das Stichwort ‘LITERATUR’

Björn Fischer: Rock-O-Rama – Als die Deutschen kamen

Sonntag, 5. Juni 2022

Um das westdeutsche Label Rock-O-Rama ranken sich seit jeher Mythen, Gerüchte und Rätsel. Das Buch „Als die Deutschen kamen“, möchte jetzt „Licht ins Dunkel“ bringen und nimmt im Titel dabei Bezug auf den legendär-berüchtigten Sampler des Labels „Die Deutschen kommen“ aus dem Jahre 1982. Wenn ich ehrlich bin, war dieser auch mein einziger Bezugspunkt auf Rock-O-Rama, denn das provokante Cover ist mir damals nach dem Mauerfall als erstens ins Auge gefallen, als ich im erstbesten Plattenladen in West-Berlin auf der Suche nach Platten von JOY DIVISION, BAUHAUS, THE POGUES etc. war, jedoch dort leider nicht fündig wurde. Wenn ich allerdings gewusst hätte, wie hoch inzwischen dieser Sampler gehandelt wird?! Entschuldigung, ich schweife gerade ab… (weiterlesen…)

Naomi Parry: Amy Winehouse – Beyond Black

Donnerstag, 24. März 2022

Amy Winehouse war ein dunkel leuchtender Stern am Musik-Himmel, welcher mit nur 27 Jahren leider viel zu früh für immer erloschen ist. Sie war eine Ausnahme-Sängerin und Stil-Ikone, die u.a. Lana del Rey, Duffy und auch Adele den Weg geebnet hat. Der freche Retro-Soul-Jazz ihrer zwei Millionenfach verkauften Studio-Alben „Frank“ und „Back To Black“ wird überdauern, genauso werden aber die sie umgebenden Skandale und ihr tragisches Ende im Bewusstsein der Öffentlichkeit immer präsent sein. Vorliegendes Buch will jedoch den Fokus auf die „helle“ Seite der Künstlerin legen und sich auf ihre Kreativität, Talent und Ausstrahlung konzentrieren. (weiterlesen…)

Ian Gittins: THE CURE – Dunkelbunte Jahre

Samstag, 25. September 2021

THE CURE waren in den 80er Jahren für viele Jugendliche weltweit ein „Türöffner“, eine Zwischenstation oder eine Liebe für immer. Für mich war und ist die britische Band um Robert Smith genau das alles gewesen bzw. immer noch, aber der Reihe nach: (weiterlesen…)

Rob Halford: Ich bekenne – Die Autobiografie des Sängers von JUDAS PRIEST

Sonntag, 1. August 2021

Rob Halford war und ist der Sänger von JUDAS PRIEST und möchte sich mit seiner Autobiografie bekennen, aber erst einmal muss ich dies selber tun! Wenn ich ehrlich bin, habe ich mit JUDAS PRIEST und Heavy Metal überhaupt nichts am Hut, man könnte sogar von einer Aversion sprechen. Die Fans dieses Genres (seiner Zeit Heavys genannt) waren zu DDR-Zeiten nämlich unsere „natürlichen“ Feinde und insbesondere im ländlichen Raum den Punks, Gruftis und Poppern nicht wohlgesonnen. Dies führte dann öfters dann zu Rangeleien, da die langhaarigen Metaller meist der Meinung waren, wir wären nicht männlich oder deutsch genug. Wirklich schade, dass diese Ignoranten damals noch nicht gewusst haben, dass die Galionsfigur der Szene bzw. Rob Halford von JUDAS PRIEST, wie er selbst sagt, eine „Schwuchtel“ ist. Scheinbar wissen es auch heute einige Fans noch nicht, wie mir die entsetzte Reaktion eines Arbeitskollegen und begeisterten JUDAS PRIEST-Hörer bestätigte. In „Ich bekenne“ lässt der selbsternannte „Metal-God“ mit fast 70 Jahren auf rund 530 Seiten sein Leben Revue passieren und ist dabei sehr selbstkritisch, wie stets fair gegenüber Anderen. (weiterlesen…)

Nino de Angelo: Gesegnet und verflucht

Mittwoch, 26. Mai 2021

Warum ich laut „Hier!“ gerufen habe, als die Presseankündigung für die Autobiografie von Nino de Angelo herum gegangen ist, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Wahrscheinlich dachte ich, es könnte doch ganz interessant werden, obwohl ich musikalisch zu dem Schlagerstar der 80er Jahre mit italienischen Wurzeln überhaupt keine Beziehung habe. Ich kann mich gerade mal an die erste Engtanz-Erfahrung bei „Jenseits von Eden“ im Rahmen einer Garagen-Party 1983 oder 84 in der ehemaligen DDR erinnern. Deshalb gingen sowohl seine privaten Rückschläge, mit 4 gescheiterten Ehen, einem Selbstmord-Versuch, zwei Privatinsolvenzen und schweren Krankheitsverläufen, als auch die Karriere-Abstürze nach dem Mega-Erfolg mit „Jenseits von Eden“, inklusive Alkohol- & Drogen-Exzesse oder das aktuelle Comeback mit rockig-härterem Sound, völlig an mir vorbei. Eigentlich beste Voraussetzungen für eine Autobiografie und um darin ein wenig schmutzige Wäsche zu waschen. (weiterlesen…)

Nick Cave: Stranger Than Kindness

Dienstag, 13. April 2021

Es war Sommer 1987 in der DDR und zu später Stunde schickte Lutz Schramm in seiner Sendung „Parocktikum“ auf dem Jugendradiosender DT64 Ausschnitte aus dem damals aktuellen Album „Your Funeral… My Trial“ von NICK CAVE & THE BAD SEEDS hinaus in den Äther. Da diese Sendung im tiefsten Osten und bei uns im „Tal der Ahnungslosen“ (Sachsen) die einzige Möglichkeit war an „schräge“ Musik zu kommen, wurde sie immer gehört und meist auch komplett mitgeschnitten. Die für mich mich so ungewohnt schwer-schlingernden, wie dunkel-düsteren Klängen waren dann völlig anders, als man es von den schon bekannten Dark Wave-Combos wie THE CURE, THE SISTERS OF MERCY, BAUHAUS etc. gewohnt war. Trotzdem oder gerade faszinierten sie mich mit ihrer unruhig-gefährlichen Atmosphäre sofort. Nach dem Mauerfall standen dann natürlich die Platten von Nick Cave und seinen THE BAD SEEDS mit ganz oben auf meinem Einkaufszettel, was im Nachhinein vom Investment-Gesichtspunkt ebenfalls eine gute Entscheidung war. Insbesondere ist „Stranger Than Kindness“ vom Erstkontakt bis heute mein ewiger Lieblings-Song geblieben, dessen Text übrigens von seiner längst verflossenen Geliebten Anita Lane und die Musik von Blixa Bargeld stammt. Genau diesen Titel trägt jetzt ebenso das neue Buch von Nick Cave, welches gleichzeitig auch als Katalog für seine aktuelle Ausstellung in Kopenhagen fungieren kann. (weiterlesen…)

Thilo Wydra: Eine Liebe in Paris – Romy & Alain

Samstag, 6. März 2021

Romy Schneider und Alain Delon waren in den 60er Jahren das Traumpaar des französischen Film, aber wie das so immer mit Traumpaaren ist, hält so eine Konstellation leider nicht lange und bestes (aber nicht mehr ganz aktuelles) Beispiel aus der Schauspieler-Branche dafür sind ja Angelina Jolie und Brad Pitt. Bei den beiden europäischen Schönheits-Ikonen des 20. Jahrhunderts waren es gerade mal 5 Jahre, die einerseits rauschhaft und glamourös verflogen, aber anderseits auch schmerzhaft und selbstzerstörerisch gewesen sind. (weiterlesen…)

Alexander Kühne: Kummer im Westen

Samstag, 26. Dezember 2020

Als Alexander Kühne vor rund vier Jahren seinen Roman-Debüt „Düsterbusch City Lights“ veröffentlichte, gelang ihm ein richtiger Überraschungserfolg. Das Buch war sehr autobiografisch geprägt und handelte von seiner „unruhevollen Jugend“ in der DDR, wo er einer der Macher in der kulturellen Underground-Szene war. Das er dies jedoch nicht in einer der großen Metropolen des kleinen Landes war, sondern in der tiefsten Provinz bzw. in Lugau im Niemandsland von Brandenburg agierte, verschaffte ihm einen zusätzlichen exotischen Bonus. Lugau (Düsterbusch) und sein Jugendclub EXTREM wurde in den 80er Jahren zu einer republikweit bekannten Adresse für Konzerte der unangepassten Jugend, wie der später unter dem Banner „die anderen Bands“ firmierenden Musiker. Natürlich hangelte sich das Ganze stetig am Rande der Legalität im real existierenden Sozialismus entlang, aber das ist ja gerade der Stoff, aus dem Legenden entstehen und Alexander Kühne & sein Team waren so eine in der DDR. Er verschaffte Bands jenseits aller Genregrenzen eine Bühne, Hauptsache diese waren originell und irgendwie anders. „Düsterbusch City Lights“ erzählte dann diese spannende Geschichte, allerdings wurden Namen und Bands mit Pseudonymen versehen, die Zeitzeugen und Kenner der Szene jedoch leicht entschlüsseln können. Der Schreibstil von Alexander Kühne war dabei leicht und flüssig, ja nahezu lässig und er tappte nie in die billige Rolle der Verklärung (Ostalgie). Gerade dadurch wurde „Düsterbusch City Lights“ zu einem spannenden Sittenbild der letzten Jahre in der DDR, welches authentischer wie gleichzeitig unbeschwerter, lustiger und tragischer zu gleich nicht sein könnte. Passenderweise zum 30jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung schließt jetzt die Fortsetzung genau zum „Mauerfall“ nahtlos an und Alexander Kühne bzw. sein Alter Ego Anton Kummer schlittert völlig unvorbereitet, aber voll motiviert in ein vermeintlich neues und besseres Leben. (weiterlesen…)

Debbie Harry: Face It – Die Autobiografie

Freitag, 14. August 2020

Debbie Harry ist nicht BLONDIE, aber sie war bzw. ist u.a. die Sängerin dieser stilbildenden Band! Neben ihrer musikalischen Karriere mit BLONDIE, war sie auch solistisch erfolgreich und ebenso als Schauspielerin in über 30 Rollen tätig. Diese Frau war in den 70ern & 80ern Sex-Symbol, Poster- wie ein frühes Riot-Girl, Umwelt-Aktivistin und Feminismus-Vorreiterin und sollte eigentlich einiges zu erzählen haben. Mit „Face It“ liegt nun ihre Autobiografie vor und als erstes fällt einem die ordentliche Schwere des optisch ansprechenden Buches im trotzdem recht handlichen Format auf. In Gold geprägte Titel-Lettern, der stabile Cover-Einband, hochwertiges Papier und eine reichhaltige Bebilderung der rund 430 Seiten umfassenden Autobiografie zum wirklich kostengünstigen Preis von 25 Euro steigern so weiter die Vorfreude auf das Buch. (weiterlesen…)

John O’Connell: Bowies Bücher – Literatur, die sein Leben veränderte

Mittwoch, 29. Juli 2020

Viel ist über David Bowie und seine Vorreiter-Rolle bzw. sein Einfluss auf die allgemeine Musikgeschichte schon geschrieben worden, aber seit seinem unerwarteten wie so plötzlichen Tod wird er auf einen Sockel gehievt, der ihm zwar gebührt, jedoch auch nicht wirklich notwendig gewesen wäre. Seine umfangreiche Diskografie wird seit dem gnadenlos ausgeschlachtet bzw. wiedergekäut und selbst seine vor Jahren noch als Ramsch vom Wühltisch deklarierte Vinyl-Ware aus den 80ern ist inzwischen zu hochpreisigen Raritäten geworden. Dabei wird immer mehr ausgeblendet, dass nicht alles von David Bowie immer gut und wegweisend war und als Beispiel seien hier seine orientierungslosen 90er Jahre angeführt. Doch die Zeit scheint für ihn zu arbeiten und aktuell erfährt ja sogar sein beliebiges „Schweine-Rock“-Projekt TIN MACHINE eine völlig ungeahnte neue Aufwertung! Doch nun zum vorliegenden neuen Buch über David Bowie, welches 100 Bücher porträtiert, die ihn am meisten beeinflusst und sein Leben verändert hätten. (weiterlesen…)