Auflistung für das Stichwort ‘Doom’

ISENORDAL-Shores Of Mourning

Samstag, 7. Dezember 2019

„Shores of Mourning“ erschien bereits 2017. Nun nahm sich Prophecy dem Album der Band aus Seattle erneut an um es einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wenn man wie der Rezensent mit Black, Dark und Doom Metal der Mid 90s aufgewachsen ist, findet man hier einen kleinen, feinen Happen Nostalgie. (weiterlesen…)

E-L-R – Maenad

Freitag, 27. September 2019

Und wieder ein Frischling bei Prophecy mit den Post/Psych/Doomern von E-L-R. Diese Debüt-Platte schreit nach einem maßgeschneiderten Live-Event mit entsprechendem Drumherum an Licht und Accessoires. Mystisch kraftvolle Long-Tracks, welche die Klarheit des ausufernden, dunklen Postrocks mit der metallischen Kraft/Schwere des Stoner/Doom Metals verbindet. (weiterlesen…)

VALBORG – Zentrum

Samstag, 18. Mai 2019

Das bereits 7.Album der Bonner Institution Valborg. Mit „Zentrum“ darf sich der geneigte Hörer mal wieder auf einen sehr eigenwilligen, psychotischen Bastard aus kalt nach vorne preschenden Death-Metal mit viel Doom und allerlei psychedelischen Dark Rock freuen, der definitiv Laune macht. Ich bin ausgewiesener Fan der „Romantik“ von Valborg, das Vinyl lief in Endlos-Schleife seinerzeit, es zeigte die Bonner aber auch von einer sehr atmosphärischen, gloomy Ausrichtung mit viel Doom. Diese Nuancen lässt man nach dem eher straighten Vorgänger „Endstrand“ wieder mehr mit einfliessen, doch zeigen die Eigenbrötler sich auf „Zentrum“ in jeglicher Hinsicht zentriert. Monotonie wohin das Auge reicht, nach vorne böllernde Opening-Tracks wie „Rote Augen und Alphakomet“, welche stoisch, kosmisch kalt in den Orbit drücken, auf diese so eigenwillig, eingängige Valborg-Art, welche sich schwer definieren lässt. Schmissig, groovy, heavy…wie der kleine komische sonderbare Bruder von Triptykon, Mantar und den Verrückten von Bethlehem, also Künstler/Bands, die auch nicht unbedingt zu jeder Tageszeit akustisch schmecken, aber wenn, dann um so mehr! Mit „Anomalie“ dem 3.Song des neuen Albums, taucht die Band in diesen ureigenen doomig, schleifenden Sound-Kosmos ab, drückender verzehrter Bass trifft auf atmosphärische Gitarren, und dazu diese monotonen Wortfetzen, in permanenter Wiederholung erhebt sich der hypnotische Reigen. Das folgende „Nahtod“ klingt für mich mit seinen catchy Dark Rock Vibes (Brave Murder Day von Katatonia lässt grüßen) sehr nach den deutschen Ur-Vätern des Suicidal BM Bethlehem. Stoisch nach vorne im feinsten Midtempo, verzweifelter Gesang… Ohrwurm! Im ähnlichen Fahrwasser begeistern im weiteren Verlauf Songs wie „Nonnenstern“, Midtempo-Groove ohne Ende (aktuelle Bethlehem) und die Vocal-Performance, welche mich permanent an einen der geilsten Sänger der 90s J.K. von Forthcoming Fire/Weissglut-Debüt erinnern, kraftvoll und hymnisch. Der wahlweise aggressive, verzweifelte Sprechgesang passt perfekt zu diesen nächtlich, kosmischen Doom-Death/Rock´n Roll Grooves..die rockige Produktion knallt über Album-Länge mit unwiderstehlichem Drive und verwehrt ein trotz gewisser Sperrigkeit im Ausdruck (Texte) nie den Zugang zur Musik. Hypnotisch, kraftvoll, eigenwillig, verrückt und gegen den Strom. Viel Spaß beim Hören!

(R.Bärs)

EYE OF NIX – Black Somnia

Freitag, 26. Oktober 2018

Wow, was für ein Koloss dieses 3. Album dieses experimentellen Quartetts aus Seattle. Aufgenommen mit keinem geringeren als Billy Andersen, der zuletzt schon andere Schwergewichte des modernen Doom/Post-Metals wie Pallbearer oder Bell Witch Aufnahme-technisch betreuen durfte. Herausgekommen ist ein schwerfälliger, doomiger Bastard aus allerlei feinen Zutaten. Hervorzuheben ist unbedingt die Vocal-Performance der Sängerin Joy von Spain, die an die ganz Großen im Female Avantgarde-Metal Himmel erinnert. (weiterlesen…)

FINNR´S CANE – Elegy

Samstag, 21. Juli 2018

Mit „Elegy“ kredenzen uns die Kanadier ihr drittes Album auf Prophecy. Waren die Vorgänger schon zielsichere Angelegenheiten zwischen doomigen Blackmetal mit Post-Elementen, so darf auch auf dem neuen Machwerk, so viel sei verraten, in eben genau diesen Stimmungsbildern gebadet werden. Statt Bass wird mit einem Cello agiert, welches dem Album nur um so mehr eine klassische, feierliche Note verleiht, darf man sich in knapp über 40 Minuten in dem so mittlerweile typischen, weil angesagten Metier des Post-Black Metal um eine Perle mehr erfreuen. (weiterlesen…)

VÖLUR – Ancestors

Mittwoch, 31. Mai 2017

Völur aus Toronto veröffentlichen ihren ersten vollständigen Longplayer auf Prophecy Productions. Wurde das Qualitäts-Label 2014 auf die in Eigenregie veröffentlichte Ep „disir“ aufmerksam und brachte diese dann erneut offiziell an die interessierte Hörerschar, so ist nun der Nachfolger „ancestors“ in den Startlöchern. Widmete man sich auf der Debüt-Ep den weiblichen Urgeistern, der nordischen bzw. germanischen Mythologie entlehnt, so sind es diesmal die männlichen Urahnen, denen man Tribut in langen epischen Songs zollt. Die Band um Bassist Lucas Gadke (Blood Ceremony), der Violinistin Laura C.Bates und Drummer J. Payment (Do make they think) produzierte diese neue Platte selbst und liess sie lediglich von C.Spearin (Broken Social Scene) abmischen. Völur vertiefen ihren musikalischen Ansatz weiterhin, das Fundament aus lupenreinen Doom-Metal wird durch einen für Prophecy-Bands typischen, sehr individuellen Ansatz/Ausdruck verfeinert, der hier im besonderen Augenmerk auf das Melodie-führende Violinenspiel und den sehr eigenwilligen, schön in den Vordergrund produzierten Bass fokussiert wird. (weiterlesen…)