Auflistung für das Stichwort ‘DEUTSCHE GRAMMOPHON’

ROGER ENO & BRIAN ENO – Mixing Colours

Montag, 25. Mai 2020

All zu oft haben die beiden doch recht unterschiedlichen Brüder Roger und Brian Eno ja noch nicht zusammen gearbeitet, aber ihre bekannteste Kollaboration bislang war 1983 der Soundtrack für den Dokumentarfilm „For All Mankind“ über die Apollo 11-Mondlandung. Dieses schlicht als „Apollo“ benannte Album wurde erst im vorigen Jahr in einer Deluxe-Edition wieder aufgelegt und um ein komplett neue eingespieltes Album der beiden als Bonus erweitert. Das da jetzt im Anschluss gleich eine weitere Zusammenarbeit erscheint, ist dann schon ein wenig überraschend und scheinbar sind die Brüder inzwischen auf den Geschmack gekommen. (weiterlesen…)

AGNES OBEL – Myopia

Dienstag, 3. März 2020

Mit ihrem vierten Album wechselt die nordische Schönheit Agnes Obel von PIAS zur Deutschen Grammophon und nicht nur bezüglich der Pressqualität des Vinyl ist dieser Schritt eine deutliche Verbesserung für die in Berlin lebende Dänin. (weiterlesen…)

ARNOLD KASAR – Resonanz

Freitag, 27. Dezember 2019

Arnold Kasar ist ein vielbeschäftigter Musiker und wenn er nicht gerade für Calyx Mastering tätig ist, produziert er Songs für Friedrich Liechtenstein („Supergeil“) oder macht zusammen mit Krautrock-Legende Hans-Joachim Roedelius ein herrlich unaufgeregtes Album namens „Einfluss“ bei der Deutsche Grammophon. Auf Grund seiner dadurch vermehrten Reisetätigkeit, für die er den Eurocity-Zug bevorzugt, welcher zwischen Berlin, Prag, Breslau und Wien verkehrt, entstehen die meisten seiner musikalischen Skizzen in eben jenem Zug. Gerade diese entspannte Fortbewegung durch das „alte Europa“ wirkte sich entschleunigend auf die Arbeitsweise von Arnold Kasar für sein aktuelles Solo-Album „Resonanz“ aus, was man ganz deutlich bei den insgesamt 14 Kompositionen hören kann. (weiterlesen…)

MAX RICHTER – Voyager – Essentlial Max Richter

Samstag, 14. Dezember 2019

Max Richter war einer der ersten konservativ ausgebildeten Pianisten, welcher klassische Klavier- und Streicher-Arrangements mit Ambient-, Electronica- und Fieldrecordings-Sounds mischte und somit als Vorreiter des im Moment boomenden Modern Classical-Genres gilt. Ich hatte damals das Glück, seine ersten Solo-Alben für das BLACK rezensieren zu dürfen und bin seit dem seinem zutiefst melancholischen Klangfarben verfallen. (weiterlesen…)

HILDUR GUDNADOTTIR – Chernobyl

Montag, 14. Oktober 2019

Seit über 10 Jahren verfolge ich nun schon den musikalischen Werdegang der isländischen Cellistin Hildur Gudnadottir, welcher auch eng mit dem britischen Experimental-Label Touch und Arbeiten für u.a. PAN SONIC, MUM, Ben Frost, SUNN O))) und Johann Johannsson verbunden ist. Mit letzten, viel zu früh verstorbenen, Landsmann und Mentor von ihr unternahm sie auch die ersten Soundtrack-Produktionen, bis sie im vorigen Jahr erstmals in Hollywood beim Score für „Sicario: Day Of The Soldato“ alleinig verantwortlich war. Der völlig überraschende Durchbruch folgte jetzt jedoch mit ihrem Soundtrack für die HBO-TV-Mini-Serie „Chernobyl“, mit dem sie sich gleich einen Emmy verdiente! (weiterlesen…)

VIKINGUR OLAFSSON – Bach Reworks

Montag, 10. Juni 2019

Nachdem es ja um BJÖRK und SIGUR ROS etwas ruhiger geworden ist, oblag es in den letzten Jahren dem jungen Pianisten Vikingur Olafsson, musikalischer Botschafter von Island in Europa zu sein. Gerade seine letzten beiden Alben „Philip Glass – Piano Works“ und „Johann Sebastian Bach“ bei der Deutschen Grammophon wurden hierzulande sehr interessiert aufgenommen und waren ein großer Erfolg. Mit „Bach Reworks“ betritt er selbst für sich jetzt Neuland und verbindet sein neoklassisches Piano-Spiel mit experimentellen Electronic-Sounds befreundeter Künstler bzw. lässt von diesen Stücke seines Bach-Albums remixen. (weiterlesen…)

OLAFUR ARNALDS & ALICE SARA OTT – The Chopin Project

Donnerstag, 2. April 2015

Cvr_00028948114863Olafur Arnalds ist ein preisgekrönter Komponist aus Island, der vor allem durch seinen Soundtrack für die TV-Serie „Broadchurch“ und im Fahrwasser seiner Landsmänner SIGUR ROS bekannt geworden ist. Seit frühster Kindheit wurde er durch seine Großmutter mit der Klaviermusik von Chopin sozialisiert, wenn er auch später sich dem Punk, Heavy Metal, Hardcore und Rock zugewandte. Trotzdem blieb seine Liebe für den klassischen polnischen Komponisten hängen, wie sehr ihn gleichzeitig die konventionellen und standardisierten Neuinterpretationen und Einspielungen dessen Werkes über die Jahrhunderte langweilten. So reifte in ihm der Wunsch nach dem Experiment, Chopin mal nicht perfekt bzw. steril klingen zu lassen, sondern dessen Sound eher als Feldaufnahme zu verorten. Dafür fand er in der ebenfalls preisgekrönten deutsch-japanischen Pianisten Alice Sara Ott eine geeignete Partnerin, welche auch den Mut hatte, eingefahrene Klassik-Konventionen zu brechen und mal etwas Neues zu wagen. (weiterlesen…)