Auflistung für das Stichwort ‘BLACK 63’

HOLY ORANGE – The Black Noise

Samstag, 18. Mai 2013

Der Bandgeschichte der Wave Rocker HOLY ORANGE und hinter ihrem ersten richtigen Album „The Black Noise“ haftet etwas kurioses an.1985 im Rhein/Main-Gebiet ins Leben gerufen, erreichten die Mainzer kurzfristig überregionale Bekanntheit. Wie auch immer: 1989 war alles schon wieder vorbei, HOLY ORANGE lösten sich auf und die Herren gingen getrennte Wege. Bis zur Rückkehr ins Studio im Jahr 2011 erschienen ein paar Songs auf Compilations. „The Black Noise“ erschien 2012 auf Cathedral Music, bei denen u.a. auch MIGHTY SPHINCTER, MADRE DEL VIZIO und AMBER ASYLUM unter Vertrag stehen. (weiterlesen…)

YURA YURA – Be Sexual

Samstag, 18. Mai 2013

„Be Sexual“ sagen YURA YURA (japanisch etwa „Taumelnde Vibration“) und lassen – rein musikalisch – die Bettpfosten wackeln. Ein Neuzugang in der traditionellen Rhythm´n Noise-Sparte von Hands Productions, der über 15 Tracks zum nicht ganz ironiefreien Hüftwackeln in der Horizontale einlädt. Der Opener „Unagi“ klingt wie ein Rhythm´n Noise-Remix des HAUS ARAFNA-Klassikers „You Die“, ist aber ein durchaus gelungenes Vorspiel und regt zum vorbereitenden Sekretieren für den Hauptgang ein. (weiterlesen…)

NULLGRAD – Seeds

Freitag, 17. Mai 2013

Frischzellenkur bei NULLGRAD: Stand „The Shepherds Satellite“ (2010, Hands) noch im Zeichen von IDM, sphärischem Ambient und rollenden Rhythmen, steht „Seeds“ für einen musikalischen Rücksturz in trancigen Techno der 1990er Jahre. Wabernde, einnehmende und psychedelische Basslines sind Neuland bei Hands Productions. Umspielt wird dieses durchgängige Grundgerüst von Field Recordings von M.E.s Reisen durch Südostasien und sein auch bei seinem Lounge-Projekt ZERO DEGREE typischen Markenzeichen: tiefe Spacesounds und zurückgenommene, in ihrer Reduziertheit bestechende Melodien. (weiterlesen…)

ASCETIC – Self Initiation

Freitag, 17. Mai 2013

Passend zum verregneten Frühling zieht auch am musikalischen Horizont die eine oder andere Wolke auf, während die Erde sich in Maliziöses verkündenden Bodennebel hüllt. Was ASCETIC auf „Self Initiation“ aus dem Dunkel der urbanen Nacht beschwören, wäre in den Achtzigern wohl unter dem Label „Gothic Rock“ eingeordnet worden, und zwar gemeinsam mit jenen Bands härterer Gangart, die sich (statt auf Keyboard-Klangteppiche) dem Primat von Gitarre, Bass und Drums verschrieben haben und außer traurig sein auch noch straight rocken wollen. Ein akustisches Highlight: Der Sänger mit seiner tiefen, pathosfreien Stimme jenseits aller hoffnungsvollen Illusionen klingt, als wäre er vor Bandgründung pflichtgemäß gestorben und gerade erst wieder aus dem Grab erstanden – wobei das mit Blick aufs gewählte Genre unbedingt als Kompliment zu werten ist. (weiterlesen…)

RANGDA – Formerly Extinct

Donnerstag, 16. Mai 2013

Für das Aussterben einer Rasse gibt es, evolutionär betrachtet, meistens einen Grund: Veränderte Umweltbedingungen, natürliche Feinde und dergleichen mehr. Warum der versponnene Psychedelic Rock der Sechziger und Siebziger, mit seinen langen Gitarrensoli, Instrumentalpassagen und virtuosen Sperenzchen zum Untergang verurteilt war, ist aus Sicht des Punk klar – zu selbstverliebt und erstarrt in progressivem Stillstand erschien der Stil, gegen den man sich mit Drei-Akkorde-Songs und unbekümmertem Dilettantismus wehrte. Ein IRON BUTTERFLY tut sich tendenziell ja auch eher schwer mit dem Fliegen. Bis jetzt jedenfalls – denn: „In a gadda da vida, baby“? (weiterlesen…)

KING DUDE – Burning Daylight

Donnerstag, 16. Mai 2013

Orgel oder Harmonium, ein in tiefsten Tiefen tönender Männerchor, dazu Sirenen und ein Straßen-Soundscape, dann intoniert eine versoffen klingende Männerstimme: „Far off beyond those yonder hills, there´s a place for you and there I go, I will lay my body there in the cold earth wrapped in death´s shroud, Lord, I´m coming home“. Das war das Intro – dann geht´s schon weiter mit Track zwei, wüstem Getrommel und schrägen Feedbacks (oder elektrifizierten Streichern). Fiese Percussions erinnern an mit den Knochen rasselnde Ghoule, die man das letzte Mal Mitte der Neunziger in ihrer poppigeren Variante als Hintergrund von NICK CAVEs „Red Right Hand“ gehört hat. (weiterlesen…)

THE FOREIGN RESORT – Scattered & Buried

Donnerstag, 16. Mai 2013

Das mit verschwommenen Rot- und Blautönen spielende, bis zur Unkenntlichkeit verschwommene Covermotiv deutet es bereits an: THE FOREIGN RESORT widmen sich dem „Shoegaze“. Tatsächlich wird man im Hinblick auf diese Vermutung nach Einlegen der CD nicht enttäuscht. Im Gegenteil, mit dem Stichwort Shoegaze ist alles gesagt, jede weitere Beschreibung erübrigt sich. Nun ja, vielleicht könnte man noch anfügen, dass „Scattered & Buried“ mehr nach MY BLOODY VALENTINEs „Isn´t Anything“ klingt als nach „Loveless“ oder SLOWDIVEs Meisterwerken, und dass der Gesang dann doch weiter in den Vordergrund gerückt wird als der von Kevin Shields auf „Loveless“. (weiterlesen…)

JACOB – The Ominous

Mittwoch, 15. Mai 2013

Wenige Label stehen ganz eindeutig für einen Sound aus den tiefsten Schichten der Düsternis, der dabei Klischees clever umschifft und stattdessen Versuchung und Versprechen wispert. Neben Land Of Decay ist das sicherlich Utech Records, dessen gleichnamiger Betreiber immer wieder mit sicherer Hand schwarze Perlen aus ebensolchen Wassern fischt. Eine der Neuesten: Jacob, ein spanisches Duo, das mit „The Ominous“ eine Veröffentlichung vorlegt, deren Kern nicht allein auf Drones basiert, auch wenn tiefe, manchmal sogar noisige Drones durchaus immer wieder einen Herrschaftsanspruch anmelden oder auch, als basslastige Hallfahnen, aus der Kollision einzelner Töne, quasi wie per Zufall entstehen. (weiterlesen…)

GREG HAINES – Where We Were

Mittwoch, 15. Mai 2013

Greg Haines neues Album „Where We Were“ erzählt eine wahrhaft facettenreiche Geschichte, verbindet musikalische Geschichte(n) mit der Gegenwart und ist trotzdem(?) wie aus einem Guss. Sich auf minimalistische, monoinstrumentierte Kompositionen zu konzentrieren und so ein fokussiertes Werk abzuliefern ist das eine; das gleiche Ergebnis erzielen zu wollen, wenn man zwischen Pianokargheit, Ambient und Proto(Dub)Techno wandelt, ist dagegen mindestens herausfordernd. (weiterlesen…)

SIGNALSUNDERTESTS – Nascent

Mittwoch, 15. Mai 2013

Die Musik von signalsundertests als reinen Ambient bezeichnen zu wollen greift, wie die bisherigen Veröffentlichungen eindrucksvoll belegen, zu kurz; zu vielschichtig ist das, was hier um die gitarrenbasierten Atmospherics herum entwickelt und aufgebaut wird. Einschließlich der Integration von Rhythmus und sogar Gesang und der Entwicklung einer Klangästhetik, deren Gesamteindruck dann auch jedes Mal deutlich „elektronischer“ ausgefallen ist, als bei den Veröffentlichungen anderer (Solo-) Musiker mit der Gitarre als Hauptinstrument. (weiterlesen…)