Auflistung für das Stichwort ‘ALEXANDER KÜHNE’

Jens-Uwe Berndt: Reise durch (K)ein Land

Dienstag, 21. Juli 2026

Jens-Uwe Berndt ist ein vielbeschäftigter Mann, der als freier Journalist arbeitet und seit ein paar Jahren mit dem Label Rokkfilm bisher unveröffentlichte Musik aus der ehemaligen DDR vorzugsweise auf Vinyl heraus bringt. Des weiteren ist er Autor einer erfolgreichen Krimi-Buchreihe, welche in seinem regionalen Umfeld auf Rügen angelegt ist. Sein erster Roman erschien allerdings schon 2009 bei einem kleinen Druckverlag, welcher allerdings damals nicht die Beachtung erhielt, die ihm eigentlich gebührte. Deshalb jetzt die zweite Auflage in wesentlich lesefreundlicher Aufmachung und mit dem Rückenwind durch Rokkfilm und Kommissar Schwinkas sollte es nun deutlich mehr Aufmerksamkeit für die „Reise durch (K)ein Land“ geben. (weiterlesen…)

Alexander Kühne: Kummer im Westen

Samstag, 26. Dezember 2020

Als Alexander Kühne vor rund vier Jahren seinen Roman-Debüt „Düsterbusch City Lights“ veröffentlichte, gelang ihm ein richtiger Überraschungserfolg. Das Buch war sehr autobiografisch geprägt und handelte von seiner „unruhevollen Jugend“ in der DDR, wo er einer der Macher in der kulturellen Underground-Szene war. Das er dies jedoch nicht in einer der großen Metropolen des kleinen Landes war, sondern in der tiefsten Provinz bzw. in Lugau im Niemandsland von Brandenburg agierte, verschaffte ihm einen zusätzlichen exotischen Bonus. Lugau (Düsterbusch) und sein Jugendclub EXTREM wurde in den 80er Jahren zu einer republikweit bekannten Adresse für Konzerte der unangepassten Jugend, wie der später unter dem Banner „die anderen Bands“ firmierenden Musiker. Natürlich hangelte sich das Ganze stetig am Rande der Legalität im real existierenden Sozialismus entlang, aber das ist ja gerade der Stoff, aus dem Legenden entstehen und Alexander Kühne & sein Team waren so eine in der DDR. Er verschaffte Bands jenseits aller Genregrenzen eine Bühne, Hauptsache diese waren originell und irgendwie anders. „Düsterbusch City Lights“ erzählte dann diese spannende Geschichte, allerdings wurden Namen und Bands mit Pseudonymen versehen, die Zeitzeugen und Kenner der Szene jedoch leicht entschlüsseln können. Der Schreibstil von Alexander Kühne war dabei leicht und flüssig, ja nahezu lässig und er tappte nie in die billige Rolle der Verklärung (Ostalgie). Gerade dadurch wurde „Düsterbusch City Lights“ zu einem spannenden Sittenbild der letzten Jahre in der DDR, welches authentischer wie gleichzeitig unbeschwerter, lustiger und tragischer zu gleich nicht sein könnte. Passenderweise zum 30jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung schließt jetzt die Fortsetzung genau zum „Mauerfall“ nahtlos an und Alexander Kühne bzw. sein Alter Ego Anton Kummer schlittert völlig unvorbereitet, aber voll motiviert in ein vermeintlich neues und besseres Leben. (weiterlesen…)