DIE ART Interview

DIE ART ist wieder DIE ART

2001 löste sich nach DIE SKEPTIKER mit DIE ART eine der letzten noch agierenden Indie-Bands der ehemaligen DDR (“die anderen Bands” damals genannt) auf und obwohl man gleich mit WISSMUT (Interview im BLACK 40) ein Nachfolge-Projekt am Start hatte, konnte dieses scheinbar nicht bei allen Fans die alte Kult-Band ersetzten. Ein paar Jahre später erwachte wieder allgemein das Interesse an “die anderen Bands” und DIE SKEPTIKER, SANDOW und KALTFRONT tourten plötzlich wieder recht erfolgreich durch die Clubs. 2007 hatte sich Makarios dann von seinen Bandmitgliedern überzeugen lassen, DIE ART mit der WISSMUT-Besatzung wieder ins Leben zu rufen und intern munkelt man sogar von einer Palastrevolte. Die folgende Tour und das Comeback-Album “Alles was dein Herz begehrt” war ein voller Erfolg und das knapp nur ein Jahr später überraschend nachgeschobene neue Album “Funeral Entertainment” setzt dem noch einen drauf. WISSMUT ist tot – es lebe DIE ART!


DIE ART sind:

Makarios: Vocals

Thomas Gumprecht: Gitarre

Conrad Hoffmann: Bass

Sven Löbert: Drums

? Bei unserem letzten Interview hieß DIE ART noch WISSMUT und alles war in Ordnung – die Fans wussten, das DIE ART jetzt WISSMUT heißt, das erste Album war raus, die Songs waren klasse und meist besser als so mancher DIE ART-Song aus der Vergangenheit und Live gab es trotzdem auch jede Menge DIE ART-Hits zu hören! Wo war jetzt das Problem, das Ihr Euch nun wieder umbenennen musstet?

Nun, wir mussten uns nicht umbenennen, die Band, die Mehrzahl der Fans, der Veranstalter wollten es so. WISSMUT war nie DIE ART, also hieß DIE ART nicht WISSMUT, sondern diese Band war etwas Eigenes. Man muss etwas tiefer gehen, um das zu verstehen, in die Gründung von WISSMUT und das Ende von DIE ART. Ersteres erfolgte, als es DIE ART noch gab und geschah, um nach dem sich abzeichnenden Ende von DIE ART eine Alternative zu haben. Das Ende von DIE ART hatte vor allem den Grund, dass sich die Musiker immer weniger verstanden, bis hin in die musikalische Umsetzung. Also musste ein Schlussstrich gezogen werden, und Du kannst mir glauben, es sollte ein endgültiger sein. WISSMUT entwickelte sich dann nur zäh, war gebrandmarkt durch die vorangegangene Geschichte und konnte aber nie diesen Spagat zwischen Eigenständigkeit und “Brauchtumspflege” wirklich hinkriegen, der Schatten von DIE ART war viel zu lang. So bedurfte es mehrerer Jahre, ehe WISSMUT auch menschlich zu einer homogenen Truppe wurde. Ende 2006 gab es dann einen Punkt, an dem festzustellen war, dass alle Gründe, die zur Auflösung von DIE ART geführt hatten, weggefallen sind. Also entstand erst die theoretische, dann die praktische Forderung, DIE ART wiederzubeleben. Es war eine höllenschwere Geburt, da ja gerade die Arbeit an einem WISSMUT-Album anstand. Dies ging nicht einfach auf DIE ART zu übertragen und diese Zwittrigkeit ist noch beim ersten Album des 2. DIE ART-Lebens “Alles was dein Herz begehrt” zu spüren. Obwohl alle für WISSMUT gedachten Songs gestrichen wurden. Aber DIE ART ist eben etwas ganz anderes, hat einen anderen Spirit. Den haben wir nun bei “Funeral Entertainment” als Destillat.

? Was passiert jetzt mit den phantastischen WISSMUT-Songs – werden diese nie wieder zu hören sein?

Höchstwahrscheinlich werden sie nicht wieder gespielt, es sei denn, WISSMUT arbeitet weiter, dann aber ohne mich als Sänger.

? Nun wirbt das Major Label in ihrem Newsletter aber mit einem bisher unveröffentlichten WISSMUT-Song für ihre Geburtstags-Compilation – was ist das denn für ein Song?

Soweit ich weiß, ist es kein unveröffentlichter Song von WISSMUT, sondern ein exklusiver Song von DIE ART, welche “Manipuliert” heißt und im Zuge von “Alles was  dein Herz begehrt” entstanden ist. Coole Nummer…

? Euer Comeback-Album “Alles was dein Herz begehrt” setzte dann voll und ganz auf alte DIE ART-Tugenden und ist sicher beim Publikum sehr gut angekommen oder waren die Verkaufszahlen weniger befriedigend?

Es war, wie gesagt, ganz klar, dass DIE ART DIE ART sein muss und die Freiheiten von WISSMUT, weil es da ja um nichts ging, nicht in Anspruch nehmen kann. Das schroffe, teilweise experimentelle in der Musik, die absolute Ausweglosigkeit im Feeling, das ging mit DIE ART nicht. Es sind 2 verschiedene Bands. Das “Herz”-Album diente zur Wiedereinführung, Vorbereitung des Terrains. Dafür hat es alle Erwartungen übertroffen, denn ich hatte mir vorbehalten, am Jahresende 2007 ein Resümee zu ziehen, ob es sinnvoll war, DIE ART zu reaktivieren oder nicht. Aber schon die ersten Konzerte pulverisierten meine Zweifel.

? Relativ schnell schiebt Ihr mit “Funeral Entertainment” nun einen Nachfolger nach, welcher nicht knackiger sein könnte, welcher in dieser Form aber gar nicht so geplant gewesen sein soll?

Ja, die Dynamik, die Emotionen der Konzerte zum “Herz” haben natürlich etwas ausgelöst. Wir waren also glücklich und voller Energie. Nach der Winterpause purzelten die Ideen einfach so raus, und mit Shiva (Sven) hab ich einen tollen Song-Schreib-Partner hinzugewonnen. Das war schon bei den letzten WISSMUT-Demos zu spüren, dass wir einen guten Draht haben. Und wir wollten unsere Songs nun festhalten. Geplant war eine EP oder 4-Track-Single, aber ganz ohne es zu wollen, hatten wir plötzlich 8, 9, 10 Songs und dazu noch die herrliche Gumpi-Nummer “Pale”, also wurde ein Album daraus. Man kann nicht immer alles planen…

? Mir ist aufgefallen, das die neuen Songs, welche mir persönlich am besten gefallen, alle zusammen mit dem eben gerade angesprochenen Drummer Sven Löbert geschrieben worden sind, was das Vorurteil widerlegen dürfte, das Drummer keine Songwriter sind! Augenscheinlich dürfte er auch der Jüngste unter Euch “alten Männer” sein und ist er eventuell so was wie ein neuer Motor für DIE ART?

Es ist immer gut, wenn neue Bandmitglieder auch kreativ sind. Es hat ja seine Zeit gedauert, ehe wir diesen Vorteil nutzen konnten. Zudem ist Sven nicht auf seine Funktion als Drummer zu reduzieren, er beherrscht auch noch andere Instrumente. Zudem, er hat das DIE ART-Feeling eben im Blut und ich kann mit ihm richtig gut arbeiten. Was nichts Schmälerndes zu Gumpis Arbeit ist, sondern ein Zugewinn.

? WISSMUT war damals komplett in Deutsch, “Alles was dein Herz begehrt” Deutsch/Englisch gemischt und das aktuelle Album nun komplett in Englisch – hat sich das eher zufällig ergeben oder stand dahinter ein bestimmtes Konzept?

Bei WISSMUT war es Konzept, alles in deutsch zu machen. Deshalb sehen ja auch viele den letzten WISSMUT-Song “Falter” als ersten neuen DIE ART-Song an. Bei DIE ART ist die Sprache egal. Weil es da schon immer ein hin und her gab.

? “Mark’s Song” ist eine Hommage an den ersten oder zweiten Drummer (je nach Sichtweise) von WISSMUT, der dieses Jahr überraschend gestorben ist. Jetzt ist dieser Song aber wirklich keine Trauernummer, sondern ein fetzender Knaller mit rätselhaft-witzigen Ende – was wolltet Ihr für Gefühle bzw. Aussage damit transportieren?

Mark war unser Drummer von 2002 bis 2004 und er hatte wesentlichen Anteil daran, dass WISSMUT damals überhaupt Live-fähig wurde. Sein plötzlicher und völlig unerwarteter Tod ging uns sehr nahe, aber wir wollten ihm kein Trauerlied schreiben, weil sein Wesen eher witzig, direkt und fordernd war. “Sein” Song ist es deshalb, weil es die Worte beinhaltet, die Mark immer in meinen Lyrics vermutete, die aber nie da waren. Also hab ich mal alles aneinandergereiht und am Schluss zitieren wir ihn, mit seinem Standartsatz: “Eh, was geht´n ab”. Ja, es sollte unbedingt ein Kracher werden und nichts mit falschem Pathos.

? Mit “Pale” in der Maxi-Version hat es jetzt endlich auch dieser alte Song von Anfang der 90er Jahre auf einen regulären Tonträger von Euch geschafft, aber sollte, wenn ich mich recht erinnere, die neue Version nicht über 25 Minuten gehen?

Hach, die Zeitspielchen sollte man nicht zu ernst nehmen. Gedacht war, jedem Jahr, den es den Song in der Schublade gab, eine Minute zu geben. Es hätten also 17 sein müssen, aber nach 15 Minuten ist eben auch ein solcher geiler Song ausgeschöpft.

? Mit WISSMUT hattet Ihr mittels Coverversionen THE CURE gehuldigt und bei den neuen DIE ART-Konzerten hört man des öfteren jetzt wieder JOY DIVISION-Tributs, was beim Publikum sehr gut ankommt und irgendwo habe ich auch gelesen, das DIE ART die legitimen Vertreter jener Kult-Band im Osten wären – wie denkt Ihr darüber und vielleicht auch einen Kommentar zum “Control”-Hype bitte?

Die CURE-Sache ist ja eher zufällig entstanden, Ideengeber war da Leipzigs legendärer Club Ilses Erika, die immer mal eine Tribute-Nacht veranstaltet. Bei der CURE-Nacht waren wir dabei, aber mal ehrlich, 4 Songs zu proben, zu bearbeiten, und nur einmal zu spielen, dafür wäre mir der Aufwand zu groß. So entstand die EP. Bei DIE ART ist es anders, wir haben schon immer JOY DIVISION im Gepäck und es ist ja ohne Zweifel auch die für uns prägendste Band gewesen, neben den frühen FEHLFARBEN. Ob uns irgend etwas dazu legitimiert, JOY DIVISION zu covern, kann ich nicht sagen, wahrscheinlich liegt es daran, dass unsere frühen Sachen das gleiche Lebensgefühl vermittelt haben. Für mich, in meinem musikalischen Suchen, war JOY DIVISION die bedeutendste Band überhaupt und offenbar gibt es genügend Menschen mit ähnlichem Gespür. Da paaren sich Wut mit Erhabenheit, Verzweiflung mit Sehnsucht, also alles, was in einem so wühlt. Jetzt, fast 30 Jahre später, ist eine gewisse Gelassenheit hinzugekommen. Ich weiß nicht, ob es einen “Control”-Hype gibt, gab, für mich ist JOY DIVISION immer präsent, also empfinde ich das nicht als Hype.

? Du hattest auch mal erwähnt, einen “guten Draht” zu Kai-Uwe Kohlschmidt von SANDOW zu haben, welche ja seit einiger Zeit ebenfalls wieder durch die Lande touren – wäre da nicht mal eine Kollaboration oder ein Duett naheliegend?

Wenn wir genügend Zeit hätten, hätten wir es schon längst gemacht…

? In Bezug auf Nebenprojekte wart Ihr in den letzten Jahren mehr als fleißig und jedes Mitglied von WISSMUT bzw. jetzt wieder DIE ART hat schon eigenes Material veröffentlicht. Insbesondere Makarios ist dabei führend und neben dem Selbstläufer THE RUSSIAN DOKTORS wären hier GOLDECK und PRUMSKIBEAT zu nennen – wann gibt es von denen was Neues zu hören?

Wie gesagt, es ist alles eine Frage der zeitlichen Möglichkeiten. DIE ART verlangt ja viel mehr Kraft als WISSMUT, also gibt es für Nebenprojekte weniger Zeit. THE RUSSIAN DOCTORS sehe ich aber nicht mehr als Nebenprojekt an, denn das ist eine eigene Erfolgsgeschichte. PRUMSKIBEAT hatte seine Zeit und GOLDECK gedeiht momentan im Verborgenen, aber es entsteht da ein wunderbares Werk. Wann es soweit ist, es freizulassen, weiß ich jetzt nicht zu sagen, zumindest bekomme ich sehr viel drängenden Zuspruch. Wir, also die gegenwärtigen Mitglieder von GOLDECK, wollen ja gern neues Material aufnehmen, aber der Tourkalender von DIE ART ist das, wonach sich gerichtet werden muss.

? Zum aktuellen Tourauftakt gab es übrigens 2 Unplugged-Auftritte, was ja für Euch eigentlich nichts Neues sein sollte, aber trotzdem so seine Gefahren bietet – haben die neuen Songs in diesem Gewand funktioniert bzw. wie lief es allgemein?

Es war völlig neu für uns, ohne Drums, mit akustischer Gitarre, akustischem Baß und so zu spielen. Und es waren einfach geile Konzerte. Dieses Programm ist richtig gut für den kleinen Club, eine echte Alternative zum Stromprogramm. Und wir können damit in Locations spielen, die für DIE ART sonst nicht möglich wären. Es ersetzt natürlich nicht das “große” Konzert, aber es ist stimmungsvoll, publikumsnah und wir werden das weiterentwickeln, bis die technischen Einspiele gänzlich ersetzt sind. Manche Songs funktionieren prächtig, manche eben weniger. Das muss man dann nach und nach herausfiltern und es wird zu einem völlig eigenen Programm führen.

? Das aktuelle Album gibt es auch als Vinyl, aber diesmal scheinbar nicht in Kollaboration mit dem Major Label oder? Neben der schicken Optik und dem wärmeren Klang ist dieses Format wieder mehr im kommen – benutzt Ihr selbst noch einen Plattenspieler oder seit Ihr längst dem mp3- und iPod-Wahn verfallen?

Ich besitze weder mp3-Player noch Plattenspieler, haha, wir machen alle Formate ja nicht für uns, sondern für unsere Fans. Auch wenn es nicht wünschenswert ist, Vinyl hat einfach leider nicht die Akzeptanz der Massen und mp3 wird, wenn nicht noch was anderes kommt, die Oberhand gewinnen. Es ist eben der Lauf der Dinge. Das Tape und der Kassettenrecorder haben ja auch ausgedient und wir waren mal eine

typische Kassettenband…

? Da wir gerade bei mp3’s sind – Ihr bietet in Eurem Web-Shop auch die Möglichkeit des kostenpflichtigen Downloads an – in welchem Verhältnis wird dieses Angebot im Vergleich zum physischen Tonträger bisher genutzt?

Also, der Webshop gehört nicht DIE ART, sondern unserem Label Upart-Produktionen. Die Downloads sind bisher noch nicht so gravierend, es ist eben ein zusätzliches Angebot, welches die klassischen Tonträger nicht ersetzt.

? Kommt es mir bloß so vor oder ist es wirklich so, das gerade jetzt das Interesse an DIE ART (gemessen an Publikums- und Presse-Reaktionen) einen neuen Höhepunkt erreicht hat, welcher vergleichbar mit der Zeit nach der “Wende” ist?

Ich glaube, dass es tatsächlich einen Schub gegeben hat, aber mit den Wendezeiten ist es allerdings nicht vergleichbar, dahin würden wir gerne wieder kommen…

? Gerade in den letzten Jahren ist auch das Interesse an den sogenannten “anderen Bands” der DDR neu erwacht und neben DIE ART sind auch u.a. DIE SKEPTIKER, SANDOW und KALTFRONT recht erfolgreich wiederauferstanden – woran mag das wohl liegen?

Weil es einfach in den 90ern und 2000ern keine wirklichen Nachfolger gab. Die wenigen erfolgreichen Bands, die der Osten nach der Wende hervorgebracht hat, sind für die Indie-Szene eher uninteressant und zielen auf Massengeschmack. Und bis auf RAMMSTEIN ist doch alles andere sehr schnell vergänglich gewesen. Zudem profitiert unsere Langlebigkeit von dem Kult, der um die Vor- und Nachwendezeit entstanden ist. Die interessanten Bands von damals haben dadurch eine Art Lebensversicherung bekommen.

? Es gab bei Euch in Leipzig eine unschöne Geschichte, wo mit Eurem Namen etwas beworben wurde, von dem Ihr gar nichts wußtet – kannst Du den Hergang bitte etwas genauer darlegen?

Nun ja, das Problem gab es schon öfter, man kann fast Betrug dahinter vermuten. Bisweilen spricht man ja mit Leuten über theoretische Möglichkeiten, für dies und das zu spielen. Im konkreten Fall ging es um ein Benefiz zugunsten des UT Connewitz. Wir erfuhren aus der Zeitung davon, dass wir dort spielen. Aber niemand hat uns kontaktiert, ja, auf meinen Protest hin hat mir der Organisator eine Mail geschickt, ich solle ihn doch mal anrufen. Wunderbar, der Mann hat offenbar keine Ahnung, wie die Verlaufsrichtung bei so einer Sache ist. Wir haben dann alles uns Mögliche getan, unsere Fans vom Besuch dieser Veranstaltung abzuhalten, was wohl auch ziemlich gut funktioniert hat.

? Im Moment ist DIE ART ja wieder auf Tour, aber gibt es eventuell Pläne darüber hinaus, wie es in der Zukunft weitergeht?

Es soll eben einfach weitergehen. Zuerst müssen wir uns ja das in 6 Jahren verlorene Terrain zurückholen und das ist nicht einfach. Ja, und wenn Zeit und Geld da sind, und wenn uns die Ideen nicht ausgehen, gibt es neue Songs. Sollte DIE ART merken, dass eine Pause nötig ist, hätte also durchaus das “Samtmarie”-Konzept von GOLDECK eine Bühnenchance. Aber das kann ich mir eben auch aufheben.

? Ich danke Makarios für dieses Interview und wünsche für die Zukunft alles Gute. Des weiteren geht Dank an Thomas Bartsch von UpArt für seine Unterstützung.

– M. Fiebag –

Diskografie

1987 – “Would You Mind Us Looking For?” (MC) – Hartmut Productions

1988 – “Just Another Hit” (MC) – Hartmut Productions

1989 – “Dry” (MC) – Hartmut Productions

1989 – “Just Another Hit Again” (MC) – Hartmut Productions

1990 – “I Love You” (7”) – Peking Records

1990 – “Fear” (MC/LP/CD) – DSB/ZONG

1991 – “Gold” (MC/LP/CD) – DSB/ZONG

1991 – “My Colour Is Black” (7”) – DSB/ZONG

1992 – “Jane Plays Guitar” (MCD) – DSB/ZONG

1993 – “Gift” (MC/CD) – DSB

1993 – “Trance” (MCD) – DSB/Hartmut Productions

1993 – “Black Hearts” (MCD) – DSB

1994 – “But” (2CD/CD) – Our Choice

1995 – “Das Schiff” (10”/CD) – Moloko+/Our Choice

1995 – “Das Schiff” (MCD) – Our Choice

1996 – “Still” (CD) – Our Choice

1996 – “Nur ein Traum” (MCD) – Our Choice

1997 – “Adnama” (2LP/CD) – Our Choice

1997 – “Radiokrieg” (MCD) – Our Choice

1998 – “Age Of Consent” (MCD) – Our Choice

1998 – “Mellow Versions” (CD) – Our Choice

1999 – “Mellowash XL” (MCD) – Our Choice

1999 – “The Early Broadcast Sessions” (7”) – Label des Jahres

1999 – “Dry” (CD) – Hartmut Productions

2000 – “Hour Of Parting” (MCD) – UpArt

2000 – “Last” (CD) – UpArt

2002 – “Last Live Sequences” (CD) – R.U.M. Records

2004 – “Das Schiff” (LP) – Majorlabel

2007 – “Alles was dein Herz begehrt” (CD) – Brachialpop

2008 – “Funeral Entertainment” (LP/CD) – Brachialpop