THISQUIETARMY & YELLOW6 – Death (12")

Zusammen aufgenommen an einem Tag in Montreal, Teil 1 eines zweiteiligen Releases; hier “Sand“, “Furnace“ und “Salt“ als Teil der ersten 12“. Und, wenn zwei sonst solo arbeitende Gitarristen aus dem gleichen Genre sich zusammentun, fällt es oft schwer, zu benennen, wer von beiden für welche Aspekte verantwortlich zeichnet (und nicht selten ist das offensichtlich logische dann doch der Irrweg).

Ich wage es trotzdem; vermute, dass Eric Quach (thisquietarmy) auf “Sand“ für die wellenartig schlingernden Drones zuständig war, während Jon Attwood (Yellow6) die single-note-atmospherics beisteuerte. Ein Stück fast zeitloser Dimension, wieder einmal. Und durch die tonal und produktionstechnisch raueren Schichten im Untergrund fast naturhaft lebendig… Mit (vermutet) der gleichen Rollenverteilung, aber völlig gegensätzlicher Abmischung “Furnace“, lange in einer Zwischenwelt verharrend und schließlich mit fast wie eine Orchestrierung aus Trompeten anmutenden Drones eine schwarz/weiße Götterdämmerung heraufbeschwörend, die nur durch die Auslaufrille (im letzten Moment) vor einem Übergriff auf die Hörer gehindert werden kann.

“Salt“, der Abschluss, allein über die gesamte zweite Seite der 12“, eine Art Lautmalerei einer vielschichtigen Landkarte, die selbst noch das darunter abbilden will (und kann): jeder zuerst gehörte Ton hat Unmengen von Brüdern und Schwestern, in Erdlöchern versteckt, die darauf warten, entdeckt zu werden. Aschfahle Brüder und Schwestern, mit geisterhaften Absichten, Irrlichter.

(N)