CROSSOVER – Space Death (CD)

Nach zwei Alben für Gigolo Records von DJ HELL ist das Duo CROSSOVER jetzt beim italienischen Punch Records gelandet

und so richtig bin ich mir nicht sicher, ob das jetzt ein Fortschritt oder Abstieg ist. Auf jeden Fall sind sie mit „Space Death“ deutlich rauher und kantiger geworden, wenn auch schon die Vorgänger nicht gerade eingängig waren. So braucht auch dieses Album eine gewisse Eingewöhnungsphase, ehe die „Fledermaus-Rakete“ so richtig zündet und seine funkelnden Seiten offenbart. So entwickeln sich nach und nach vor allem die von Vancessa Tosti gesungenen Tracks (besonders „The Weight“) zu waschechten Electroclash-Hymnen, die jenen von CLIENT oder MISS KITTIN in nichts nachstehen. Die von Mark Ingram dominierten Stücke fallen dagegen schon sperriger aus, ausgenommen „I Think I Wanna Kill Myself“ und „Caveman To Spaceman“ gegen Ende des Albums, welche wie eine neue Kollaboration von Marc Almond mit FOETUS klingen. Man sollte diesem Album also ein richtige Chance geben und sich nicht gleich zum Anfang von den scharfen Ecken und Kanten bzw. dem wirklich häßlichen Cover abschrecken lassen. (M.F.)