Rechtzeitig in Richtung Herbst erreicht mich die neue Platte der GOLDEN APES aus Berlin, die ich bisher immer so zwischen IKON, IN MITRA MEDUSA INRI, DREADFUL SHADOWS, FUNHOUSE, THE ESCAPE, PINK TURNS BLUE, IN MY ROSARY und anderen Bands aus der Goth Dark Wave Richtung wahrgenommen hatte. Aber es war immer Dark Rock der guten alten 80er Schule mit (Goth) Seele. Die neue Platte macht da keine Ausnahme und das hört man schon am ersten Song und der Single „Resistance“ , die in gewohnter Manier dynamisch und kraftvoll aus den Boxen strömt. Ich finde, dass die neue Veröffentlichung mit zu den stärksten Outputs der Band gehört. Es ist für mich jetzt gar nicht so einfach darzustellen, woran das genau liegt, denn die Gruppe um Mastermind, Sänger, Texter PEER LEBBRECHT hat ihre Klanglandschaften nicht grundsätzlich stark verändert, klingt auf der Scheibe aber in Gänze noch reifer, wärmer und zupackender als auf den vergangenen Platten. Die eingängigen Wave Rock-Sound-Landschaften mit tendenziell stärker eingebundenen Post Punk Einflüssen wie in „Farewell“ und „Helion“, die auch immer mal wieder an große Namen wie THE CURE und JOY DIVISION oder BAUHAUS erinnern, versprühen den Charme alter 80er Goth Klassiker. Dazu die sonore und tragende, markante Goth Stimme von PEER LEBRECHT, sowie MAXIMILIAN HENNIG und STEPHAN SCHÖNFELD an den Gitarren und CHRISTIAN LEBRECHT am Bass und SALOMON BOSSE an den Drums erzeugen diese so typische, erdige GOLDEN APES Sound-Kulisse, die aber auch schon mal bei einigen Tracks ins elegisch Melancholische abdriftet. Die vielschichtigen Gitarren-Tracks klingen wahrhaftig etwas organischer und ausgewogener als die früheren Werke von den GOLDEN APES, die Gruppe ist zudem ein Garant für Beständigkeit, die ihre Fans bisher mit keiner ihrer Platten enttäuscht hat. Und live sind die GOLDEN APES auch immer wieder ein absolutes Highlight, das sehr zu empfehlen ist. (S.Erichsen)
Format: CD / LP |
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