Als Mitte der 90er Jahre „Pulp Fiction“ in die Kinos kam, war ich davon sofort begeistert und gleichzeitig entwickelte ich auch ein Faible für Surf Musik, welche im Film ja eine wichtige Rolle spielte und Dank Quentin Tarantino weltweit ein Comeback erlebte. Auch in Dresden und dort vor allem im Starclub wurde dies gefeiert, so das ich in dieser Zeit in den Genuss von so einigen Konzerten dieses Genres kam, wie u.a. MAN OR ASTRO-MAN?, LAIKA & THE COSMONAUTS oder HUSKY & THE SANDMEN. Höhepunkt war dann noch die Möglichkeit, dort Dick Dale Live zu erleben, welcher ja den Titelsong „Miserlou“ bei „Pulp Fiction“ stellte und der als einer der größten Hits des Surf-Genre zählt. Im neuen Jahrhundert ebbte das Interesse an der Surf Musik leider wieder ab und in deutschen Laden halten seit dem noch die LOS BANDITOS aus Jena oder die Berliner THE KILAUEAS die Fahne bzw. das Surfbrett hoch. Letztere haben im vorigen Jahr mit „Magma Chamber“ ein neues Album veröffentlicht und sind damit sogar in Japan auf Tour gegangen. Die 12 neuen Songs auf dem wunderschön Curacao-blauen Vinyl bieten einerseits den typisch klassischen flotten Surf-Sound, können aber auch bei gedrosselten Tempo überzeugen und bei zwei Songs sind sogar Vocals zu hören. Neben dem hohen musikalischen Gehalt, liegt der auf 500 Exemplare limitierten Platte noch ein Bastelbogen für einen Vulkan bei, den man nach erfolgreichen Klebearbeit auf dem Label platzieren kann, wenn sich das Vinyl auf dem Dreher dreht. Nettes Gimmick, schöne Platte, wie coole Band – fetzt ein, macht gute Laune und darauf ein dreifaches Aloha, wie der Sommer kommen kann! (Marco Fiebag)
Format: LP |
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