Das Harmonium, gebettet in Drone, Folk und friedvolle Harmonien. Stell Dir grob die wundervolle „Mystery Seas“ von Martin Bates (Eyeless in Gaza) vor, addiere etwas Anna von Hausswolff, Orchis, In Gowan Ring und Current 93. All dies mit einer eher verträumten, manchmal unterschwellig an psychedelischen Horror Movie Kram wie Midsommar oder Wicker Man angelehnt und Du kommst dem spirituellen Klang der Briten zumindest annähernd auf die Spur. Elegisch, friedlich und mit einer spirituell, psychedelischen Aura geflutet, bettet jeder Ton dieser Platte vortrefflich und lullt einfach nur ein. Beseelter, folkloristischer Chorgesang führt Dich wie von allein in eine entlegene Kirche im südenglischen Nirgendwo, in der Du Raum zum Innehalten findest. Die wehmütig, oftmals traditionellen Folk-Melodien werden wahlweise entrückt, brüchig, liebevoll vorgetragen, erzählen von tragischen Mythen, Erlebnissen zwischen Magie, Trauer und dem Puren und Schönen. ‚Revelry‘ ist Folklore pur und tanzt Feldein im Sonnenschein, ‚No More‘ und ‚May‘ schweben sanft und sakral dank des Harmonium, den sehnsüchtigen Akkorden. Im letzten Stück ‚Eulogy‘ kommt man mit toller Melodie und ausladenden Arrangements in die Nähe von Neo Folk-Größen wie Sol Invictus, gar Death In June – ein gar wundervoller Tune. Das heidnische, irgendwie creepy Cover könnte auch gut zu einer experimentell düsteren (Black)Metal Band passen. Monotonie, Trance, düstere Melodien gibt es hier ebenfalls und ich könnte mir gut vorstellen, das Freunde des dunklen Doom, gar spirituellen Black Metal hier musikalisch eine spannende Alternative zu sonst eher harten Gitarren erfahren. Atmosphärisch zwischen traditionell, düsterer Folklore, Ambient, Drone und psychedelischen Klängen passt das alles dicht zueinander und weiß über die knapp 40 Minuten Traumähnlich zu hypnotisieren. (Rajko Bärs)
Format: LP |
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