Der Ami geht mit „The Nihilist“ nach einigen eher experimentellen Dark Wave Releases tief in die gute Zeit des 80s-Wave/Goth Rock/Post Punk zurück, huldigt seinen Helden wie Sisters of Percy, The Mission, Joy Division und den guten amerikanischen Death Rock. Hab ich so nicht erwartet und weiß dies um so mehr zu schätzen. Galas findet zwischen neu und alt die Balance, lässt aktuelle Bands wie Hapax, Sonic Jesus, White Lies in den ansonsten liebevoll anachronistischen Sound mit hineinfliessen. „The Nihilist“ kommt durchgehend auf den Punkt, bewirbt sich mit vielen tristen, grauen, oft treibenden Post Punk Tracks und weiß vor allem mit der Neo Folk Ballade ‚Cloud Of Despair‘ und dem wunderschönen, an Joy Division gemahnenden ‚One Last Moment‘ Höhepunkte zu schmieden. Im Titelsong gibt’s diese schleifend, schaurigen Mephisto Walz-Gitarren, über denen der sonore, dunkel stoische Gesang von David phrasiert. Diese Volltreffer sind die Sahnehäubchen auf ein in sich schon perfekt harmonisierendes Album, welches an so einem grauen Wintertag wie heute nicht passender durch die Boxen fluten könnte. Das David seinerzeit mit der „The Burning Circle..and then Dust“ musikalischer Unterstützer von Mike Van Portfleet und seinen ewig großen Lycia wurde, sei nur eine Randbemerkung, ist aber gerade dieses Album ein Jahrhundertwerk in Sachen Dark/Cold Wave aus meiner bescheiden-persönlichen Sicht und vermutlich unter meinen Top 3 der meist gehörten Alben ever. Stelle dir also vor: Lycia, Rome, Sisters of Mercy und Joy Division finden zusammen, schreiben gute Songs, die zwar nicht zu übergroßen Szene-Hits oder Jahrhundert-Songs mutieren, dann kannst Du dich über eine wundervolle Stunde düsterer Goth/Wave-Songs freuen.
(Rajko Bärs)
Format: CD |
Stichworte: |





