THE MARY ONETTES – Sworn (CD / LP)

Endlich sind eine meiner absoluten Lieblinge aus Schweden mal wieder mit einem neuen Studio-Longplayer am Start. Man startet mit ‚WDWHL‘ und treibt mich mit diesem Song gleich in den siebenten Himmel, nur wieso macht man aus diesem romantisch schmachtendem Etwas nur eine 2.30 Nummer? Ich begreife es nicht, weil so wunderschön! ‚Hurricane Heart‘ ist lieblicher Shoegaze Pop, ebenfalls weiß ‚Without This Body‘ an den letzten Longplayer anschließen, wissen 80’s Melancholie, Pop und dieser immer bittersüss leidende Habitus durch meinen Blutkreislauf zu schießen und mich lahmzulegen – wunderbar das Ganze. Balladen, oh ja die können die Schweden und ‚Honest Moon‘ klingt nach Herzschmerz, Sehnsucht und wie immer unerfüllter Liebe! Darin sind die Mary Onettes aber mal richtig Weltklasse, und sie werden Dir so richtig den fiesen kleinen Sehnsuchtsmoment erschaffen, in dem Du baden und leiden kannst. Nordisch melancholisch, schwer in Hall getauchte Vocals, viel Pop, quengelige Wave Gitarren und umhüllende Synths aus den Tiefen der 80’s – was will das romantische Herz mehr?  ‚Slide‘ träumt unverhohlen mit viel Pop in der Melodie, man marschiert Gedankenverloren durch den Tag, spielt mit dem Selbstmitleid hier und da und lässt den bittersüßen Tune nie aus dem Ohr, weil er einfach zu schön ist. Manch ein Titel sagt es eben bereits im Titel: ‚Tears To An Ocean‘..„Where nothing is forever“ bringt den sanften, sehnsüchtigen Habitus des Songs hervorragend auf den Punkt. Alles ist simpel gehalten, passt von einem zum nächsten Song perfekt ineinander. Eine perfekte Pop Platte mit Mitteln des Indie Pop, 80s Wave Pop und Shoegaze-Nebel und liebevollen Melodien, die meistens hartnäckig an Dir hängen bleiben. Pathos und Pop machen ‚The Big Shake‘ groß und die akustischen Gitarren, die warmen Synths nebst Sehnsucht-Vocals werden Dich hoffentlich genauso verzaubern. Es wurde Zeit mit diesem 5.Album und Songs wie ‚Eyes Open‘ (feine Female Vocals inklusive), das wehmütige ‚Stop This Melody‘ oder der kongeniale Titelsong können nur die wundervollen Mary Onettes – diese Verbindung aus Indie-lastigen Pop und dieser shoegazenden Wave-Affinität, diesem feinen Weltschmerz liebe ich an den Schweden seit vielen Jahren. „Hit The Waves“ war ein tolles Album, diese neue Rille hier hat zwar nicht den Übersong, ist aber im gesamten schlüssiger und es schmachtet sooo unendlich bittersüß. Mehrstimmige Harmonien (gern mit weiblichen Backings), ein warmer, sanft wippender Groove zeichnet die Schweden aus und macht aus „Sworn“ einen kleinen persönlichen Höhepunkt zum ausklingenden Jahr 2025.

(R:Bärs)

Format: CD / LP
 

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