MARK E MOON – Pop Noir (CD)

Na was für ein passender Album-Titel! Die Iren von der Isle of Man haben hier ein wundervolles Stück Musik abgeliefert, was in der Schnittstelle aus Pop, Post Punk, Cold Wave, 80s und Synth Pop mit ganz viel Melodie, Sehnsucht und Leidenschaft keine großen Fehler macht und Genre Freunde und Nachtschwärmer eigentlich vor Verzückung im Endorphin-Rausch zurücklassen sollte. ‚A Kiss Before Dying‘ ist so ein perfekter Opener, bei dem es nichts hinzuzufügen gibt – eine Hymne für die Tanzfläche, strahlend und melancholisch. Im Titelsong schwebt man ähnlich wie Hurts mit ‚Wonderful Life‘ über die gruftige Tanzfläche – der New Order-Basslauf ist inklusive. Die Band ist nah am schönen wertigen 80s Pop, sucht ständig den großen hymnischen Moment. Absolut sympathisch, ständig im tanzbaren Modus, perlen wahlweise schöne Wave-Gitarren wie in ‚The Return‘. Der Gesang ist eh ne Wonne und „Pop Noir“ ist durchdrungen von Positivität und Optimismus, verpackt in melancholisch tanzbaren Songs. Man muss grundsätzlich mit dem gewissen Mehr an Elektronik und Synths klarkommen, spielt die Band zum Glück immer wieder mal mit der Energie des Post Punk (‚The Cracke‘).  Die pathetische Synth-Hymne ‚Children‘ feiert mit dicken Flächen und treibenden Beats den Moment, hat einige Crossover/Elektronik Rock Einflüsse am Start. ‚From The Inside‘ stampft majestätisch und opulent mit dicken Synth-Lines und lasziven Vocals, ‚Fading‘ ist richtig schön wavig tanzbar für alle Fledermäuse da draußen. Mit ‚Naked‘ und tollen Wave Gitarren-Akkorden driften Mark E Moon aus dem Album raus, großer Song der eigentlich ins Radio gehört. Ein sehr synthetisches Wave Pop Album, welches mit fast durchgehend starken Melodien die 80s Tanzfläche bemüht und für die Alt-Gruftis ein Fest sein sollte.  (R.Bärs)

Format: CD
 

Stichworte:
, , , , ,