THE DIVISION MEN – Hymns And Fiery Dances (Digital)

Wow, was hier an musikalischer Gäste-Liste in die Beteiligung an diesen knapp 34 Minuten involviert wurde! Musiker u.a von Bands wie The Afghan Whigs, Calexico, CocoRosie oder dem Black Rebel Motorcycle Club dürften dabei unterstützen, diesen doch sehr unterhaltsamen Mix aus Indie Folk, Americana, Goth und Dream Pop ins rechte Licht zu rücken. „Hymns And Fiery Dances“ klingt nach Wüste, Sonnenuntergängen und dem Abschied der großen Liebe. Wer vor einigen Jahren das wundervolle Dream Pop-Projekt ON DEAD WAVES so wie ich mit seinen bittersüßen Late-Night Pop gefeiert hat, bekommt eine ungefähre Vorstellung, womit er es beim Sundown Pop des Projektes aus El Paso musikalisch zu tun bekommt. Ein bisschen filmische Extravaganz schwingt mit, der Desert Pop, die schmachtenden Melodien haben was von den speziellen Momenten einer Band wie Calexico, nur Nuancen melancholischer und mehr Late Night. Songs wie das treibende Folk-Stück ‚The Night Calls‘ haben eine provozierende Lässigkeit, ordentlich Twang und Charme und kommen in knapp 3 Minuten voll auf den Punkt. ‚The Undertow‘ oder das dunkle ‚Dead Moon‘ sind bittersüß, opulent inszeniert – wie generell das komplette Album mit Details und Charme nur so um sich schmeißt. Flamenco-Akkorde, tanzbare Mariachi-Elemente und immer wieder etwas Goth-affine Tragik sind keine Seltenheit in den angemollten Akkorden. Der abschliessende Schlenker, die richtig schön im Mazzy Star-Stil verwehte Ballade ‚Leonora‘ sollte man einfach nur über 6 Minuten genießen – Road Movie Atmosphäre pur. Am Ende ist diese orchestrale Platte „Pop“ durch und durch, kommt mit dem besten aus Morricone, Desert-Dream Pop und wehmütig schmachtenden Film-Momenten voll auf den Punkt.

(R.Bärs)

Format: Digital
 

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