STEINEBACH – ZEIT (CDR)

steinebach_zeitMetallisch schimmernde, gefilterte Oszillation; Flächen wie aus dem Klangarchiv einer ausgedehnten Fabrikanlage. Materialzerteilung? Dabei immer wie aus der Ferne gehört, außerhalb der Hallen, durch den Abstand verrundet und abstrahiert, die in der Nähe zu schmerzhaften Grate entfernt. Geräuschambient; fast auf voller Länge ohne jeden tonalen Bezug; Musik aus nichtmusikalischen Bestandteilen. Und dann doch plötzlich wie unterwandert von einem Anschein harmonischer Bewegung: Momente, die den unaufhörlichen Fluss der Geräuschflächen unterbrechen, eine Zugänglichkeit zulassend, die allein übertroffen werden kann, wenn urplötzlich eine Art von Aufnahme einer korrodierten Lautsprecherdurchsage die Flächen überlagert. Immer wieder eine Botschaft verkündend, deren wahre Bedeutung im Verborgenen bleiben muss / soll / darf.

(N)