ABSOLUTE BODY CONTROL – Forbidden Games (CD)

srb027_abc_forbidden_games_600Wenn man von dem Album „Shattered Illusions“ aus dem Jahre 2010 mal absieht, haben ABSOLUTE BODY CONTROL seit ihren Tapes in den 80ern nur Stückwerk, Remakes und Compilations veröffentlicht. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn die alten Minimal Electro Pop-Songs von Dirk Ivens und Eric Van Wonterghem sind auch im neuen Gewand oder Remix unzerstörbar groovig bzw. immer wieder gut. Außerdem hatten und haben beide sonst mit THE KLINIK, INSEKT, DIVE, BLOK 57, SONAR und MONOLITH über die Jahre genug zu tun. Jetzt also wieder mal eine neue Werkschau mit ABSOLUTE BODY CONTROL, welche Sampler-Beiträge, Remixe, Cover-Versionen und rare Live- bzw. Single-Tracks bündelt. Die insgesamt 14 Tracks auf „Forbidden Games“ decken dabei die Spanne zwischen Old School-Minimal Synth Pop und stampfend Electro-Dancefloor gewohnt breitbeinig ab und als netter Nebeneffekt funktioniert die CD auch problemlos als eigenständiges Album. Neben den drei fluffigen Neueinspielungen von „Waving Hands“, „A Broken Dreams“ und „The Man I Wanna Be“, fallen insbesondere die Cover von „Heatbeat“ (SUICIDE), „Blue Monday“ (NEW ORDER) und „Warm Leatherette“ (THE NORMAL) auf, wie die neuen Remixe von „Surrender No Resistance“ (MASSEN DEFEKT) und „Into The Light“ (ATTACKE) ordentlich Alarm schlagen. Hier zuckt unweigerlich das Tanzbein und dazu braucht es überhaupt kein Stroboskop-Gewitter oder Trockeneisnebel! Eine rundherum sinnvolle wie gelungene Zusammenstellung, welche alle ABSOLUTE BODY CONTROL-Fans zufrieden stellen dürfte. Witzigerweise scheint sich das dynamische Duo selbst über die Jahre inzwischen auch optisch an ihre großen Helden bzw. Vorbilder Martin Rev und Alan Vega von SUICIDE anzunähern, wie die Fotos im mehrfach ausklappbaren Digipack von „Forbidden Games“ beweisen. Eine auf 500 Exemplare limitierte Vinyl-Picture-Disc von „Forbidden Games“ ist übrigens bei Turntable Sounds in Belgien mit einer deutlich reduzierten Trackliste zum Record Store Day 2016 erschienen. (Marco Fiebag)