FJERNLYS – Four (One Unearthly Room) (2CD)

coverDas neue Album „Four“ von FJERNLYS ist gleichzeitig die vierte Veröffentlichung des Projektes (oder besser gesagt: der Band), welches aus Knut Enderlein (INADE), seiner Frau CKS und Johannes Riedel (CIRCULAR) besteht. Die 8 neuen Songs sind auch diesmal wieder eine homogene Mischung aus atmosphärischen elektronischen und akustischen Sounds bzw. Melancholie pur, welche nur so vor hin getupfter wie schleppender Shoegazer-Affinität strotzt. Gleich der instrumentale Einstieg in das Album namens „Unearthly & Floating“ hat es mir mit seinen kreiselnden Sounds angetan, dessen schwebend-traurige Melodiehookline mich übrigens fatal an BEEFCAKE’s „Phenylethylamin“ erinnert. Neben den Tracks mit der distanziert-bestimmten Stimme von CKS, gefällt insbesondere auch der kehlige Gesang von Knut bei „The Rays“, so dass man sich unbedingt mehr davon wünscht. Dafür gibt es aber bei „The Fervid Flood“ Gastgesang von Perter Bjärgö (SOPHIA, ARCANA) und mit „The Adventurous Heart“ eine Ernst Jünger-Huldigung. Mit knapp 50 Minuten Spielzeit ist „Four“ eine runde wie gelungene Angelegenheit geworden, welche nahtlos an seine Vorgänger anschließt und sich hervorragend zum Innehalten bzw. sich fallen lassen eignet. Obwohl noch im Jahre 2015 erschienen, wird diese CD auch die nächsten Jahre sicher noch lange nachhallen! Flankiert wird das Album (wie ebenfalls schon beim Debüt „Ascending Triads & Luminous Arcs“) durch eine Remix-CD, auf der sich „die üblichen Verdächtigen“ des neuen Materials von FJERNLYS annehmen. Im einzelnen sind das KAMMERHEIT, HERBST9, Peter Bjärgö und S.E.T.I., wobei letzterer gleich zwei Remixe beisteuern darf. Ohne die anderen allesamt gelungenen Interpretationen abzuwerten, ist mein persönlicher Favorit der HERBST9-Remix des „Ernst Jünger-Tracks“, der in meinen Ohren wahrlich bedrohlich und gefährlich tönt! Neben der Standard-Ausgabe des Albums im Digifile, gibt (oder besser gesagt gab) es noch eine limitierte Box-Edition mit zusätzlichen T-Shirt, welche auf 100 Exemplare begrenzt war. (Marco Fiebag)