EMERGE – Frown (CD)

EEmerge_Frownine weitere der wie schattenhaft abgründigen Werke von Emerge: musikgewordene Verschiebung untermeerischer Kontinentalplatten; dort, wo kein Licht mehr hinfällt und die Ohren dadurch um so konzentrierter arbeiten können/ müssen. „Frown“ durchzieht auf voller Länge der eigentlich nur auf den ersten Blick paradoxe Eindruck, sich gleichzeitig in unendlich großen Kavernen zu befinden als auch unter Wasser; die Ohren bis zum Trommelfell gefüllt und so in der Lage, nun die gänzlich andere Schallausbreitung unter Wasser erleben und Dinge hören zu können, die sich ansonsten, bei Ausbreitung an der Luft als das gewohntere Medium, weit außerhalb der Hörweite befinden würden. Und die so sogar neue Summen und Überlagerungen bilden können; ein Hörkosmos bis auf molekulare Ebene, fremd und rau, ohne Harmonie und Melodie, eher der Gesang der Teilchen. Auf der sehr langen Reise bis zu den Ohren wie zerrieben im Nachhall, in einer Weise, die jede Unterscheidung zwischen den Ausgangssignalen und ihrer x-fachen Spiegelung und Reflexion unmöglich macht. Musik an der Grenze zur Nicht-Musik, Noise ohne dessen oft vordergründige Aggressivität; nochmal: Gesang der Teilchen… in deren ganz eigener Harmonie…

(N)