DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND – Today I Want To Catch Clouds (LP/CD)

dbh_cloudsDa ich ja beim letzten Review erwähnt hatte, in Sachen DER BLUTHARSCH schon lange raus zu sein und die Verwandlung zur THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND gar nicht mehr mitgemacht zu haben, war Albin Julius jetzt so nett, mir Nachhilfe zu gewähren. Zu diesem Zwecke übersandte er mir die Zusammenstellung „Today I Want To Catch Clouds“, welche (ebenso wie schon die Compilation „Everything Is Alright“) Single-Tracks, Kollaborationen und Remixe von DER BLUTHARSCH bündelt. Das Ganze umreißt dann sehr gut den Übergang des vormaligen Ein Mann-Projektes von der sogenannten Kinky March Music (besser bekannt auch als Military Pop) hin zum psychedelischen Stoner Rock im richtigen Band-Format. So finden sich hier die zwei längst vergriffenen Songs von den Split-Vinyl-Singles mit WHITE HILLS und OUR SURVIVAL DEPENDS ON US, der von Big Blue Records verschmähte BLUTHARSCH-Remix des PHALLUS DEI-Songs „Will You Come Now“ mit John Walker von den legendären THE WALKER BROTHERS und ebenfalls Remixe für WHITE HILLS und CHANGES wieder. Des weiteren der lange Track aus der Zusammenarbeit mit REUTOFF von der „Kreuzung 3“-CD, eine brandneue Kollaboration mit SKULLFLOWER, zwei bisher unveröffentlichten Songs und eine Instrumental-Version von „Birds Of Prey“ . Das hier versammelte Material offenbart so eine relativ große Bandbreite, wobei die Handschrift von DER BLUTHARSCH immer deutlich hörbar ist. Natürlich können solche Zusammenstellungen aus mehreren Jahren nur in den seltensten Fällen homogen klingen und so richtet sich „Today I Want To Catch Clouds“ daher vorrangig eher an Komplettisten und Neu- oder Wiedereinsteiger. Da ich ja zu letzteren Spezies zähle, fixen mich die insgesamt 10 drogenschwanger-rockig-wabernden Tracks schon mächtig an und ich habe wirklich einiges nachzuholen. Deshalb ist dieser Überblick für mich perfekt, den es wahlweise im blauen und schwarzen Vinyl als fette 180g-Pressung oder als Digipack im CD-Format gibt. (Marco Fiebag)