SIEBEN – Each Divine Spark (LP)

Und wieder erscheint ein neues (Meister-) Werk vom umtriebigen MATT HOWDEN – das den Arbeitstitel „Each Divine Spark“ trägt und mit zwölf Tracks sehr gut bestückt ist! MATT HOWDEN, der aus Sheffield stammt, auch als Musikproduzent, Hochschullehrer und Gastmusiker in diversen Band agiert hat, beschert uns seine elfte SIEBEN Veröffentlichung und dem Fan und Konsumenten müsste alleine schon das Cover der neuen Platte des englischen Künstlers ins Auge stechen – eine Flamme mit schwarzem Hintergrund die sich aus einem Blitz generiert – hier präsentiert uns MATT HOWDEN anscheinend seine sinnbildliche Umsetzung seines neuesten musikalischen Outputs.

Waren die ersten Alben noch mit z. B. SALLY DOHERTY eingespielt, hat sich das Projekt SIEBEN immer mehr zum alleinigen Projekt des MATT HOWDEN entwickelt, der sich für Kompositionen, Gesang und einen Großteil der Instrumentierung verantwortlich zeigt. Auch Kooperationen mit Künstlern wie SPIRITUAL FRONT, THE WALKABOUTS oder FAITH AND THE MUSE, L`AME IMMORTELLE haben schon stattgefunden. Die Klänge von SIEBEN entwickeln eine Mischung aus Neofolk, Dark Wave und Alternativ – Indiepop und viele Live Konzerte des Protagonisten fanden bisher zu gewissen thematischen Ausrichtungen beim WGT Treffen in Leipzig statt, das Hauptinstrument stellt immer noch die Geige da, stilistisch setzt MATT HOWDEN klassisch, populäre und auch folkloristische Elemente in seiner Soundausrichtung mit ein, alles mit leicht melancholischer Grundstimmung unterfüttert. Der erste Track seines neuesten Fulltime Albums “Born from the Ashes“ kommt sehr gefällig und getragen daher, hier wird eine Intensität durch seine bekannten Geigenklänge – diesmal übrigens gezupft – erzeugt, die einem fast den Atem nimmt.

Und überhaupt, Violinist MATT HOWDEN schafft es wieder einmal den Hörer abzuholen und mitzunehmen, auf eine dunkle, atmosphärische Reise mit spannenden Melodiebögen und grenzenloser Schönheit auf der einen, aber wie z.B. beim Track “Jigsaw Chainsaw“ ein mit dynamischer Rhythmik und im Midtempo angesiedelten Song zu produzieren und performen! Das Markenzeichen – die Violine – wird übrigens in so manchen Titeln permanent geloopt dargestellt, so das man durchaus von musikalischen Schleifen sprechen kann, diese wiederum werden in den Tracks als eine Art Soundgrundlage eingesetzt, auf der MATT dann nochmals Violinenklänge einstreut, der Mann ist ein wahres Phänomen und begleitet sich ja nun einmal als One Men Projekt fast immer selbst. Beim Titel “A Firebug Nature“ dann wird wieder in ruhigen Fahrwassern gefischt, will sagen, hier operiert der Meister eher im atmosphärischen, ruhigen Bereichen und auch in dem Metier ist er zuhause, wunderschöne elegische Klänge erfüllen den Raum.

Wieder ist MATT HOWDEN also ein abwechslungsreiches, kreatives Album gelungen, von mystisch bis rockig ist wieder einmal alles dabei und wer auf faszinierenden Violinensound steht, für den ist “Each Divine Spark“ ein absolutes Muss, aber natürlich sollten sich auch alle anderen Musikfans von MATT HOWDEN und seinem Klangkosmos geistern lassen.

(S.Ericksen)