SKY BURIAL – There I Saw The Grey Wolf Gaping (CD)

Monumentale neue CD unter Beteiligung von Danny Hyde, Jarboe, Anni Hogan, Jóhann Eiríksson, Bridget Wishart, Troum, Xiphoid Dementia und dem Dudelsackspieler Craig McFarlane. Mit „Incantare“ (Gäste Jarboe und Troum) zieht gleich zu Beginn ein windartiger Drone auf, in dessen Inneren ein Chor gefangen ist; ab und an durch ein Piano gekitzelt, düster ohne vordergründiges Bemühen, gegen Ende mit einem perkussiven Twist, der klingt, als ob mit dünnen Zweigen gegen Fensterscheiben gehauen würde. „Shedding The Husk“ führt diese Stimmung weiter, zunächst als dunkles Streicherthema, dann als gleichzeitig geräuschhafter und melodischer Drone, schließlich in seine Fragmente zerfallend, durch einen ebensolchen Rhythmus aufgefangen; das kürzere „Carne[val]“ bricht dann diese bisherige Soundästhetik mit einem etwas unentschlossen hin und her wandernden Elektronikmotiv plus eingebetteten Stimmsamples. „Silent Moves“ holt „There I Saw The Grey Wolf Gaping“ wieder zurück in die graue Landschaft des Auftakts; auch dieses Stück mit einer mehrteiligen Struktur, die aus einem hoffnungsvollen Auftakt in dieses tiefe Grau fällt und erst spät über ein fast versöhnliches Piano wieder an Licht gewinnt. „Beyond The Veldt“ schließt zunächst ansatzlos an, um sich dann mittels (weiblichen) Gesangs und langsamer Rhythmik in eine Art Dark-Song zu wandeln. „Fools Circel 9wys“ hat dann wieder eine ähnliche Funktion (? / zumindest erscheint es so) wie „Carne[val]“ zuvor; der mutierte Slap-Bass, die ebensolche Maultrommel; die Art der Umsetzung geht hier sehr, sehr eigene Wege während „Bone To Beak (The Vultures Speak)“ wieder ganz auf einer Linie mit dem dronig atmosphärischen Stücken des Auftakts liegt. Und so auch das abschließende Titelstück (mit Fieldrecordings dieses grauen Wolfs?), auch wenn auch dieses Stück nicht davor gefeit ist, nach den ersten Minuten überraschenderweise von einem Dudelsack übernommen zu werden. Kommt im schicken Pappcover aus rauer Pappe mit Siebdruck; die ersten 50 Stück. mit einer ergänzenden 3“ CD-r mit dem Bonus „Equine Nox“.

(N)