THOROFON – New Heroes Essentials (CD)

Als im Jahre 2005 das Doppel-Album „New Heroes“ von THOROFON bei UMB im Vinyl-Format erschien, sollte dies eigentlich das Ende des selbsternannten Terror Pop-Projektes sein, da man das Konzept der Band von Anfang an auf eine Album-Trilogie ausgelegt hatte. Zwar waren THOROFON durch Live-Auftritte immer präsent und konnten auch ein paar Industrial-Clubhits verbuchen, einen Kultstatus konnte man damit allerdings irgendwie nie so richtig erlangen. Woran das nun lag, mag verschiedene Gründe haben, auf jeden Fall werden seit Jahren die eigentlich limitierten Veröffentlichungen von THOROFON meist zu kleinen Preisen deutlich unter dem eigentlichen Kaufpreis verschleudert. Dies bekam auch das Label Klanggalerie zu spüren, welches sich um die Wiederveröffentlichung der Album-Trilogie im CD-Format kümmert. Waren doch die Neuauflagen von „Maximum Punishment Solution“ und „Final Movement“ noch auf 500 Exemplare ausgerichtet, musste jetzt die Auflagenzahl bei „New Heroes“ um 200 Stück nach unten reduziert werden. Auch wurden die ursprünglichen 19 Tracks des Doppel-Albums für die CD auf 13 Titel eingedampft, was zum einen der Gesamtspielzeit des Tonträgers geschuldet ist, aber ebenfalls eine nachträgliche Korrektur des etwas unstimmigen Flusses des damaligen Albums darstellt. Jetzt klingt das Ganze nämlich schlüssiger wie kompakter und die Wucht der Hits „Spermicide“ bzw. „Gigamesh“ verpufft so nicht mehr im weiteren Verlauf. Die Essenz von „New Heroes“ stellt somit eine gelungene Verbindung zwischen Power Electronics und Minimal Electro Punk dar – ähnlich einer Mischung aus SPK, frühen CABARET VOLTAIRE und HAUS ARAFNA. Als Bonus gibt es am Ende der CD noch die zwei Tracks der „Abschieds“-Single, welche im Original auf der zweiten Seite das Nachfolge-Projekt THE MUSICK WRECKERS vorstellte, welches aber floppte und THOROFON vor rund zwei Jahren wieder auf der Bildfläche erschienen. Das aktuelles Album „Exkarnation“ auf Ant-Zen führt übrigens den auf „New Heroes“ eingeschlagenen Weg konsequent fort. (Marco Fiebag)