STORMFÅGEL – Dödsvals (CD)

Nach zwei CDs für Cold Meat Industry legt das schwedische Military Pop-Projekt STORMFÅGEL um Andreas Neidhardt jetzt mit „Dödsvals“ sein zweites Album auf Steinklang vor und dürfte damit viele Freunde des martialischen Genres glücklich machen. STORMFÅGEL zelebrieren darauf nämlich absolut gelungen den Sound der ehemaligen Pioniere dieser Richtung und selbst mir läuft zum Beispiel ein wohliger Schauer über den Rücken, wenn bei „Reach For The Sun“ den alten BLOOD AXIS gehuldigt wird… inklusive der künstlich klingenden Snare Drum aus dem Computer. Auch das 7 Minuten lange „Sinngedichte“ mit seiner Kriegsfilm-Sample-Rede von Christian Berkel über Soldatentum und Heldentod weiß mitzureißen und regt beim genaueren Hinhören zum Nachdenken an bzw. müsste eigentlich den üblichen linken Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Elegisch, heroisch und atmosphärisch geht es mit Pauken, Streichern und Klavier über die knappe Stunde auf „Dödsvals“ weiter und klangvolle Namen wie THE MOON LAY HIDDEN BENETH A CLOUD, DER BLUTHARSCH, ACTUS und ROME ziehen im Geiste vorbei, nicht ohne jedoch die eigene STORMFÅGEL-Note zu vernachlässigen. Diese kommt insbesondere durch den ungarischen Gesang (weiblich wie männlich), die Schifferklavier-Parts und der schwermütig-melancholischen Kirmes-Stimmung bei einigen Titeln zum tragen. Ein weiterer Höhepunkt ist der groovig-schleppende „Halesong“ mit rollenden Bass, welcher dem Werbe-Attribut Suicide Pop des Labels mehr als gerecht wird. „Dödsvals“ ist mit seinen 11 Tracks meiner Meinung nach mit eine der besten Veröffentlichungen aus dem Bereich des Martial Industrial & Military Pop in diesem Jahr und auf 500 Stück limitiert! Eine Schelte gibt es allerdings für das etwas verunglückte Digipack, denn dunkelgrüne Schrift auf matten schwarzen Grund ist einfach sehr schlecht zu lesen! PS: Ein exklusiver Track von STORMFÅGEL ist übrigens auch auf der aktuellen „Fatherland“-Compilation von Steinklang zu finden. (Marco Fiebag)