SONAR – Cut Us Up (CD)

Sind schon wieder 6 Jahre seit dem letzten SONAR-Album vergangen? Scheinbar ja, aber durch die Überpräsenz eines Dirk Ivens (DIVE) kommt einen das wirklich nicht so lange vor. 1996 startete er das Industrial-Projekt SONAR ja noch zusammen mit Patrick Stevens von HYPNOSKULL, um diesen schließlich im Jahre 2000 durch seinen alten Kollegen Eric Van Wonterghem (MONOLITH) auszutauschen, mit dem er zusammen ja schon ABSOLUTE BODY CONTROL und jetzt wohl auch wieder KLINIK betreibt. Bei SONAR steht seit eh und je der instrumentale Rhythmic Industrial im Fokus und das hat sich jetzt auch nicht beim 6. Album geändert. Schon das Cover sieht schwer nach Arbeitsunfall aus und auf 39 Minuten wird dann ohne Gnade gebolzt, was die Maschinen an Verzerrung wie Krach hergeben. Bei zwei Tracks gibt es sogar durch Samples angetäuschte Vocals und mit „Touch The Mirror“ ist ein potentieller neuer Clubhit mit an Bord. Der Opener „Intruder“ kommt dagegen ohne Rhythmus aus und ist fast schon Power Noise, wohingegen der letzte Track „Atomized“ mehr ambienter tönt bzw. schön verstrahlt knistert – Fukushima lässt grüßen. SONAR-Fans können hier unbedenklich zugreifen und allen anderen ist freigestellt, ob sie eine weitere brutale Rhythm Noise-CD im Regal brauchen… die schlechteste Wahl wäre „Cut Us Up“ dafür allerdings nicht! (Marco Fiebag)