EMPUSAE – Symbiosis (CD)

Noch sehr angenehm liegt mir die dezent perlende und „tautropfende“ Ambient-Kollaboration „Organic.Aural.Ornaments“ des Belgiers EMPUSAE mit dem Japaner SHINKIRO auf gleichem Label vom letzten Jahr im Ohr, da steht schon wieder Nachschub ins Haus. Allerdings wandelt „Symbiosis“ musikalisch auf etwas anderen Pfaden, wenn auch der Kollaborations-Gedanke bei EMPUSAE weiterhin deutlich im Vordergrund steht. So schart Nicolas Van Meirhaeghe, welcher ja darüber hinaus bei den Projekten THIS MORN‘ OMINA und TZOLK’IN involviert ist, diesmal gleich drei ehemalige schwedische Kult-Projekte des Cold Meat Industry-Labels um sich, die im einzelnen ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO, ARCANA und IN SLAUGHTER NATIVES sind. Alle drei Formationen drücken dabei den jeweiligen Track deutlich ihren Stempel auf, wenn auch im Hintergrund meist das Herz der EMPUSAE-Electronica pocht. Das nimmt dann dem sonst meist so martialischen wie neoklassischen Sound der Schweden etwas die harten Konturen und überzeugt letztendlich mit einem überraschend samtig weichen wie fließenden Ergebnis. Ruhiger und ritueller wird es mit dem 4. Track „La Riviere Noire“, wo der Flüstergesang durch eine gewisse NESISART beigesteuert wird, die übrigens auch noch für das „Höhlenmalerei“-Artwork von „Symbiosis“ verantwortlich war. Ebenfalls unbekannt für mich ist Nick Grey, welcher den Gesang bei „Seven Types Of Ambiguity“ übernimmt. Jener Song wird stark durch eine monotone Klavier-Melodie dominiert und steigert sich in seinem langen Verlauf immer mächtiger auf. Den Abschluss der rund 50 minütigen CD bildet ein schon klassisch zu nennender pulsierender Ambient-Song von EMPUSAE, der sanft groovig die gelungene „Symbiosis“ ausklingen lässt. Fans von EMPUSAE und auch der bekannten „Schwedenhappen“ dürften mit dieser „Symbiosis“ hier gleichfalls voll auf ihre Kosten kommen. (Marco Fiebag)