THE CURE – Classic Album Selection 1979 – 1984 (5CD-Box)

Natürlich wird es wieder Stimmen geben, die angesichts dieser Box vor Ausverkauf oder der Gewinnmaximierung durch die Plattenfirma warnen werden, aber ich denke mal, dass in diesem Fall die Fakten für sich sprechen. Bietet doch die sogenannte „Classic Album Selection“ von THE CURE insgesamt die ersten 5 Alben der Band ansprechend gebündelt und zu einem sehr günstigen Preis von deutlich unter 30 Euro an. Die einzelnen CDs befinden sich dabei in sogenannten Slipcases oder Digifiles und das Ganze wird noch von einem stabilen Schuber umhüllt. Das Audio-Material entspricht übrigens den hervorragend remasterten Versionen aus den 2000er Jahren, welche ja damals auch als Deluxe-Doppel-CDs erschienen sind. Die jeweiligen Slipcases enthalten auch Booklets, die gegenüber den gerade erwähnten Neuauflagen zwar etwas abgespeckt wurden, aber trotzdem noch umfangreicher wie informativer als die alten Original-Versionen sind. Musikalisch sind alle 5 Alben sowieso über jeden Verdacht erhaben und als absolute Klassiker des Genres zu bezeichnen, welche eigentlich jeder kennen sollte. Wer nicht, kann dies nun mit dieser Box schnell nachholen und den Werdegang von THE CURE kompakt verfolgen. Angefangen bei dem minimal-spröden Post Punk-Debüt „Three Imaginary Boys“ (1979), gefolgt von dem melancholischen „Seventeen Seconds“ (1980) und düster-grauen „Faith“ (1981), über das aggressiv-morbide Monument „Pornography“ (1982) und bis hin zum psychedelischen Ausbruch „The Top“ (1984) spannt die Box den musikalisch geschichtsträchtigen Bogen. Jedes Album verdient dabei das Attribut Klassiker absolut zu Recht, was man ja auch noch von den folgenden Werken dieser Band einschließlich bis 1992 behaupten kann. Die Box richtet sich natürlich nicht an die Fans, die eh schon jedes Album in den verschiedensten Ausgaben ihr eigen nennen, sondern an völlig Unbefleckte, die gerade erst durch aktuelle Künstler-Verweise auf THE CURE gestoßen sind. Eventuell werden jene dann angefixt und von THE CURE ist es ja nicht mehr so weit bis JOY DIVISION, BAUHAUS oder SIOUXSIE & THE BANSHEES. Vorbildliche Sache also und jeder Best Of vorzuziehen. (Marco Fiebag)