Auflistung für das Stichwort ‘WHITEHOUSE’

UN-KOMMUNITI – Black Dwarf Wreckordings 1983-1985

Donnerstag, 1. August 2013

Man lernt eben nie aus und obwohl mir das britische DIY-Industrial-Projekt UN-KOMMUNITI schon durch die hervorragende Brocken Flag-Retrospektive auf Vinyl On Demand ein Begriff war, erfahre ich erst anlässlich der jetzt vorliegenden Box, das hier die Wurzeln von STEREOLAB liegen. Bandkopf der 1990 gegründeten wie später recht bekannten Postrock-Band mit Sixties- und Easy Listening-Einflüssen ist nämlich Tim Gane, welcher in den 80ern ebenfalls dem UN-KOMMUNITI-Kollektiv vorstand und somit damals knietief im Industrial-Sumpf der Insel watete. (weiterlesen…)

SUTCLIFFE JUGEND – With Extreme Prejudice

Donnerstag, 29. März 2012

Das britische Duo SUTCLIFFE JUGEND gehört zusammen mit WHITEHOUSE, zu deren ersten Inkarnation SJ-Mitglied Kevin Tomkins zählte, zu den Taufpaten des PowerElectronics-Genres. Prägnanter: Laut, brutal, bisweilen unappetitlich und doch so faszinierend wie eine Mischung aus dreckigem Gonzo-Porno und einem Autounfall. Thematisch wildern Kevin Tomkins und Paul Tailor in tabuisierten Grenzbereichen oder den mittlerweile im subkulturellen Kontext angestaubten, in seiner damaligen Sprengkraft jedoch nicht zu unterschätzenden Bezug auf Serienmörder wie den Namenspatronen Peter Sutcliffe. (weiterlesen…)

SKULLFLOWER – Fucked On A Pile Of Corpses

Sonntag, 6. November 2011

Die 1987 gegründete Formation SKULLFLOWER gehört zwar zu den Veteranen der Noise- / Power Electronics-Szene, erreichte aber nie den Stellenwert vergleichbarer Projekte wie etwa WHITEHOUSE. Nun haben sie mit “Fucked On A Pile Of Corpses” einen neuen Longplayer vorgelegt, dessen Titel zwar eine Reise in nekrophil-transgressive Erlebnisräume verspricht, ohne dieses Versprechen musikalisch wirklich einlösen zu können. SKULLFLOWER präsentieren einen wohlorganisiert-lärmigen Klangteppich, der in den sieben zusammenhängenden Tracks des Albums nur unwesentlich variiert wird, wobei es sich mir allerdings nicht erschließt, welcher Zusammenhang zwischen Musik und Titeln wie “Hanged Man’s Seed“, “Defiling Their Temples With Bestial Lust“, “Tantrik Ass Rape“ oder “Sleipnir“ besteht. Aber vielleicht musste man erst Sex auf einem Leichenberg haben, um es zu begreifen. Auch sind sämtliche Titel rein instrumental, so dass einem nicht einmal die Freude an thematisch passenden Texten vergönnt ist. Kurzum: “Fucked On A Pile Of Corpses“ mögen manche als Hintergrundmusik für tantrisch-satanische Aktivitäten in der Ritualkammer nutzen, anderen mag es dazu dienen, die lästige Geräuschkulisse der Außenwelt zu übertönen. Wer allerdings noisiges Neuland betreten will, kann um diesen Tonträger getrost einen Bogen machen.

(M. Boss)

NoisePoesien- zeitkratzer und Keiji Haino in der Jahrhunderthalle Bochum

Freitag, 9. September 2011

Im Mai 1968, auf dem Höhepunkt einer persönlichen Krise, schrieb Karlheinz Stockhausen den Zyklus Aus den sieben Tagen. Statt einer konventionellen Partitur verfasste Stockhausen Handlungsanweisungen wie „Spiele einen Ton / Spiele ihn so lange / bist du spürst / daß Du aufhören sollst // Spiele wieder einen Ton / Spiele ihn so lange bist Du spürst daß Du aufhören sollst // und so weiter …“. Mit dieser Form von Textkompositionen, die an vielen Stellen den Einfluss fernöstlicher Spiritualität erkennen lassen, eröffnete Stockhausen den Musikern ein weites Feld für Improvisationen und die Entfaltung ihrer Subjektivität. (weiterlesen…)

CUT HANDS – Afro Noise I

Dienstag, 14. Juni 2011

Spätestens als 1997 auf Susan Lawly „Extreme Music from Africa“ erschien, wurde klar, dass William Bennett sich für den dunklen Kontinent interessierte, ein Interesse, das sich allerdings erst 2003 auf dem WHITEHOUSE-Album „Bird Seed“ musikalisch manifestieren sollte (es sei denn, man folgt denen, die behaupten, die auf oben genannter Compilation vertretetenen Projekte wie ROROGWETA oder THE MBUTI SINGERS seien alles Pseudonyme von Bennett selbst gewesen, was beim erneuten Hören des Albums in unmittelbarer Nähe zu CUT HANDS nicht ganz so abwegig erscheint). (weiterlesen…)

ZEITKRATZER – Whitehouse (Electronics)

Sonntag, 21. November 2010

Das ZEITKRATZER-Ensemble ist ein klassisches Orchester unter der Leitung von Reinhold Friedl, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, moderne Klassik (John Cage, Alvin Lucier, James Tenney) und experimentelle Electronic (MERZBOW, Carsten Nikolai, Keiji Haino) neu zu vertonen bzw. interpretieren. Aktuell hat man sich nun an die Power Electronics-Pioniere WHITEHOUSE gewagt und in enger Zusammenarbeit mit deren Kopf William Bennett 6 Stücke ausgewählt, welche völlig frei von Elektronik auf akustischen Orchester-Instrumenten gespielt werden – quasi WHITEHOUSE Unplugged. (weiterlesen…)

KONSTUKTIVISTS – Black December

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Walter Robotka scheint ein sehr großer Fan der englischen KONSTRUKTIVISTS zu sein, wenn man sich vor Augen führt, dass er auf seinem Klanggalerie-Label (vorher Syntactic) schon insgesamt 16 Tonträger dieser Band veröffentlicht hat. (weiterlesen…)