Auflistung für das Stichwort ‘TEMPORARY RESIDENCE’

MY DISCO – Severe

Mittwoch, 23. Dezember 2015

my_disco_severeAlles Überflüssige weglassen, auf den Punkt kommen. Immer wieder benutzte Willensbekundungen, wenn es darum geht, etwas wirklich herauszuarbeiten; etwas eigenes. Dass aber selbst die Reduktion noch immer weiter getrieben werden kann und sich, statt des Erreichens des Nullpunkts, quasi wie nach einer Black-Hole Passage in die dahinter liegende Gegenwelt plötzlich etwas Neues auftun kann, beweisen My Disco mit ihrem Viertling „Severe“ reichlich eindrucksvoll. Schon vorher auf einer Art Mantra-Math-Rock Schiene, haben sie sich in Sachen Komposition noch weiter vom Abstrakt-Song-Format der Vorgänger in Richtung Hypnosetrack verabschiedet. (weiterlesen…)

INVENTIONS – Inventions

Sonntag, 15. Juni 2014

Wenn sich Musiker von so Hochkarätern aus der Electronica/Postrock-Ecke wie Matthew Cooper (Eluvium) und Mark T. Smith (Explosions in the Sky) für ein gemeinsames Projekt entschließen, liegt die Vermutung nah, was besonderes in genau dieser Schnittmenge zu erhalten. Dieser Erwartung werden beide mit ihrem gemeinsamen Baby Inventions vollauf gerecht, soviel vorweg. Entstanden ist die Idee, als Cooper für sein letztes sehr zu empfehlendes Doppel-Album „Nightmare Ending“ Smith zu einer Song-Kollaboration einlud. (weiterlesen…)

CONTRASTATE – A Breeding Ground For Flies, RLW – Fall Seliger Geister, Merzbow / Pándi / Gustafsson – Cuts, WILLIAM BASINSKI – Nocturnes, SALTLAND – I Thought It Was Us, But It Was All Of Us

Dienstag, 27. August 2013

CONTRASTATE – A Breeding Ground For Flies (CD; DIRTER/ CARGO)

Nach einer ungefähr 12-jährigen Pause das erste neue Album der englischen Contrastate; voller mysteriöser Schichtungen, durchdrungen, sogar geradezu getragen von Spoken-Word-Passagen und immer wieder: loopartig aufgebaute Soundschleifen zwischen Ambient und Fieldrecordings; unterbrochen von Breaks, die trotz aller Härte der Unterbrechung immer an der atmosphärisch „richtigen“ Stelle sitzen; die Stücke nicht zerlegen, sondern vielmehr auf neue Stufen heben… mit einer Eleganz in der Aneinanderreihung von Samples (um die politischen Aussagen der Tracks zu schärfen), die den legendären Negativland zur Ehre gereichen. Perfekt! (weiterlesen…)

MONO – For My Parents

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Um´s gleich vorweg zu nehmen: Die Musiker von MONO tragen für meinen Geschmack etwas zu dick auf. Wer bei der Band ein durchschnittliches Menü bestellt, bekommt mit „For My Parents“ fünf hochkalorische Gänge (á fünf Instrumentalstücke in Überlänge) serviert, und dann noch dick Sahne oben auf den Nachtisch. Vor allem die üppige orchestrale Klassik-Verzierung mit ihren Pathos heischenden, dramatischen Spannungsbögen liegt noch lange nach Genuss schwer im Magen – da kann auch das leichte, diffizile Gitarrenspiel nicht mehr als Absacker räumen. (weiterlesen…)

THE DRIFT – Blue Hour

Montag, 14. November 2011

THE DRIFT – noch nie was gehört von der Band. Wie kann das sein? Denn das ist wirklich schade; wenn alle Platten von dieser Truppe aus den experimentierfreudigeren Kreisen San Franciscos so phänomenal gut sind wie das jüngste Release „Blue Hour“, ist mir eine Menge entgangen. (weiterlesen…)