Auflistung für das Stichwort ‘SOUTHERN LORD’

Sunn o))) – Kannon

Dienstag, 29. Dezember 2015

sunn_o_kannonBarmherzigkeit, das ist laut der Linernotes die Bedeutung von „Kannon“ im ostasiatischen Kulturkreis. Interessanter Titel für eine neue Sunn o))), die sich, nach dem extrem vielschichtigen „Monoliths & Dimensions“ von 2009, ganz auf den unbarmherzig vorn stehenden Grind von Gitarre und Bass konzentriert. Zwar ist die Zahl der Mittäter wieder hoch, es klingt aber jederzeit so, als ob Stephen o‘ Malley und Greg Anderson sich für diese erste Sunn o))) LP nach 2009 (die in der Zwischenzeit erschienenen Alben mit Nurse With Wound, Ulver und Scott Walker, die Live und Rehearsal-Demos nicht gezählt) in allererster Linie auf ihr eigenes Zutun beschränkt hätten; mit der einzigen Ausnahme von Attila Csihar an zentraler Position als Sänger; wieder einmal. (weiterlesen…)

EARTH – Primitive and Deadly

Sonntag, 28. September 2014

earth coverMeister Carlson meldet sich zurück. Nun bereits zum achten Mal. Der Americana Doomer Carlson zeigt in seinen Arbeiten sein Verständnis von Veröffentlichung. In und mit den Alben lässt sich Zeit aufbewahren. Kleinen Kapseln gleich beinhalten seine Stücke nicht nur die Zeit des Einspielens, des Erspielens oder Aufnehmens. Dylan geht es um konkrete Zeit, denn er weiß, wie kostbar diese ist. Geliehen könnte man meinen oder eben gestundet. (weiterlesen…)

SUNN o))) & ULVER – Terrestrials

Mittwoch, 26. Februar 2014

Naheliegendes wird vermieden, statt dessen eine zähfließende Düsternis mit fast fragiler Aura: das Sunn o))) & Ulver Kollaborationsalbum „Terrestrials“ schickt die Hörer (nicht nur) mit dem Opener „Let There Be Light“ und seinen verlangsamten Mariachi-Trompeten fast ein bisschen in die Irre, lässt dieselben zumindest lange im Unklaren, welche Richtung das Stück wirklich einschlagen will… Als „ewiges“ Intro hinter verwaschenen Staubwolken der Wüste? Ein Akustik-Drone? (weiterlesen…)

STEPHEN O`MALLEY – Tempestarii + DISintegration

Dienstag, 24. Dezember 2013

Tape mit echten, 16 seitigen Booklett, sw, Meeresbrandung gegen Felsen. Und genau so fängt „Tempestarii + DISintegration“ auch an, als ein anbrandendes Rauschen, aus dem sich langsam ein dunkler Drone herausschält und irgendwann beginnt, sich ganz allmählich zu verschieben, seine inneren Harmonien zu wechseln, so wie auch das Meer immer wieder anders klingt, selbst wenn es schwerfallen würde, die Unterschiede zu beschreiben. „Tempestarii + DISintegration“ erinnert dabei viel mehr an ein Stück wie „Keep An Eye Out“ (2009 auf dem Label Table Of The Elements erschienen) als an das, was Stephen O‘ Malley mit Sunn o))) oder KTL macht: (weiterlesen…)

WOLVES IN THE THRONE ROOM – BBC Session 2011 Anno Domini

Dienstag, 19. November 2013

Die Zukunft um die stilprägenden WOLVES IN THE THRONE ROOM des modernen US-Black Metals bleibt weiter ungewiss. Nach wie vor kursieren Trennungsgerüchte um die naturverbundenen und als Einsiedler auf einer abgelegenen Kommune lebenden Brüder Nathan und Aaron Weaver. Eine endgültige Stellungnahme ist die Band ihren zahlreichen Anhängern aber noch schuldig. Fakt ist, keine andere extreme Metal-Band hat in den letzten Jahren mehr Staub in der Szene aufgewirbelt und nachfolgende Generationen so tief und spirituell beeinflusst, wie die atmosphärisch-meditative Musik des Trios. Mit dem Live-Dokument „Anno Domini“ gibt es Hoffnung auf ein Weiterbestehen der Päpste des Transzendentalen. (weiterlesen…)

PELICAN – Forever Becoming

Sonntag, 3. November 2013

Als PELICAN 2003 mit ihrem konzeptionellen Debüt „Australasia“ plötzlich im großen Postrock-Zirkus mitmischten, galten sie anfangs als schillernde Figuren eines sich stets um Innovation und Dramaturgie bemühenden Subgenres des instrumentalen Prog. Alle Zeichen standen noch auf „Yanqui U.X.O.“ GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR! schienen am Firmament. Noch heute. Damals aber kam diese junge, wütende Band aus Chicago mit ihren Metal-Gitarren, aggressiven Riff-Attacken und aufgedrehten Amps gerade richtig. Ganz ohne Sänger – sie wollten durch ihren Sound weder als Metal-, noch als Emo-Band wahrgenommen werden – spielte man sich quer durch den Untergrund und begeisterte gleichzeitig Postrockfans wie Metalheads. Credo: Genug Bibliothekenyoga, genug meditiert, es wurde Zeit mal wieder ordentlich abzurocken. (weiterlesen…)

A STORM OF LIGHT – Nations To Flames

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Jetzt aber mal den Rotwein beiseite legen, genug gekuschelt. Drei Jahre nach ihrem furiosen Überalbum „As The Valley Of Death Becomes Us, Our Silver Memories Fade“, hat sich die Welt noch immer kein Stück verbessert. Das hört man „Nations To Flames“ auch in jeder Note an. Ein überborderndes, böses und verdammt wütendes viertes Album schmettern uns die New Yorker A STORM OF LIGHT hier entgegen. Und wer seinen Sludge-Metal gerne griffiger und kompakter zusammen mit einem Molotov-Cocktail genießt, der wirft sich die Kapuze über, näht sich seinen vergilbten Anarchie-Patch aus EMP-Zeiten auf den Rucksack und gibt sich zur Abwechslung mal wieder kampfbereit. Apokalypse, wir kommen, es gibt einiges zu tun – und „Nations To Flames“ wird unser Soundtrack dafür. (weiterlesen…)

SUNN O))) / NURSE WITH WOUND – ØØ Void/ The Iron Soul Of Nothing

Dienstag, 3. April 2012

Vor die Aufgabe gestellt (und wenn auch nur theoretisch), stellt sich die Frage: Wie daraus neue Facetten kitzeln? „ØØ Void“ ist der 2000 veröffentlichte (und just wiederveröffentlichte) Monolith aus vier Stücken, die sozusagen die Kernaussage von SUNN O))) beherbergen: Distortion / Fuzz / Bassbögen. Immer wieder ausholend, immer wieder in die Tiefen zurückfallend. Wie ein abstraktes Meer zähflüssiger schwarzer Lava; innerhalb der vier Originale, analog zu diesem Bild, nur subtil variiert, eine Walze, die klare Zuneigung fordert oder eben auch Abscheu erntet. (weiterlesen…)

STEPHEN O`MALLEY/ ATSUO – Uroborus Circuit

Dienstag, 13. September 2011

„no instruments were used on this record“ – Inschrift auf dem Cover-Spine, der einzigen Informationsquelle auf dieser Veröffentlichung. Die Tonquellen (Mischpult-Feedbacks?) könnten aber hinsichtlich ihrer Ästhetik, zumindest in Teilen, durchaus von Gitarren stammen; feedbackende natürlich und, ganz ungewohnt, solche, die über kleine Verstärker gespielt werden. Soviel zum verbal geebneten Zugang. (weiterlesen…)