Auflistung für das Stichwort ‘REZIS’

YURA YURA – Rumu Namba

Mittwoch, 3. Mai 2017

YURA YURA? Noch nie gehört und das für Hands typisch stabile Papp-Cover der CD geizt mit Informationen ebenfalls gewohnt. Laut Discogs ist YURA YURA das Projekt des Franzosen Gregory Mousselle, welcher mit AGYA noch ein weiteres Standbein am laufen hat. 2013 erschien schon auf Hands das Debüt von YURA YURA namens „Be Sexual“ und drei Jahre später nun der Nachfolger „Rumu Namba“. Die insgesamt 15 Tracks, welche alle mit sehr kurzen wie prägnanten Titel bezeichnet wurden, sind dann Rhythm’n Tech Industrial in Reinkultur, wie er von Ant-Zen in den 90er Jahren populär gemacht wurde und für den genauso Hands seit inzwischen schon mehreren Jahrzehnten steht. (weiterlesen…)

THE AUTUMN SIGHS – Branches EP (CD)

Mittwoch, 3. Mai 2017

Wieder einmal erreichte mich ein Kleinod des klassischen Shoegazer Wavesounds a la Bands wie  SLOWDIVE, CHANDEEN, LUSH, RIDE, COCTEAU TWINS, THE SUNDAYS oder auch MY BLOODY VALENTINE ! Die Rede ist von der Siegener Band THE AUTUMN SIGHS, die sich im Jahre 2011 gegründet hatte. Maßgeblich beeinflußt vom Retro Indie Guitar Sound der späten 80er und frühen 90er Jahre vereint das Trio in seiner Musik einen verstörenden, teils noisigen „Guitar Wall of Sound “ mit bittersüßen Dream-Pop Melancholie Anleihen und schönen romantischen Flächensounds.Getragen und sphärisch, irgendwie bodenständig, aber auch fremd und gleichzeitig vertraut.

(weiterlesen…)

THE RORSCHACH GARDEN – Everything Must Burn

Dienstag, 25. April 2017

Wir schreiben das Jahr 2017 und mit diesem die Veröffentlichung des inzwischen schon 8. CD-Album (Tapes, CD-Rs etc. nicht mitgezählt) von THE RORSCHACH GARDEN, dem Synth-Pop-Projekt von Philipp Münch (Ex-ARS MORIENDI, SYNAPSCAPE), welches inzwischen sogar schon auf eine Best Of verweisen kann. Allen Abnutzungserscheinungen zum Trotz hat es bisher THE RORSCHACH GARDEN immer wieder irgendwie geschafft, mich letztendlich zu packen und sei es nur der blubbernde Rhythmus, die catchy Melodien, der freundlich-naiv wirkende Gesang oder einfach nur mit seinem lieblichen frühe DEPECHE MODE-Retro-Charme. Die gute Stunde bzw. die insgesamt 15 neuen Songs von „Everything Must Burn“ reihen sich dabei nahtlos in die bisherige Diskografie ein, jedoch gibt es diesmal bei genauerer Betrachtung schon einige Veränderungen zu bemerken. (weiterlesen…)

GOLDFRAPP – Silver Eye

Dienstag, 25. April 2017

Als im Jahre 2000 das britische Duo GOLDFRAPP wie aus dem Nichts mit ihrem Debüt „Felt Mountain“ auftauchte und ihr ätherischer Trip Hop Ambient-Sound mit „Twin Peaks“-Reverenz meine Sinne vernebelte, war es um mich geschehen. Zwei Jahre später konnte der Schock nicht größer sein, als der Nachfolger „Black Cherry“ ganz auf Disco setzte, wie ebenfalls das 2005 veröffentliche „Super Nature“. 2008 dann mit dem Album „Seventh Tree“ die Kehrtwende hin zum Hippie-Folk, um nur zwei Jahre später auf „Head First“ dem Geiste ABBA’s zu huldigen. Erst 2010 hatten mich Alison Goldfrapp und Will Gregory mit der düsteren Film Noir-Hommage „Tales Of Us“ wieder an der Angel und um so vorsichtiger ging ich jetzt an das neue Album. Meine Befürchtung einer weiteren Chamäleon artigen Richtungsänderung war aber unbegründet, denn mit „Silver Eye“ vereint GOLDFRAPP erstmals alle bereits genannten Einflüsse zu einem kompakten Ganzen. (weiterlesen…)

REGARD EXTREME – Anaphore

Montag, 24. April 2017

Mit „Anaphore“ ist sage und schreibe 14 Jahre nach Erscheinen des letzten Albums, „Utopia“, und 22 Jahre nach dem geradezu legendären Album „Die Weiße Rose“ (mit Les Joyaux de la Princesse) endlich wieder ein neues erschienen. An den hier veröffentlichten Liedern hat Fabien Nicault über die letzten drei Jahre gearbeitet und die Hörerschaft, so viel darf gleich gesagt sein, darf sich freuen, dass Regard Extrême sich treu geblieben ist, ohne sich einfach nur zu wiederholen: Für mich ist Regard Extrême (offensichtlich) seit Jahren das ‚klassische‘ Neoklassik-Projekt, (weiterlesen…)

Emerge + Don Vomp – Live At Pampin

Samstag, 22. April 2017

Eine Studie in Zurückhaltung. Elektronik und (elektrifizierte?) Geige; live. Leisestes Knistern und die Andeutung von gestrichenen Saiten, erst nach rund 20 Minuten eine Verdichtung wie Atmen und Fundamente aus Bassflächen. Und nicht: Der Ausbruch ins Laute, genau so oft geschmäht (weiterlesen…)

BERTRAND LOREAU featuring LAMBERT – In Search Of Silence; BERTRAND LOREAU – Journey Through The Past

Samstag, 22. April 2017

Mich erreichten vor kurzem die beiden Tonträger vom französichen Ambientkünstler BERTRAND LOREAU – die beiden Platten tendieren rein musikalisch stark in die Richtung der berühmten „Berliner Schule“ – also ganz in der Ausrichtung von Gruppen wie TANGERINE DREAM und KLAUS SCHUZE, um die beiden mal stellvertretend zu nennen. Aber auch PINK FLOYD mit der „Meddle“ LP hatten BERTRAND dereinst stark beeindruckt, bei SCHULZE war es die „Moondawn“ und bei T. DREAM die „Phaedra“ – diese Veröffentlichungen waren sozusagen der Start und Anreiz für BERTRAND, mit eigenen Klängen zu starten. Man sieht also, das aus Frankreich nicht nur JEAN MICHEL JARRE, MAURICE JARRE, AIR oder M83 kommen, (weiterlesen…)

SYNCHRE – Requiem

Freitag, 21. April 2017

Je weiter sich der Bogen spannt, desto größer auch die Gefahr, dass er (auseinander) bricht: Wenn Stücke einer Veröffentlichung von semieingängig bis experimentell reichen ist das schon schwierig genug, wenn das aber innerhalb eines einzigen Stücks passieren muss, ist es erst so richtig anspruchsvoll. (weiterlesen…)

NOISESCULPTOR – Solap Are

Freitag, 21. April 2017

Lärmskulpturen zwischen direkt und atmosphärisch. Atmosphärisch, ohne den Impact zu verlieren, direkt, ohne „nur“ den reinen Puristen gefallen zu können. Kariertes Maiglöckchen irgendwie und dabei auch noch eigen. Was das Ausgangsmaterial betrifft gibt es keine Hinweise, bis plötzlich der Hauptriff eines nicht unbekannten Popsongs wie ein ewiges Intro durch die Mangel gedreht wird, immer an dem Punkt gehalten, an dem in anderen musikalischen (weiterlesen…)

GIÖBIA – Magnifier

Donnerstag, 20. April 2017

Denk ich an Mailand, denke ich an italenisch, grazile Kultur oder seit neusten auch an die Psychedelicband GIÖBIA – die mit ihrem vierten Album insgesamt – „Magnifier“ und für Sulatron Records das zweite, eine musikalische Retro Reise in späte 60er – Anfang frühe 70ziger Jahre zelebrieren, das passende Coverartwork ist übrigens von LAURA GIARDINO. Auf Ihrer Vorgängerplatte „Introducing Night Sound“ gab es sogar zwei abgewandelte Coverversionen von den ELECTRIC PRUNES und von SANTANA, hier aber wurden rein nur Eigenkompositionen eingespielt. (weiterlesen…)