Auflistung für das Stichwort ‘RELAPSE’

„Music takes different people to different places.“ – Ein Interview mit MYRKUR

Dienstag, 13. September 2016

myrkur2Relapse zaubert eine dänische Überraschung aus dem Hut. Das Ein-Frau-Black-Metal-Projekt dürfte der Tipp für die nun bald immer kürzer werdenden Tage sein. Aus den Frostfängen fräst sie das Gestern heraus. Sie umgürtet es mit ihrer Schaffensglut. Sie schöpft da etwas Eigenes. Ein wunderbar kratziges und widerborstiges Ding von einer Debut EP steht ab sofort in den Regalen. Hört, Hört! (weiterlesen…)

GOBLIN REBIRTH – Goblin Rebirth

Freitag, 31. Juli 2015

GOBLIN REBIRTH – Goblin RebirthKann Filmmusik einen schlechten Streifen retten? Im Falle von GOBLIN, der legendären 70er-Jahre Horror-Progger, trifft das 100%-ig zu. Dutzende B- und C-Filme hat die kultige Band um Keyboarder/Orgelist/Violinist Claudio Simonetti mit ihrem elektrisierenden Sound veredelt. Die prominentesten Beispiele sind sicher die unvergessenen Melodien ewiger Dario Argento-Klassiker, wie „Suspiria“, „Tenebre“ oder „Profondo Rosso“. Zwingend müssen hier selbstverständlich auch die Soundtrack-Arbeiten zu George A. Romeros „Zombi“ und „Dawn of The Dead“ genannt werden. (weiterlesen…)

LOCRIAN – Infinite Dissolution

Montag, 20. Juli 2015

locrian coverSplitterkristalliges. Scharfkantiges. Kalt und blau. So zeigt sich die neue LOCRIAN-Veröffentlichung “Infinite Dissolution“ verpackt. Ein Hinweis auf den Inhalt? Im zehnten Jahr ihres Bestehens steht das amerikanische Trio wohl wie kaum eine zweite Kapelle für eine Definition des “Noise heute“. Da verbarrikadiert sich niemand hinter Monitoren, da führt keine Reihenhausbesatzung ihr von kleinmütigen Provokationsversuchen aufgehübschtes Dasein vor. Krachiges spielen, in einer Welt die nie schweigt, kann Herausforderung und Fluch in einem sein. Wenn immer Musik ist, immer Klang, dann ist nie die Stille, die es braucht, um alles wieder entsprechend aufzuladen. Dieser Ruhe bedarf es aber, um zu spüren, was Klang ist, respektive sein kann. (weiterlesen…)

“Music is a powerful thing so I try to pay respect” – WOLVSERPENT im Gespräch

Freitag, 3. Oktober 2014

wolvserpent anfangMit ihrer zweiten Veröffentlichung “Perigaea Antahkarana” und der darauf enthaltenen besonderen Mischung aus Doom, Drone, Metal und Ambient wissen WOLVESERPENT immer noch zu begeistern. Dabei haben sich Brittany McConnell und Blake Green entlang eines Instrumentariums aus Schlagzeug, Geige und Gitarre einen festen Platz im Ensemble des Besonderen erspielt. Die Intensität ihres Ausdrucks folgt der Kraft einer Blitzblendung und überglänzt mit ihrer Hinwendung ins Vulkanische das sie Umgebende. Dabei bildet das amerikanische Duo keine Soundrecherche nach, noch verstieben ihre Ideen im Fluss des eigenen Klanges. Vielmehr beherrschen sie die Klaviatur des Überschwangs und bespielen einen Raum, der keine Rückzugsmöglichkeiten offen lässt. Live sind sie kein Erlebnis – live sie sind eine Erschütterung! Lasst Euch erschüttern. (weiterlesen…)

“I work every day“ – HORSEBACKs Jenks Miller im Gespräch

Freitag, 28. Februar 2014

Von Sebastian Horsley stammt der schöne Aphorismus, dass Stil bedeutet zu wissen, “… was man sagen und tun will und sich einen Scheiß darum zu kümmern, was andere denken.“ Nur wenige können so gesehen als wahre Stilisten bezeichnet werden. Jenks Miller ist ein solcher. Die Arbeiten des Amerikaners, vor allem seine Veröffentlichungen mit HORSEBACK, zeichnet ein Umstand aus, der beim Hörer nicht selten eine staunende Begeisterung hervorruft. Aus seinen Stücken schälen sich keine Landschaften oder Bilder ab. Vielmehr verschlingen seine Tracks alles, was um sie herum existiert. Dort hineingezogen blickt man auf einen grau-blau geschuppten Himmel, dessen Schattierung das Unbekannte aufführen. Jenks` kreativen Suchbewegungen sind dabei Resultat einer hohen Arbeitsmoral und einer kaum fassbaren Gestaltungsdichte. Dieser Tage erscheint via Relapse eine Sammlung diverser Kleinstveröffentlichungen. Auf ein Wort Mr. Miller… (weiterlesen…)

NOTHING – Guilty of Everything

Sonntag, 16. Februar 2014

Relapse, das ehrwürdige Label für extremes aus Metal, Stoner und Doom goes Shoegazer-Pop. Mit den Amerikanern von Nothing hat man sich einen feinen Ohrenschmeichler an Bord geholt. Die Band um Domenic Palermo (ex-Horror Show) und Partner Brandon Setta verschreibt sich auf dem knapp 39-minütigen Debüt in vollen Zügen dem Sound der frühen 90er, will heißen die schwebende süßlich verschobene Aura von My Bloody Valentine trifft auf frühe Smashing Pumpkins, und wird durch himmlische Slowdive-Referenzen und psychedelisch rockige New-Shoegazer/ Postrock Bands wie True Widow oder Cold Cave abgerundet. Nothing machen einfach Laune, verstehen sich auf einen gesunden Mix aus melancholisch schwebenden, tief im klassischen Shoegazer-Hall triefenden Soundwolken, nur um im richtigen Moment auch mal ganz klassisch alternativ/ indielastig nach vorne zu rocken. (weiterlesen…)

“You must experience one to understand the other“ – TRUE WIDOW im Interview

Freitag, 22. November 2013

Sie leuchten durch die Hüllen des Trüben und Melancholischen hindurch. Dahinter finden sich funkelnde Kleinode, deren Licht beinah eine Ahnung des Universellen vermittelt. Das texanische Trio TRUE WIDOW ist mehr als eine Shoegazeband. Dem Konventionellen müssen sie nicht entkommen, es ist schlichtweg nicht Teil ihrer Welt. Den Arbeiten der in Dallas Heimischen eilt ein Echo nach, welches die Klänge nicht zertrümmert, sondern rahmt. Der Nachhall ihrer Arbeiten hebt an, ohne dass er sich als der kurzlebige Wellenschaum der Euphorie präsentiert. Dort, wo ein Einlassen auf der Tafel steht, sind die Texaner in der Nähe. Mit “Circumambulation“ liegt aktuell ihre dritte Veröffentlichung vor und sie kreist um universelle Fragen, wie die Bassistin und Sängerin Nicole Estill im nun folgenden Interview ausführt… (weiterlesen…)

WOLVSERPENT – Perigaea Antahkarana

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Das amerikanische Duo Wolvserpent veröffentlicht auf Relapse ihr zweites Album und dieser Brocken von knapp 90 Minuten ist eine Herausforderung für sich. Brittany Mc Connell (Drums+Geige) und Blake Green (Gitarren+Vocals), die beiden Musiker hinter Wolvserpent, bedienen musikalisch den Doom/Death-Bereich und reichern diesen mit Drone/Black Metal und Ambient an.S ongs mit Längen bis zu 25 Minuten sprechen Bände und erwarten in jedem Fall eine gewisse Motivation sich durchzubeißen. Wer Extremdoomster wie die kranken Briten Esoteric,die alten finnischen Helden von Thergothon oder Skepticism schätzt, liegt schon einmal auf der richtigen Fährte, bedienen Wolvserpent ähnliche Gemüter, setzt man auf ultralangsame zähe Death/Doom-Riffs, die gesanglich oft an Esoteric erinnern, welche ähnlich spitze kranke Schreie zu den obligatorischen Growls präsentierten. (weiterlesen…)

WINDHAND – Soma

Donnerstag, 12. September 2013

Relapse Records schickt mit Windhand passend zur baldigen dunklen Jahreszeit einen feinen Schmankerl in Sachen psychedelischen Stoner/Doom/Occult Rock an den Start. Die Amerikaner präsentieren mit „Soma“ nach dem selbstbetitelten Debüt und einer Split mit den Sludgern von Cough ihr zweites Album auf dem renommierten Label. Und diese Platte hat es wahrlich in sich. Man schwelgt dank unglaublich hypnotisch doomiger Stonerriffs und der markanten Sangesstimme der Fronthexe Dorthia Cottrell in geisterhaften Zwischenwelten. Aufgrund des sehr stimmigen Covers, das eine Hütte in einer menschenleeren Waldgegend in schemenhaften, geisterhaft nebulösen grauen Tönen zeigt, darf sich der Hörer visuell und letztlich auf sehr einnehmende Weise auf eine mystisch-okkulte Reise begeben. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran, dass diese Sogwirkung voll aufgeht, hat die Frontfrau mit ihrem beschwörend, manchmal Ozzy-liken, aber auch an Ex-The Devils Blood Fronthexe Farida Lemouchi erinnernden Gesang. (weiterlesen…)

HORSEBACK – A Plague Of Knowing

Mittwoch, 4. September 2013

Auf drei CDs fasst Relapse die etwas andere Werkschau des Jenks Miller ein. Denn Werkschau soll hier weniger Werkverzeichnis denn Abbild und Querschnitt sein. Zudem flaggt sie auch unter dem Label “Compilation des Vergriffenen“. Auf ihr finden sich die Neuabmischungen diverser – längst zu Unsummen gehandelter – EPs genauso wieder, wie seltene Live-Aufnahmen und Anverwandtes. Natürlich mischte Meister Plotkin und somit könnte hier also von diversen Wegen gesprochen werden, welche in eine Gabelung münden. Droniges, Experimentelles, Ambientes, Black Metallisches, Dooomiges in allen Formen, Farben und Schattierungen. Entlang der Reihung rezipiert, offenbart sich die ungeheure Dynamik, die den HORSEBACKschen Oeuvre innewohnt. (weiterlesen…)