Samstag, 10. April 2010
Das Berliner Georg von Rauch-Haus gilt als eines der ersten besetzen Häuser Deutschlands und ist mittlerweile das älteste Hausprojekt der Stadt. An einem kalten Abend im Januar sollte hier der erste gemeinsame Berlin-Auftritt von Flavio Rivabella und der Videokünstlern xXeNa stattfinden. Flavio Rivabella? Genau, Der Bekannte Postindustrielle Trompeter. Trat er früher vornehmlich als Solokünstler in Erscheinung, verfolgt er seit 2008 das gemeinsame Projekt DBPIT & xXeNA. Nicht zuletzt das Mitwirken von xXeNa und der historische Ort führten dazu, dass DBPIT seinen Live-Sound noch stärker verdichtete. So leuchteten die einzelnen Soundpartikel noch stärker aus sich heraus, schwebten einerseits frei und nahmen andererseits ein. Nach einem kurzen Gespräch am Ende des Auftritts wurde das Interview per Mail fortgeführt. Vorhang auf für den Soundzauberer DBPIT und seine Partnerin xXeNA. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 51, DBPIT & XXENA, NOVY SVET
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Mittwoch, 17. März 2010
WERMUT oder Treue ohne Reue
Das Projekt WERMUT tauchte voriges Jahr im Umfeld von HIS DIVINE GRACE und NOVY SVET auf und veröffentlichte eine 10“ im Post Industrial-Stil auf Old Europa Cafe. Die Anfang diesen Jahres erschienene Split-7“ mit ROD DROID ging dann aber plötzlich forsch in die Minimal Elektro-Ecke und die folgende aktuelle 10“ untermauerte diesen ersten Eindruck weiter. Trotzdem blieb das Ganze mysteriös und gab Anlaß zu Fehlinterpretationen – bis zu diesem Interview, doch lest selbst:
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Stichworte: BLACK 40, HIS DIVINE GRACE, INTERVIEWS, NOVY SVET, WERMUT
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Sonntag, 7. März 2010
Eine ungebrochene, unreflektierte und lineare Biografie wird sich wohl nie mit dem Namen MUSHROOM`S PATIENCE verbinden. Das sich hinter dem römischen Maler und Musiker Raffaele Cerroni formierte Projekt ist an Kategorisierungsversuchen desinteressiert. Bei der Beschäftigung mit dem Projekt lässt sich eine Grundhaltung vermuten, die der große Hans Henny Jahnn einst so formulierte: “Wer die Haltung aufgibt, der hat die Achtung der anderen verloren und ist daran, sein Leben zu verlieren.“ Das Vitale durchdringt jede Note bisheriger MUSHROOM`S PATIENCE-Veröffentlichungen. Ob die von Raffaele Cerroni herbeigesehnte “Revolution des Geschmacks“ eines Tages eintreten wird, verbirgt sich im Nebel der Zeit. Inwiefern Menschen, die an der eigens forcierten Ästhetisierung des Alltags leiden, bei MUSHROOM`S PATIENCE eine Zufluchtstätte finden, müssen sie selbst entscheiden. Definitiv sind MUSHROOM`S PATIENCE eine Bereicherung des kleinen Dauerringens, was landläufig als Leben bezeichnet wird. Und mit absoluter Sicherheit sind MUSHROOM`S PATIENCE in all ihren Stilistika ein Geschenk an alle, die bereit sind zuzuhören. Bis die Seele eines Tages abgeliefert werden muss… (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, MUSHROOM`S PATIENCE, NOVY SVET
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Sonntag, 28. Februar 2010
“Zwei Wege trennten im Wald sich einmal,
auf den minder begangenen fiel meine Wahl.
Und das war der große Unterschied.“
(Robert Frost)
Weniger begangen? Schlechter begangen? Wer mit dem Output NOVY SVET´s vertraut ist, kann sich sicherlich mit den Gedanken anfreunden, dass die NOVY SVET`sche Wanderung nicht über ausgetrampelte Pfade führt. Gleichzeitig bleibt die Konstante, dass alle Veröffentlichungen an möglicherweise vertrauten Punkten beginnen, die dennoch irgendwo ganz anders, weit weg zu sein scheinen. Nicht unwesentlich dabei scheint die konsequenten Brechung der eigenen Stilmittel zu sein und so gelingt es vorgestanzte Erwartungsmuster beim Hörer wie eine Brausetablette in einem Glas voll Wasser aufzulösen. Ist das unberechenbar? Ist das der große Unterschied? Das mittlerweile in Barcelona ansässige Projekt um Frl. Tost und Jürgen Weber bildet vielfarbig schimmernde Facetten ab. Daher kann ein Interview mit den beiden nur Ausschnitte liefern, würde doch ansonsten die Grundausrichtung der Textsorte Interview gesprengt.
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Stichworte: BLACK 44, NOVY SVET
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Samstag, 23. Januar 2010
Das Ende NOVY SVETs wurde in den letzten Jahren immer wieder in diversen subkulturellen Zusammenhängen diskutiert. Seit geraumer Zeit gibt es die Kapelle nun nicht mehr. NOVY SVET waren stets uneinholbare Reisende, welche niemals den Anspruch hatten, verstanden zu werden. Sie forderten den Hörer – durch das große Nebeneinander von Zitaten und Soundfetzen, deren Bezugsrahmen immer weit über die Grenzen der Subkultur hinausging. Tragende Säulen ihres Wirkens waren die Gleichzeitigkeit des scheinbar Ungleichzeitigen, die Einheit des scheinbar Nichtzuvereinbarenden, das Aufreihen und Vernetzen von Splittern, Andeutungen und subtilen Gesten; für sich schimmernd, in Bezug aufeinander schillernd, als Ganzes leuchtend. Dies ermöglichte ein Ablauschen von Partikeln, Soundfetzen und Melodiebögen, wie man es ansonsten nur vom Sounduniversum Steven Stapletons kennt. So bleibt nach dem Ende von NOVY SVET die Hoffnung, dass die sympathischen Wiener neue Wirkfelder finden mögen. Vorhang auf zum wahrscheinlich letzten NOVY SVET-Interview.
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Stichworte: BLACK 50, NOVY SVET
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