Auflistung für das Stichwort ‘MY BLOODY VALENTINE’

MY BLOODY VALENTINE – MBV

Mittwoch, 27. März 2013

Eine Menge Leute haben auf diese Platte gehofft (vermutet). Und irgendwie lag sie immer in der Luft. Vielleicht zunächst auch nur, weil My Bloody Valentine immer Thema geblieben sind, Referenz. Ab der „Nebenbei-Reunion“ vor ein paar Jahren und den Live-Auftritten wurde der Geruch immer stärker. Und trotzdem: im Grunde so nebenbei wie die Reunion erscheint dann wie aus heiterem Himmel diese Platte, nun auf eigenem Label. Ich gebe zu: ich habe sie nicht herbeigewünscht. Zu oft sind derartige „wir legen doch noch mal nach“ Aktionen im Vergleich zum Werk der Vergangenheit zu schwach und wenig überzeugend. Und schaden letztlich mehr (in Bezug auf das Ansehen) als sie nützen (in Bezug auf das Geld). Das kann man sicher anders sehen (besonders, wenn man gerade das Geld braucht), aber allein schon das Dilemma, den Erwartungen der Fanbase an den rechten Quotient aus Konstanz und Überraschung zu entsprechen (und das nach langer, im vorliegenden Fall extrem langer Pause) kann zur unlösbaren Aufgabe werden (mal ganz abgesehen von der Frage, ob ein Musiker, konfrontiert mit diesen Zusammenhängen, seinem ursprünglichen Instinkt „eigene“ Sounds zu entwickeln überhaupt noch vertrauen kann). (weiterlesen…)

DREAMSCAPE – La-Di-Da Recordings

Donnerstag, 20. September 2012

Wüsste ich es nicht besser, würde ich vermuten, hinter DREAMSCAPE steckten Mitglieder der COCTEAU TWINS, die sich im Jahr 2012 mit Kevin Shields und Bilinda Butcher von MY BLOODY VALENTINE ein Shoegazer-Stelldichein geben und alte Zeiten wieder aufleben lassen. Aber nichts davon ist wahr: Weder handelt es sich bei DREAMSCAPE um einen Zusammenschluss „alter“ Genre-Helden, noch ist die Musik eine aktuelle Imitation oller Kamellen – denn die Tracks selbst entstammen der besten Zeit des Shoegaze, den frühen Neunzigern. (weiterlesen…)

THE BIG PINK – Future This

Donnerstag, 14. Juni 2012

Nach der Veröffentlichung ihres Erstlingswerks  “A Brief History Of Love“  stand die Musikwelt und vor allem die Indie-Rockszene komplett Kopf, denn so etwas hatte man schon länger nicht gehört. Hier wurden einfach Klangspuren auf Klangspuren übereinander gelegt, das Ganze rührt sicher auch vom Hobby der beiden Protagonisten her, Robbie Furze und Milo Cordell interessieren sich nämlich für Effektgeräte und alte Synthies. (weiterlesen…)

DISAPPEARS – Pre Language

Dienstag, 28. Februar 2012

Das Cover des Albums zeigt einen Mund im schwarzweißen Halbprofil, der sich soeben zu einer Äußerung öffnet – einer vorsprachlichen, wenn man dem Titel von DISAPPEARS´ neuem Album Glauben schenkt. Zusammengenommen weckt das Assoziationen animalischer, arrhythmischer Klänge; Urwaldgeheul und Lautmalerei scheinen auf dem Programm zu stehen. Was uns erwartet, ist allerdings weit weniger exzentrisch, als man zunächst annehmen möchte, denn letztlich ist „Pre Language“ durch und durch eine (Art Rock-)Scheibe. (weiterlesen…)