Auflistung für das Stichwort ‘MERZBOW’

„Es war immer mein Wunsch, ein Festival mit einem solchen Programm zu schaffen, das man nicht auf anderen Festivals finden kann.“ – XIII WROCLAW INDUSTRIAL FESTIVAL 03 – 06.11.2016: Interview mit Veranstalter Maciek Frett

Sonntag, 25. September 2016

325_DSC_3754Seit 15 Jahren begeistert das WROCLAW INDUSTRIAL FESTIVAL im Südwesten von Polen nahe der deutschen Grenze eine eingefleischte Fanbase mit einem exquisiten Programm quer durch alle Stilrichtungen der internationalen Industrial-Szene. Neben namnhaften Künstlern wie MERZBOW, PRURIENT, SOL INVICTUS, LUSTMORD, TROUM oder ROME, die in der Vergangenheit zu bestaunen waren, sind es vor allem die polnischen Künstler, die gleichermaßen neben den Größen der Szene im Fokus stehen. Neben kontemporärer Kunst und einmaligen Performance-Events ist das mittlerweile viertägige Festival auch daran interessiert, einen Lokalbezug zur Stadt herzustellen und typgerechte Gebäude als Spielorte zu integrieren. Somit ist das WIF als ein familiäres und liebevoll zusammengestelltes Festival zu betrachten, welches wir an dieser Stelle wärmstens empfehlen. Ein Besuch in unserem interessanten Nachbarland lohnt nahezu immer. BLACK hat mit Veranstalter Maciek Frett über das diesjährige 15. Jubiläum gesprochen. (weiterlesen…)

Nach dem Flüstern folgt der Schrei INCUBATE-Festival 14.09 – 20.09. Tilburg, Niederlande

Montag, 12. September 2016

d199c23c37d83b5ef4ab5a11d905d26dDie Stadt Tilburg in der Provinz Nordbrabant ist unter Doom-, Occult- und Retro-Rock-Fans längst zum jährlichen Mekka jener geworden, die vergessene Juwele der Metalszene neu entdecken, frenetisch lang ersehnten Reunions entgegenfiebern oder exquisite Geheimtipps kennenlernen möchten. Doch ein zweites Nieschenfestival, welches sich aus der Creme de La Creme aller möglichen Spielarten kunstvoller Musikgenres schmückt, erobert unter Kennern die Speerspitze als eines der speziellsten Festivals mit unverwechselbarem Charakter: Das jährlich im September stattfindende Incubate-Festival. (weiterlesen…)

„Tilburg verwandelt sich innerhalb einer Woche zum Candy Story, für alle die auf Underground-Musik abfahren.“ Die Avantgarde lebt: Das Incubate Festival in Tilburg: 14.09. – 20.09.2015

Dienstag, 1. September 2015

15518981606_b7ec92edfe_z2005 noch als ZXZW-Fest gestartet, entwickelte sich das niederländische, von Hardcore & Punk beeinflusste Festivalkonzept zu einem wegweisenden Opinion-Leader der europäischen Gegenwartskunst und gilt längst als Schmelztiegel der Subkulturen. Stilbeschränkungen gibt es ohnehin keine mehr: Underground Electronica, Industrial/EBM, Black Metal und Avantgarde/Noise sind über die Jahre die favorisierten Musikstile der Macher geblieben. Hatten in den vergangenen Jahren bereits illustre Gäste wie Mogwai, Immortal, Fields Of Nephilim, Liturgy, Nadja, Sun Ra Arkestra, Watain, Napalm Death, Krallice oder Hermann Nitsch das Festival bespielt, öffnet sich das Konzept immer mehr in Richtung zeitgenössischer Musik und Avantgarde, gepaart mit Live Poetry, Dance-Performance, Kunstausstellungen oder Film-Screenings. So wird in diesem Jahr unter anderem auch die lang ersehnte Musikdokumentation „Industrial Soundtrack For The Urban Decay“ von Amélie Ravalec und Travis Collins gezeigt. Fakt ist: Man muss sich viel Zeit nehmen, um sich die Rosinen der über 350 teilnehmenden Acts herauszupicken. Für Traditionalisten ist das Incubate aber ohnehin ein alljährlich inspirierender Kultururlaub oder besser gesagt: Ein Nach-Hause-Kommen mit Gleichgesinnten, die mit Musik nicht nur Hintergrundbeschallung, sondern Lebensgefühl, Schmerz, Hoffnung und Ekstase verbinden. Wir haben uns knapp vier Wochen vor Beginn mit Festival-Initiator Vincent Koreman zum status-quo unterhalten. (weiterlesen…)

EINE STUNDE MERZBAUTEN – 7305

Donnerstag, 14. August 2014

merzbautenEin Projekt, welches sich so nennt, ruft natürlich eine gewisse Erwartungshaltung hervor und mit genau einer solchen, also etwas zu hören, was den Klängen, die Blixa Bargeld und Masami Akita nicht völlig unähnlich sind, entnehme ich die CD des tschechischen Projekts dem hübsch aufgemachten Digipack und lausche. (weiterlesen…)

V.A. – Rising From The Red Sand Volumes I-IV

Donnerstag, 2. Januar 2014

Rising From The Red Sand“ war 1983 eine 5teilige Tape-Compilation-Reihe auf dem kanadischen Third Mind-Label, welches bis heute eigentlich eher durch die wegweisenden Veröffentlichungen Ende der 80er/Anfang der 90er von FRONT LINE ASSEMBLY und deren Umfeld bekannt ist. Nur wenige wissen, das Third Mind Records am Anfang ein Industrial-Label war und unter anderem die ersten Veröffentlichungen von ATTRITION und den KONSTRUKTIVITISTS raus brachte, so wie Tapes von Chris Carter, LEGENDARY PINK DOTS und PORTION CONTROL für den amerikanischen Markt zugänglich machte. Ähnlichen Zweck sollte auch die „Rising From The Red Sand“-Compilation-Reihe dienen, welche aber am Ende sogar so etwas wie eine Enzyklopädie des Industrials und mehr der größtenteils europäischen DIY-Szene wurde. (weiterlesen…)

CONTRASTATE – A Breeding Ground For Flies, RLW – Fall Seliger Geister, Merzbow / Pándi / Gustafsson – Cuts, WILLIAM BASINSKI – Nocturnes, SALTLAND – I Thought It Was Us, But It Was All Of Us

Dienstag, 27. August 2013

CONTRASTATE – A Breeding Ground For Flies (CD; DIRTER/ CARGO)

Nach einer ungefähr 12-jährigen Pause das erste neue Album der englischen Contrastate; voller mysteriöser Schichtungen, durchdrungen, sogar geradezu getragen von Spoken-Word-Passagen und immer wieder: loopartig aufgebaute Soundschleifen zwischen Ambient und Fieldrecordings; unterbrochen von Breaks, die trotz aller Härte der Unterbrechung immer an der atmosphärisch „richtigen“ Stelle sitzen; die Stücke nicht zerlegen, sondern vielmehr auf neue Stufen heben… mit einer Eleganz in der Aneinanderreihung von Samples (um die politischen Aussagen der Tracks zu schärfen), die den legendären Negativland zur Ehre gereichen. Perfekt! (weiterlesen…)

MERZBOW – Lowest Music & Arts 1980 – 1983

Samstag, 16. Februar 2013

Man könnte die vorliegende schwere Holzkiste mit 10 LPs von MERZBOW auch als „Das große Rauschen“ (oder wahlweise Fiepen, Kreischen, Kratzen, Knarzen…) betiteln, aber auch so geht schon der gemeine Industrial-Hörer bei der bloßen Nennung des japanischen Noise-Gott in Deckung. Seit 1979 kennt Masami Akita keine Gnade und monoton wie unerbittlich prasseln seit dem seine Noise-Gebete mittels einer wahren Veröffentlichungsflut auf die ihm hörige Gemeinde nieder. Vergleichbar ist dabei sein quantitativer Output am ehesten mit MUSLIMGAUZE, dem er in puncto Radikalität und Intensität ebenfalls in nichts nachsteht, wenn gleich die musikalische Ausrichtung schon etwas anders ist. Die mächtige schwarze Box auf Vinyl On Demand widmet sich nun den Anfangstagen von MERZBOW, als dieser noch Tapes auf seinen eigenen Labels Lowest Music & Arts und ZSF Product veröffentlichte. (weiterlesen…)

SEMA – Time Will Say Nothing 1982-1984

Sonntag, 30. Dezember 2012

Dank Vinyl On Demand lerne auch ich nie aus, denn war ich bisher der Meinung, noch nichts von SEMA gehört zu haben, musste ich jetzt feststellen, dass das Projekt damals Teil der legendären „Ohrensausen“-Compilation und im Umfeld von NURSE WITH WOUND verortet war. Es kommt aber noch besser, denn SEMA-Kopf Robert Haigh wurde rund ein Jahrzehnt später ein bekannter Drum’n Bass-Produzent und Teil des OMNI TRIO, welches hauptsächlichst auf Moving Shadow veröffentlicht hat und von dem ich auch so einige CDs im Schrank stehen habe. Mit Drum’n Bass hatte SEMA in den 80ern natürlich überhaupt nichts zu tun, denn auf den insgesamt vier veröffentlichten LPs bei Le Rey Records regiert eher die Musique Concrete. (weiterlesen…)

GRUMBLING FUR – Furrier

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Das Mädchen, das auf dem düsteren Plattencover des Albums “Furrier“  von GRUMBLING FUR abgebildet ist, verbirgt sein Gesicht vor dem Betrachter hinter einem Vorhang langer schwarzer Haare. Eine psychotische Angst vor den Blicken neugieriger Beobachter, oder eine bedrohliche Geste wie die des unheimlichen Kindergeistes Samara aus dem Film „The Ring“? Oder sehen wir etwa nur den Rücken der jungen Frau; hat sie sich in einer Verweigerungshaltung vom Betrachter abgewandt? All das würde jedenfalls zur Musik von GRUMBLING FUR passen: Es geht gleichermaßen introvertiert wie bedrohlich-düster zu auf dem ersten Longplayer der Band, der mit seinen dunklen Soundscapes Assoziationen von MERZBOW über diverse Independent-Movie-Soundtracks bis zu Experimental-Jazz und den abgelegeneren musikalischen Gefilden der ausgeflippten 60er weckt. (weiterlesen…)

GEHIRN.IMPLOSION – Dhren

Sonntag, 24. Juli 2011

Schon etwas länger liegt das auf dem ebenso altmodisch wirkenden, wie nicht kaputt zu kriegenden Medium Kassette erschienene Album „Dhren“ von GEHIRN.IMPLOSION in meinem Zimmer und endlich geht auch mein Kassettendeck wieder: Also endlich, endlich rein damit und auf die Regler, um es sich anzuhören und zu besprechen. Wer dieses Projekt auch nur ein wenig kennt, kann sich ja denken, dass das auf der Hülle stehende Wort „Emo“ gewiss anders aufzufassen ist, als dies gemeinhin geschieht. (weiterlesen…)