Auflistung für das Stichwort ‘MARTIN GORE’

DEPECHE MODE – Spirit

Donnerstag, 23. März 2017

Depeche_Mode_Albumcover_AntonCorbijn_ColumbiaRecords_SonyMusicMuss man noch groß Einführendes über DEPECHE MODE am Anfang einer Rezension über ein neues Album stellen? Eigentlich nicht, aber ich mache es trotzdem. Seit Anfang der 80er Jahre steht der Name der Band sinnbildlich für das Genre Synth Pop und alle ihre Alben aus diesem Jahrzehnt sind Klassiker geworden. 1990 folgte dann ihr Meisterwerk „Violator“, dessen Singles noch 17 Jahre später die weltweite Radiolandschaft mitbestimmen. Mit dem nachfolgende Album „Songs Of Faith And Devotion“ und der sich anschließende ausufernde Welttournee brach die Band dann allerdings fast auseinander. Das ungewohnt rockig-spirituelle Album spaltete erstmals die Fans (um später trotzdem zum Lieblingswerk unter den Anhängern zu werden) und die Band implodierte letztendlich in ihrem monströsen Tour-Programm. Alan Wilder nahm in dessen Folge seinen Abschied und Sänger Dave Gahan gab sich völlig dem Heroin hin. Es stand also nicht gut um DEPECHE MODE, aber 4 Jahre später raufte man sich als Trio wieder zusammen und seit dem erschienen im fast zyklischen 4-Jahres-Takt neue Alben + dazugehörige Touren. Allerdings warfen die jeweiligen Alben kaum mehr Hits ab und man hat den Eindruck, dass ohne die ordnende Hand eines Produzenten die Band nichts mehr auf die Reihe bekommen würde, wenn man von der seit dem eher rein geschäftlich strukturierten Arbeitsweise überhaupt noch von einer richtigen Band sprechen kann. Die absolut treue Fanbase von DEPECHE MODE verhilft ihnen trotzdem zu regelmäßigen Nummer 1-Plazierungen in den Charts und immer ausverkauften Tourneen. Die jeweiligen aktuellen musikalischen Leistung von Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher (was macht der eigentlich überhaupt?) sind seit dem aber selbst unter harten Fans stark umstritten und kaum ein Songs seit 1993 konnte sich dauerhaft im Live-Programm halten. Und jetzt „Spirit“, das 14. Album von DEPECHE MODE und gleich wieder der komische Geschmack einer Alibi-Funktion für eine rentabel schröpfende Live-Tour. (weiterlesen…)

JANOSCH MOLDAU – Minor

Mittwoch, 29. Juli 2015

janosch-moldau-minorIch muss ehrlich gestehen, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hielt, als das neue Album von Janosch Moldau unaufgefordert bei mir per Post eintrudelte. Weder im Vorprogramm irgendwelcher Szene-Kasper, noch im Tonträgerformat konnte mich bisher das exaltiert wirkende Sensibelchen überzeugen. Beim lesen des Presseinfos stolperte ich dann allerdings über den Namen Gerhard Potuznik aus Wien, der als Produzent von CHICKS ON SPEED, BUNNY LAKE, Didi Bruckmayr oder MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER bekannt ist und dessen eigene Projekte G.D. LUXXE und MÄUSE ich sehr mag. Jener hat sich jetzt also auch Janosch Moldau angenommen, was für mich der einzige Grund war, mir die CD doch mal anzuhören. (weiterlesen…)

LEAETHER STRIP – Fools – A Tribute To Alan Wilder

Donnerstag, 2. Juli 2015

8016670114628Claus Larsen scheint im Moment ja gerade in Cover-Laune zu sein, denn kurz nach der CD „Aeppreciation“ mit 17 Neuinterpretationen von seinen Jugendidolen, folgt dieser eine weitere Veröffentlichung, die ganz allein Alan Wilder gewidmet ist. Besonderheit dabei, dass dafür nicht etwas sein Projekt RECOIL zur Debatte stand, sondern drei Songs ausgewählt wurden, die damals Alan Wilder in seiner Zeit bei DEPECHE MODE geschrieben hat. (weiterlesen…)

MG – MG

Sonntag, 17. Mai 2015

Layout 1Um mein Verhältnis zu DEPECHE MODE bzw. Martin Gore zu beschreiben, muss ich etwas weiter ausholen. Klar war ich in meiner Jugend ein Fan von DEPECHE MODE und wurde mit deren Synthie Pop Anfang der 80er Jahre sozialisiert. Leider gab es außer einer Best Of auf Amiga hinter dem „Eisernen Vorhang“ ja keine Tonträger der britischen Band regulär zu kaufen, allerdings versorgte uns das Jugendradio DT64 über den Äther ganz gut mit dem Sound von DEPECHE MODE und in der Sendung „Electronics“ gab es sogar die Rubrik „DEPECHE MODE-Song der Woche“. Zeitgleich mit dem legendären „Black Celebration“-Album kam ich mit Punk und Dark Wave in Berührung, so das DEPECHE MODE in Folge deutlich aus meinem Fokus wichen, wenn ich auch deren Musik nie aus den Ohren verlor. „Violator“ war dann wieder so ein Konsens-Werk, was keinem peinlich war, es gut zu finden und es selbst heute noch zu meinem Lieblings-Album der Band gehört. Seltsamerweise hatte ich dieses viele Jahre nur als Original-Kassette und mir wesentlich später im CD- wie letztendlich Vinyl-Format nachgekauft. In den 90er Jahren rauschte DEPECHE MODE dann irgendwie an mir vorbei und erst „Playing The Angel“ konnte mich wieder so richtig packen, um vom Nachfolger „Sounds Of The Universe“ völlig enttäuscht zu werden. Selbst das letzte Album „Delta Machine“ zündete bei mir mit reichlich einem Jahr Verspätung, was jedoch ein plötzliches intensives Abtauchen in die Diskografie von DEPECHE MODE meinerseits nach sich zog. Und jetzt ein neues Solo-Album vom Band-Kopf und Haupt-Song-Schreiber Martin L. Gore, den ich eigentlich als schüchternen Typen mit komischen Frisuren und Klamotten von den Fotos aus der BRAVO in Erinnerung hatte, die damals zu uns durchdrungen waren. (weiterlesen…)

ERASURE – The Violet Flame

Donnerstag, 18. September 2014

erasure-the-violet-flameSeit der pumpenden Minimal Techno-Kollaboration VCMG von Vince Clark mit seinem alten DEPECHE MODE-Kollegen Martin Gore geht auch sein Haupt-Projekt ERASURE endlich wieder auf richtigen Kurs. Vergessen scheint die unsägliche ABBA- und Auto-Tune-Phase der Band, denn das „Weihnachtsalbum“ aus dem letzten Jahr namens „Snow Globe“ deutete ja schon eine leicht erhöhte Formkurve an. Sänger Andy Bell ist dazu nach dem Tod seines langjährigen Partners inzwischen auch wieder frisch verliebt und hörbar bestens bei Stimme. So steht also einem neuen Album der britischen Synthie Pop-Institution nichts im Wege und obwohl „The Violet Flame“ mit einem potthässlichen Cover aufwartet, tönt es regelrecht frisch und vor allem beatlastig aus den Boxen. (weiterlesen…)

LIARS – Mess

Donnerstag, 10. April 2014

Von den amerikanischen Noise Rockern LIARS ist man in der Vergangenheit so einige Genre-Schlenker gewohnt gewesen, aber was das Trio aus Brooklyn mit Album Nummer 7 jetzt abliefert, ist mehr als überraschend. Zwar waren auf dem Vorgänger „WIXIW“ schon vermehrt elektronische Elemente zu hören, doch hier hämmern jetzt 11 Mal astreiner Minimal Electro im Stile von LE SYNDICAT ELECTRONIQUE durch die Boxen! (weiterlesen…)