Auflistung für das Stichwort ‘KRANKY’

GROUPER – Ruins

Samstag, 22. November 2014

krank189Liz Harris sammelt. Gern und viel. Am liebsten Tonspuren, Erinnerungen und Eindrücke. Und es scheint ihr Schicksalsgeschenk zu sein, dass sie in der Lage ist, dies auf eine Weise zu verknüpfen, zu verbinden, die staunen lässt. Das aktuell vorliegende Werk entstammt zu 7/8 einer Schaffensphase, die drei Jahre zurückliegt, damals in Portugal, genauer in Aljezur. Der Ort selbst erweckt auf Fotos den Anschein eines Rückzugplatzes, sicheres Terrain, irgendwie. Ebenso ein Winkel, der Lasten zu nehmen im Stande scheint, einfach indem er mittels der Eindrücke vor Ort das Gedankenmeer aufschäumt, auf das der Seelenmüll forttreibt. (weiterlesen…)

A WINGED VICTORY FOR THE SULLEN – Atomos VII

Donnerstag, 8. Mai 2014

Bote. Herold. Botschaft. Vorbote. Eine EP als Vorbote. Eine full length-Veröffentlichung soll folgen in diesem Jahr. Yeah, A WINGED VICTORY FOR THE SULLEN sind zurück. Appetizer diese EP, Hauptgericht folgt. Appetit machen und Vorboten senden, hier wird die Erwartung geweckt, eine die mindestens die Verheißung mitbringen soll. (weiterlesen…)

“I believe music speaks to deep levels of our subconscious and that is why we are so attracted to it” – Christina Vantzou im Interview

Dienstag, 4. März 2014

Staunen und schweben – zwei sehr wohl passende Vokabeln um sich den Arbeiten Christina Vantzous zu nähern. Musik, wie eine leise Eruption, vulkanisch ohne zu verglühen. Sie fordert den innere Überstieg nahezu ein. Ihre Arrangements pendeln vom Orchestralen zum Elektronischen – vom Kammermusikalischen zum Soundtracklastigen. Nach ihrem Beitrag für Adam Wiltzies THE DEAD TEXAN legt sie nun mit “Nº2” ihr bereits zweites eigenes Album vor. Grund genug, um die in Brüssel heimische Musikerin zu einem Gespräch zu bitten… (weiterlesen…)

CHRISTINA VANTZOU – No 2

Donnerstag, 20. Februar 2014

Am Synthesizer komponieren. Samples basteln. Videoinstallation für THE DEAD TEXAN. Kammermusikalisch definierte Vorlieben. Klangschleifchen drum. In Brüssel wohnen. Mit Adam Wiltzie arbeiten. Über Christina Vantzou sprechen. Eine Komponistin und Videokünstlerin mit einer Arbeitszeiteinteilung, die dem STARS OF THE LID-Kopf gleicht. Drei Jahre für “No 1“, vier Jahre für “No 2“. Die Betitelung logisch, die Aufnahmedauer ansteigend und das Ergebnis? (weiterlesen…)

TIM HECKER – Virgins

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Tim Hecker hatte in der jüngeren Vergangenheit seinen Outputlevel etwas angezogen, durch “Dropped Pianos” als Begleiter zur “Ravedeath, 1972″, durch seine Kooperation mit Daniel Lopatin (“Instrumental Tourist”), das Ganze noch verstärkt durch die Wiederveröffentlichung der “Mirages”; erstmals auf Vinyl. (weiterlesen…)

KEN CAMDEN – Space Mirror

Sonntag, 1. September 2013

Ambient muss nicht langweilig sein, und er besteht auch nicht nur aus Loops und endloser Wiederholung. Es scheint, als hätte KEN CAMDEN, Chicagoer Soundkünstler, eigens zwecks solcher Beweisführung E-Gitarre und Synthesizer angeworfen. „Space Mirror“ ist der perfekte Titel für die Platte, die er vorlegt, denn die sanften, melodiösen Soundscapes entführen den Hörer tatsächlich in schwerelose Sphären, ohne, was in diesem Genre immer droht, ins luftleere Vakuum der Beliebigkeit abzudriften. (weiterlesen…)

JESSICA BAILIFF – Interview

Samstag, 27. April 2013

Wohl jeder Künstler fasst den Grund, auf dem er steht, in irgendeiner Form in die eigenen Arbeiten ein. Dabei zielt diese Einfassung nicht auf eine Angst gesteuerte Form des Niederlassens. Vielmehr gilt es die geliehene Zeit mit etwas anzufüllen, aus dem sich Ausdruck schöpfen lässt, um mit diesem Ausdruck der Gegenwart etwas Eigenes aufzuprägen. Nun verschleppen sich die Vermutungen zu Fragen des: “Wer sucht – findet Wen?“. Finden den Künstler die Ideen oder findet sie der Künstler? Die aus Toledo, Ohio stammende Jessica Bailiff neigt vermutlich der ersten Alternative zu. Sechs Jahre sind seit ihrem letzten Solo-Album “Feels Like Home“ vergangen. Sieht man von ihren Kollaborationen mit Annelies Monsere und SYRINX einmal ab, war es recht still um die Amerikanerin geworden. Nun steht ihr neues Album in den Startlöchern, natürlich via Kranky. Was es über all das zu berichten gibt, soll sie nun am besten selbst erklären. (weiterlesen…)

PAN AMERICAN – Cloud Room, Glass Room

Donnerstag, 28. März 2013

Nach “White Bird Release“ war es recht still geworden um Mark Nelson. Dabei stellte das besagte Album eine kleinere Zäsur im Kosmos PAN AMERICANs dar. Auf “White Bird Release“ manifestierte sich etwas, was bereits auf dem Vorgängeralbum “For Waiting For Chasing“ seinen Anfang nahm. Steven Hess, hinlänglich durch sein Wirken bei LOCRIAN bekannt, addierte nämlich Sounds und Ideen hinzu. (weiterlesen…)

IMPLODES – Recurring Dream

Sonntag, 3. März 2013

Vor knapp zwei Jahren legten IMPLODES ein vielbeachtetes Debüt mit dem Titel “Black Earth“ vor. Die von ihnen klanglich nachgezeichnete Vorstellung einer schwarzen Erde war jedoch keinesfalls ein dunkler oder trostloser Ort. Vielmehr sah man jene düstere Welt als “haunted and magical place“. Dazu passte wundersam das Cover, auf dem eine weibliche Silhouette abgebildet war, schattengleich und mit einem Messer bewaffnet, am Ufer eines Flusses stehend, in dem sich die Abendsonne spiegelte. (weiterlesen…)

BENOIT PIOULARD – Hymnal

Freitag, 22. Februar 2013

Am Himmel Portlands kündigt sich etwas an. Thomas Meluch schlägt ein neues Kapitel seines Gesangsbuches auf. Der 1984 Geborene bleibt seinen Verlag treu, Kranky hat sich über all die Jahre als guter Partner erwiesen. So fügten sich in der Vergangenheit bereits “Percis“, “Temper“ und “Lasted“ wunderbar in den Reigen, dessen Subtext immer das Label typische “Leise ist unser Laut“ mitsummt. Nun also “Hymnal“. Eine elektronisch verfremdete Basis über die Gitarren- und bisweilen Harmoniumakkorde gelegt werden, dazu der mal murmelnde, mal hingenuschelte, einer Aufzählung des Selbstverständlichen bei gleichzeitiger Verwunderung ähnelnder Gesang Meluchs, recht kurz liest sich die Liste dessen, was in der Folge so zu verzücken weiß. Da schimmert bei “Gospel“ ein mäandernder Gitarrenakkord durch Spinnenweben ähnliche Fäden der Verfremdung, da weht das von einem westlichen Soundwind getragene “Margin“ heran, sanft durchpulst, dort schwingt sich das von einem zurückgelehnten Gesang getragene “Hawkeye“ durch, und fast zum Schluss leiteten Glocken zum hallversetzten “Knell“ über, ehe “Foxtail“, diese sanfte Ode an die Freude, das aufgeschlagene Kapitel beschließt. (weiterlesen…)