Samstag, 1. Juni 2013
Ein Werk hat er hinterlassen, eines was dauern soll. Bernd Mattheus Wirken galt den Grenzerfahrungen des Denkens ebenso wie dem Problem der Entfremdung. Wie soll man sich verhalten, wenn das Draußen feindlich ist? Wer mit dem Arbeiten des vor vier Jahren verstorbenen Autors vertraut ist, weiß, was das Mattheus ABC ist. Seine Beschäftigung galt zuvorderst den Werken von Antonin Artaud, Georges Bataille und Emile Cioran. Dazu galt Mattheus als einer jener wenigen Autoren, die die Kunstform des Aphorismus beherrschten. Prosatexte lagen von ihm jedoch bis heute keine vor. Und plötzlich verlegt der kleine, aber sehr feine Maro-Verlag aus Augsburg die “Passionen“. (weiterlesen…)
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Stichworte: BERND MATTHEUS, BLACK 64, KARL KOLLMANN, MARO VERLAG, REZIS
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Dienstag, 20. Dezember 2011
Wenn Reizüberflutung zum Dauerzustand wird, wird es immer schwerer sich dieser zu entziehen. Jene Überflutung deckt alles zu. Die sekundäre Wirklichkeit, dies Simulacrum, findet ihre Umsetzung, indem sie alle Realien als Datensätze nachbildet. Das Virtuelle ist dabei, Leben und Erfahrungen zu reproduzieren, um letztlich als das Allgemeingültige bestehen zu bleiben, Leben wird zum entkernten Download. Wo bleib der Widerstand? Gab es ihn – und wenn ja, was ist von ihm übrig geblieben? Kann Kunst, kann Schreiben widerständig sein, auch in diesem Heute, wo die Bilderflut nur noch die Zeit bis zum Tod überbrückt? Und welche Hilfe braucht jemand, wenn er dennoch schreibt? Geld? Passion? Perspektive? (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTOIN ARTAUD, BERND MATTHEUS, BLACK 56, E.M. CIORAN, INTERVIEW, JÜRGEN PLOOG, KARL KOLLMANN, MARO VERLAG, PAUL CELAN
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Dienstag, 2. August 2011
Jürgen Weber war es, der seinerzeit den Begriff der „Ungewollten“ ins Spiel brachte. Doch wer sind sie, die Ungewollten? Sind sie jene, die auf der Flucht vor den Epochenübeln an den Rand geflohen sind? Was finden sie dort am Rand, in der Diaspora? Oft strahlen die Ungewollten im Licht ihrer Widersacherexistenz, das Exil scheint ihr Schicksal zu sein. So sind sie denkbar weit entfernt von jenen, „die im Zentrum des Meinungswechsels sesshaft sind“ und jenen, die „die ein Drehkreuz im Herzen haben“ (B.Strauß). Die Ungewollten sind oft jene, die ausgeschlossen wurden – oder flüchteten, weil sie anders antworten, als die Massen in ihrer formlosen Schlammhaftigkeit. Oft verfemt, oft mit Häme bedacht, zahlen sie den Preis für Fragen und Gedanken, die sich nicht in matter Erschöpfung im stehenden Tümpel des Konsenses spiegeln. Aus dem Exil antworten die Ungewollten meist, indem sie der Masse ihre Widerhaken der kalten Wut entgegen schleudern, von Ingrimm getrieben. Diesen Randständigen haftet nicht selten etwas Schweres, Dunkles an. Ihr Abweichen vom Konsens geht oft einher mit ihrer Ablehnung der Kreolisierung der Umstände, die von den Zentren in die Etappe wabbert. (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTONIN ARTAUD, ARTIKEL, AXEL MATTHES, BERND MATTHEUS, BLACK 54, E.M. CIORAN, GEORGES BATAILLE, KARL KOLLMANN, MATTHES & SEITZ
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Sonntag, 12. Juni 2011
“Wenn man Erinnerungen freilegt … legt das emotionale Bahnen gelegentlich neu.“ So beginnt das Vorwort von Karl Kollmanns “Ausgeschrieben“. Der Autor begibt sich dabei auf die Suche nach “den verlorenen Möglichkeiten von Literatur, Veränderung und Befreiung“, wie es im Untertitel heißt. (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTOIN ARTAUD, BERND MATTHEUS, BLACK 55, E.M. CIORAN, ELIAS CANETTI, KARL KOLLMANN, MARO VERLAG, PAUL CELAN, REZIS, THOMAS BERNHARD
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