Auflistung für das Stichwort ‘IAN CURTIS’

PAUL YOUNG – Good Thing

Sonntag, 19. Juni 2016

PaulYoungWer in den 80er Jahren groß geworden ist, kennt sicher noch Paul Young, denn „Come Back And Stay“ und „Love Of The Common People“ sind die Hits, mit dem dieses wichtige Jahrzehnt der Popmusik unter anderen ewig verknüpft sein wird. Auf seinem ersten Solo-Album „No Parlez“ aus dem Jahre 1983 waren damals auch zwei Cover-Versionen vertreten, die für reichlich Furore sorgten. Zum einen war das „I Lay My Hat (That’s My Home)“ von Marvin Gaye, welches Paul Young zum Nummer 1-Hit machte und zum anderen „Love Will Tear Us Apart“ von JOY DIVISION, mit der er für reichlich Unmut in der Indie-Szene sorgte. Zu frisch war wohl noch der Tod von Ian Curtis, aber wenn man sich heute jedoch seine Soul-Interpretation anhört, muss man anerkennend feststellen, das diese überhaupt nicht schlecht ist und damals halt einfach ihrer Zeit voraus war. Es wäre also eigentlich mal wieder an der Tagesordnung, Paul Young neu zu entdecken und passend dazu veröffentlicht er nach vielen Jahren der Stille jetzt ein neues Album. (weiterlesen…)

HOLGER CZUKAY – Der Osten ist Rot_Rome Remains Rome

Samstag, 13. September 2014

R-5943736-1406984217-9587Man kann ja von Herbert Grönemeyer halten was man will, aber was er mit seinem Label Groenland Records macht, ist absolut vorbildlich und empfehlenswert. Zum Beispiel hat er dort vor Jahren schon den Backkatalog von NEU! auf CD und Vinyl wiederveröffentlicht und das zu einem Zeitpunkt, als letzteres noch nicht wieder „schick“, sowie Krautrock in aller Munde war. Ein weiteres Indiz für seinen privaten Geschmack war das finanzielle Engagement bei dem Film „Control“ von Anton Corbijn über JOY DIVISION bzw. darin seine kleine skurrile Gastrolle als Arzt von Ian Curtis. Skurril ist im besten Sinne des Wortes auch das Attribut für die aktuellen Wiederveröffentlichungen auf Groenland Records aus der Zeit des Post-Krautrocks, die alle aus dem Umfeld des ehemaligen CAN-Mitgliedes Holger Czukay kommen. (weiterlesen…)

SECTION 25 – Eigengrau

Samstag, 7. September 2013

SECTION 25 waren neben JOY DIVISION und NEW ORDER eins der Aushängeschilder des Labels Factory aus Manchester und ein wichtiger Wegbereiter auf dem Weg vom Post Punk hin zum Acid House. Wurde ihre erste Single „Girls Don’t Count“ noch gemeinsam von Ian Curtis und Rob Gretton produziert, legte für das Debüt-Album sogar der legendäre Martin Hannet seine „göttliche“ Hand ans Mischpult und dieser machte „Always Now“ im Jahre 1981 aus SECTION 25 fast so etwas wie die Nachfolger von JOY DIVISION. Das war aber weniger im Sinne der Band und diese orientierte sich danach neu bzw. entdeckte etwa gleichzeitig wie NEW ORDER den Dancefloor. „Looking From A Hilltop“ vom „From The Hip“-Album war 1984 nicht nur auf Ibiza ein Hit, der zufällig auch noch von Bernard Sumner produziert wurde. 1985 war dann aber Schluss und die Band löste sich auf. Sänger und Kopf von SECTION 25 war Larry Cassidy, welcher die Band über die Jahre immer als Familienbetrieb führte. 2004 starb nach langer Krankheit seine Frau und die Stimme von „Looking From A Hilltop“ mit nur 42 Jahren, was irgendwie dann Grund zu einer Reunion der Band war, der ein Comeback-Album + seltsame Live-Tour mit Peter Hook als Gast am Bass folgte. 2010 verstarb dann nicht ganz überraschend Larry Cassidy, denn jener sah bei den letzten Konzerten wirklich nicht mehr gut aus und er wurde am Ende auch nur 56 Jahre alt. In Gedenken an ihn machen SECTION 25 mit seinem Bruder Vin und der Tochter Bethany aber weiter und veröffentlichten erst dieses Jahr ein herrliches Pop-Album namens „Dark Light“ auf dem ebenfalls wieder reformierten Factory Benelux-Label. „Eigengrau“ ist jetzt ein Remix-Album, welches ungewöhnliche wie interessante Interpretationen aus dem Experimental- und Industrial-Bereich vereint. (weiterlesen…)

ATRAX MORGUE – Paranoia

Samstag, 10. Dezember 2011

Marco Corbelli ist ja so was wie der Ian Curtis des Industrials und war wohl die tragischste bzw. authentischste Figur der Szene. Mit seinem Projekt ATRAX MORGUE und dem Label Slaughter Productions lebte der Italiener seine Obsession und Paranoia bedingungslos aus, sogar bis hin zur letzten Konsequenz, denn am 06.05.2007 beging er Selbstmord. (weiterlesen…)

IKON – Flowers For The Gathering

Montag, 25. Juli 2011

Wenn man die australische Wave-Band IKON an ihrer Veröffentlichungspolitik misst, müssten diese bei all den Alben, EPs, Auskopplungen und Wiederveröffentlichungen eine der ganz großen Nummern in der Gothic-Szene sein. Dem stehen aber die meist leeren bis halbvollen Clubs gegenüber, wenn sie mal auf Tour sind, aber egal, denn der melancholische Gitarren-Sound mit teils elektronischen wie folkigen Einschlag ist schon eine Klasse für sich. Im Moment stehen gerade die ersten beiden Alben von IKON wieder zur Debatte bzw. werden in Europa via Echozone als Doppel-CD neu veröffentlicht.  Eine auf 500 Stück limitierte 3CD/DVD-Deluxe-Edition kann man direkt über die Band in Australien beziehen. (weiterlesen…)