Auflistung für das Stichwort ‘FACTORY FLOOR’

MARK STEWART – The Politics Of Envy

Montag, 30. April 2012

Verbitterte Alt-Linke aus der westlichen Welt können schon ganz schön nerven und albern wirken, wenn diese angesichts des ungebrochenen Siegeszuges des Kapitals immer noch die gleichen Parolen wie vor 30 Jahren skandieren. Billy Bragg oder eben Mark Stewart sind dagegen für mich persönlich rein subjektive Ausnahmen, denen ich ihre starre Haltung einfach abnehme und einem Alec Empire zum Beispiel eben nicht. In Bristol Ende der 70er Jahre begann Mark Stewart mit THE POP GROUP seine musikalische Karriere und wenn der Band auch kein großer Erfolg beschieden war, wurde sie mit ihrem rüden Mix aus Punk, Funk und Reggae doch zu einen wichtigen Einfluss für Legionen folgender Musiker. (weiterlesen…)

GRINDERMAN – Grinderman 2 Rmx

Dienstag, 24. April 2012

Die ersten 5 Alben von NICK CAVE & THE BAD SEEDS waren neben JOY DIVISION und BAUHAUS die Schallplatten, für die ich nach dem Mauerfall mein „Begrüßungs“-Westgeld ausgegeben hatte und was ich bis heute auch noch nicht bereut habe. Das 6. Album „The Good Son“ habe ich dann ja sozusagen richtig in Echtzeit erlebt und gerade jenes war ein Bruch mit dem bisherigen Düstermann-Image, wie der Beginn des Erfolges von Nick Cave. Spätestens nach den „Murder Ballads“ war dieser dann auch finanziell messbar, aber da hatte ich mich schon längst von ihm abgewandt. Im Jahre 2000 war ich anlässlich eines Konzertes in Berlin noch einmal kurz der Magie des Meisters erlegen, was sich im Nachhinein als das letzte Konzert mit Blixa Bargeld an der Gitarre herausstellen sollte. Danach driftete Nick Cave noch weiter ins schwülstig-pastorale ab, bis sich sogar der alte Band-Motor Mick Harvey ausklinkte. Da verursachte das „Schweine“-Rock-Nebenprojekt GRINDERMAN von Nick Cave bei mir nur noch Schulterzucken, auch wenn man dort angeblich den Geist der verrückten BIRTHDAY PARTY wieder erwecken wollte. (weiterlesen…)

CARTER TUTTI VOID – Transverse

Samstag, 14. April 2012

Vor fast genau einem Jahr traten Chris Carter und Cosey Fanni Tutti (CHRIS & COSEY) zusammen mit Nik Colk Void von FACTORY FLOOR im Rahmen des Short Circuit-Festival von Mute auf. Ihr gemeinsames und größtenteils frei improvisiertes Set aus vier langen Tracks trug den Namen „Transverse“, was übersetzt so viel wie quer liegend oder quer laufend bedeutet. Mir persönlich fällt beim Hören jedoch eher der Begriff einer Traverse ein, was ja ein Verbindungsstück zur Aufnahme von Kräften ist und diese frische Kollaboration meiner Meinung nach besser bildlich auszudrücken vermag. (weiterlesen…)