Auflistung für das Stichwort ‘DRONE RECORDS’

TROUM & AIDAN BAKER – Nihtes Niht

Montag, 15. April 2013

“Nihtes Niht” ist das, was Kollaborationen gerne versprechen, aber selten einlösen: die Multiplikation von Qualität. Wie oft klingen Kollaborationen zwar irgendwie interessant, aber auch irgendwie nur wie halbe Kraft; wie: da wäre doch mehr möglich gewesen. Oder sie klingen so sehr nach dem einem der teilnehmenden Partner, dass folgerichtig die Frage auftaucht, was der andere eigentlich beigetragen haben könnte. Vielleicht eine Frage von gegenseitigem Respekt, vielleicht von Inspiration, wer weiß. (weiterlesen…)

VARIOUS ARTISTS – Drone-Mind/ Mind-Drone Vol.2: Yann Novak/ Storm Noir/ Emme Ya/ Karl Boesmann

Mittwoch, 27. März 2013

Das visuelle zuerst: das wiederum von Pete Greening gestaltete Cover bleibt absolut im Kontext des schon vom ersten Teil gesetzten Konzepts und sieht dabei sogar noch besser aus; tiefer, vielschichtiger. Und dennoch auf den ersten Blick eine Fortsetzung. (weiterlesen…)

MAEROR TRI – Mort Aux Vaches: Hypnos/Transe

Mittwoch, 13. März 2013

MAEROR TRI und das etwas später angelaufene Label namens Drone Records von Stefan Knappe waren damals Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre Vorreiter des noch nicht erfundenen Genres Drone und lange Zeit allein auf weiter Flur. Erst nach der Trennung bzw. dem Split der Band in die Projekte TROUM und TAUSENDSCHOEN entdeckten die Hipster diesen atmosphärischen Sound, der scheinbar noch einfacher als Punk zu machen ist und eine unsägliche Schwemme von Bands, Projekten und Veröffentlichungen folgen lies. (weiterlesen…)

ILLUSION OF SAFETY – Sweet Dreams

Sonntag, 25. November 2012

Die neuste Veröffentlichung der gelungenen „Substantia Innominata“-Reihe beinhaltet drei Stücke von insgesamt etwas über 22 Minuten Länge und ist in wunderschönem, hellgrün marmoriertem Vinyl erschienen. Dass in dieser Reihe nichts Mittelmäßiges erscheint und ILLUSION OF SAFETY wertvolles Hörgut abliefern, ist zu erwarten, gespannt hören wir genau hin: „Sweet Dreams“ beginnt als ziemlich diffuses Klangsammelsurium, in welches sich erst eine und dann eine zweite Rhythmusschleife einschaltet, bevor dann ein mehr oder weniger verhaltenes, klangschönes akustisches Instrument (Gitarre?) einsetzt. Ganz langsam verdrängt es die Feldaufnahmen, so dass sich eine filigrane Melodie entfaltet, die indes von unkonventionellen Kratz- und Knistergeräuschen garniert wird, ehe der Titel sehr angenehm ausklingt. (weiterlesen…)

LUNAR ABYSS DEUS ORGANUM – Atanimonni/ Aitnatsbus

Samstag, 22. September 2012

LUNAR ABYSS DEUS ORGANUM hat mit „Brusnika“ auf der DR-77 in der früheren 7“ Serie von Drone-Records einen der Teile herausgebracht, der mir von allen 100 Beiträgen der Serie am besten gefällt. Nun ist das Projekt mit „Atanimonni / Aitnatsbus“ als SUB-16 auch auf der Substantia Innominata 10“ Serie vertreten. (weiterlesen…)

(ad)VANCE(d) – 24

Donnerstag, 26. April 2012

„Musik“ aus Fieldrecordings, das klingt für manche vielleicht einfach (weil: ein Instrument muss man ja nicht spielen), die Schwierigkeit aber ist, sie muss zuallererst einfach auch klingen. Und das ist alles andere als einfach: wer auch immer schon einmal versucht hat, derartige Aufnahmen zu machen, die doch „nur“ so klingen sollen wie das, was normalerweise die Ohren direkt ans Gehirn liefern, hat die Tücken des Fieldrecordings kennengelernt: topfiger Sound, Überbetonung einzelner Frequenzen, Reizlosigkeit. (weiterlesen…)

V/A – Drone-Mind// Mind-Drone Volume 1: Ubeboet/ Halo Manash/ Jarl/ B°tong”

Dienstag, 24. April 2012

Drone Records hat als Label Pionierarbeit im Bereich Drone/ Experimental/ Ambient geleistet und das schon zu einer Zeit, als sich die Kassettenszene der 80er Jahre gerade in die 90er gerettet hatte, nur um den Cdr-Fast-Tod zu sterben. Eine Zeit, in der Produktionsmittel und die Verfügbarkeit von Instrumenten und vor allen Dingen öffentliche Plattformen im Gegensatz zur heutigen Situation auf einem ganz anderen Level waren. Underground war damals nicht nur Etikett (wie so häufig derzeit), sondern Tatsache und bedeutete, dass nur kleinste Zirkel daran teilnehmen konnten, weil mit den zur Verfügung stehenden Mitteln mehr einfach nicht machbar war; besonders im Bereich der weit außerhalb des breiten Geschmacks liegenden Sparten-Genres. (weiterlesen…)

NACHLAUSCHEN UND RÜCKBLICKEN – Zum Ende der DRONE-7″-Serie

Mittwoch, 25. Januar 2012

Wenn eine Serie nach 18 Jahren und 100 Veröffentlichungen zu Ende geht, widmet sich der ein oder andere einer wertschätzenden Rückschau. Wenn jedoch eine Reihe endet, die von 1993 bis 2011 100 Perlen aus den Untiefen der Soundozeane barg, die das eigene Hörverständnis mitdefinierte und immer mehr als nur eine weitere Veröffentlichung nach der vorangegangenen war, dann ist es Zeit, den Rückblick mit einer Dankesschleife zu versehen. 18 Jahre. 100 Künstler.  Über 200 Stücke. 1000de Sound- und Klangfarben. (weiterlesen…)

ERIC LA CASA – Zone Sensible 2 / Dundee 2

Sonntag, 16. Oktober 2011

Wer jemals selbst versucht hat, brauchbare field recordings hervorzubringen, dürfte wissen wie schwer es ist, Störgeräusche auszuschalten, die gewünschte Klangquelle laut genug hörbar zu machen und überhaupt den “richtigen Moment” zu treffen… denn der Zufall spielt hierbei eine gewichtige Rolle, die Unkontrollierbarkeit der Klänge macht demütig…  Einer der absoluten Meister des Fieldrecording und deren Verarbeitung ist ERIC LA CASA, von dem hier 2 Stücke präsentiert werden, die sowohl gekonnteste Feldaufnahmen zeigen als auch die brilliante Transformation in eine Art naturale musique concrete: (weiterlesen…)

K-SPACE – Infinity

Sonntag, 16. Oktober 2011

K-SPACE ist das Projekt von TIM HODGKINSON, KEN HYDER und GENDOS CHAMZYRYN, die für ihre dritte Veröffentlichung eine (soweit ich weiß) Weltneuheit geschaffen haben: Das 20minütige “Infinity” klingt bei jedem Abspielen (geht nur auf Computer) neu und erschafft sich quasi jedesmal selbst noch einmal, da eine auf der CDR mitgelieferte Software die einzelnen Klangelemente und Parameter jedesmal individuell “mischt”. Enthalten sind perkussive und vokale  Ritualsounds von diversen Schamanen, RADIK TYULYUSH (Mitglied bei der legendären sibirischen “throatsinging” Gruppe HUUN-HUUR-TU), ein ganzer russischer Chor aus Kyzyl, sowie diverse ethnische und klassische Instrumente, die von den K-SPACE Mitgliedern eingespielt wurden. Die “Infinity“-Versionen, die ich bisher hören konnte, klingen nach einer organischen Melange aus Ethno- und (Geräusch)-Jazz-Elementen, dunkler Geräuschmusik und rituellem Post-Industrial. Faszinierendes Konzept und sehr stimmiges Ergebnis ! [BarakaH]