Auflistung für das Stichwort ‘DEPECHE MODE’

THE RORSCHACH GARDEN – Everything Must Burn

Dienstag, 25. April 2017

Wir schreiben das Jahr 2017 und mit diesem die Veröffentlichung des inzwischen schon 8. CD-Album (Tapes, CD-Rs etc. nicht mitgezählt) von THE RORSCHACH GARDEN, dem Synth-Pop-Projekt von Philipp Münch (Ex-ARS MORIENDI, SYNAPSCAPE), welches inzwischen sogar schon auf eine Best Of verweisen kann. Allen Abnutzungserscheinungen zum Trotz hat es bisher THE RORSCHACH GARDEN immer wieder irgendwie geschafft, mich letztendlich zu packen und sei es nur der blubbernde Rhythmus, die catchy Melodien, der freundlich-naiv wirkende Gesang oder einfach nur mit seinem lieblichen frühe DEPECHE MODE-Retro-Charme. Die gute Stunde bzw. die insgesamt 15 neuen Songs von „Everything Must Burn“ reihen sich dabei nahtlos in die bisherige Diskografie ein, jedoch gibt es diesmal bei genauerer Betrachtung schon einige Veränderungen zu bemerken. (weiterlesen…)

ADULT. – Detroit House Guests

Montag, 17. April 2017

Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre ist das Detroiter Künstler-Paar Nicola Kuperus und Adam Lee unter verschiedenen Aliase weit vorne mit dabei, wenn es um den sogenannten Electroclash geht. Ab 2000 dies meist als ADULT. und schon damals hatten beide die Idee zu einem kollaborativen Projekt, wo sie mit anderen Musikern über einen gewissen Zeitraum nicht nur arbeiten, sondern auch zusammen leben. 15 Jahre später ist dieses Vorhaben dank einer finanziellen Förderung der John S. & James L. Knight Foundation jetzt Wirklichkeit geworden und mit Douglas McCarthy (NITZER EBB), Michael Gira (SWANS), Shannon Funchess (LIGHT ASYLUM), Robert Aiki Aubrey Lowe (LICHENS), Dorit Chrysler und Lun*na Menoh wurde das anthropologische Klangexperiment namens „Detroit House Guests“ umgesetzt. (weiterlesen…)

DEPECHE MODE – Spirit

Donnerstag, 23. März 2017

Depeche_Mode_Albumcover_AntonCorbijn_ColumbiaRecords_SonyMusicMuss man noch groß Einführendes über DEPECHE MODE am Anfang einer Rezension über ein neues Album stellen? Eigentlich nicht, aber ich mache es trotzdem. Seit Anfang der 80er Jahre steht der Name der Band sinnbildlich für das Genre Synth Pop und alle ihre Alben aus diesem Jahrzehnt sind Klassiker geworden. 1990 folgte dann ihr Meisterwerk „Violator“, dessen Singles noch 17 Jahre später die weltweite Radiolandschaft mitbestimmen. Mit dem nachfolgende Album „Songs Of Faith And Devotion“ und der sich anschließende ausufernde Welttournee brach die Band dann allerdings fast auseinander. Das ungewohnt rockig-spirituelle Album spaltete erstmals die Fans (um später trotzdem zum Lieblingswerk unter den Anhängern zu werden) und die Band implodierte letztendlich in ihrem monströsen Tour-Programm. Alan Wilder nahm in dessen Folge seinen Abschied und Sänger Dave Gahan gab sich völlig dem Heroin hin. Es stand also nicht gut um DEPECHE MODE, aber 4 Jahre später raufte man sich als Trio wieder zusammen und seit dem erschienen im fast zyklischen 4-Jahres-Takt neue Alben + dazugehörige Touren. Allerdings warfen die jeweiligen Alben kaum mehr Hits ab und man hat den Eindruck, dass ohne die ordnende Hand eines Produzenten die Band nichts mehr auf die Reihe bekommen würde, wenn man von der seit dem eher rein geschäftlich strukturierten Arbeitsweise überhaupt noch von einer richtigen Band sprechen kann. Die absolut treue Fanbase von DEPECHE MODE verhilft ihnen trotzdem zu regelmäßigen Nummer 1-Plazierungen in den Charts und immer ausverkauften Tourneen. Die jeweiligen aktuellen musikalischen Leistung von Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher (was macht der eigentlich überhaupt?) sind seit dem aber selbst unter harten Fans stark umstritten und kaum ein Songs seit 1993 konnte sich dauerhaft im Live-Programm halten. Und jetzt „Spirit“, das 14. Album von DEPECHE MODE und gleich wieder der komische Geschmack einer Alibi-Funktion für eine rentabel schröpfende Live-Tour. (weiterlesen…)

AD:KEY – Anthropozän

Donnerstag, 19. November 2015

ADkeyreviewAuch das vierte Album des Electro-Traumpaares Andrea und Rene Nowotny alias AD:KEY bietet wieder deutsche EBM der 90er Jahre und im Stil der ARMAGEDDON DILDOS und ORANGE SECTOR bzw. ganz klar von der DAF beeinflusst. Das Duo mit dem gewissen prolligen Randberliner Charme (weiß auch nicht, warum ich das so gerne schreibe) schließt dabei nahtlos an den Vorgänger „Astrogator“ an, ohne diesmal groß neuen Impulsen und Einflüsse Raum zu geben, was aber auch von der anvisierten Zielgruppe sicherlich gar nicht gewünscht ist. (weiterlesen…)

DAT POLITICS – No Void

Sonntag, 27. September 2015

tumblr_nn5dmyAYLa1rln3xco1_500Die französische Band DAT POLITICS hat seit ihrer Gründung im Jahre 1998 eine Handvoll Alben auf solch unterschiedliche Labels wie A-Musik, Chicks On Speed Records, Tigerbeat6 und Sub Rosa veröffentlicht. Inzwischen zum Duo geschrumpft ist man aktuell bei Shitkatapult gelandet und hat sich zumindest mit „No Void“ auf den ersten Blick vom einst so irgendwie punkig-elektronisch-experimentelle Sound verabschiedet. Die 10 Tracks auf dem neuen Album huldigen jetzt dafür  den Anfängen der elektronischen Musik bzw. den Pionieren des Synthie Pop. (weiterlesen…)

JANOSCH MOLDAU – Minor

Mittwoch, 29. Juli 2015

janosch-moldau-minorIch muss ehrlich gestehen, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hielt, als das neue Album von Janosch Moldau unaufgefordert bei mir per Post eintrudelte. Weder im Vorprogramm irgendwelcher Szene-Kasper, noch im Tonträgerformat konnte mich bisher das exaltiert wirkende Sensibelchen überzeugen. Beim lesen des Presseinfos stolperte ich dann allerdings über den Namen Gerhard Potuznik aus Wien, der als Produzent von CHICKS ON SPEED, BUNNY LAKE, Didi Bruckmayr oder MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER bekannt ist und dessen eigene Projekte G.D. LUXXE und MÄUSE ich sehr mag. Jener hat sich jetzt also auch Janosch Moldau angenommen, was für mich der einzige Grund war, mir die CD doch mal anzuhören. (weiterlesen…)

LEAETHER STRIP – Fools – A Tribute To Alan Wilder

Donnerstag, 2. Juli 2015

8016670114628Claus Larsen scheint im Moment ja gerade in Cover-Laune zu sein, denn kurz nach der CD „Aeppreciation“ mit 17 Neuinterpretationen von seinen Jugendidolen, folgt dieser eine weitere Veröffentlichung, die ganz allein Alan Wilder gewidmet ist. Besonderheit dabei, dass dafür nicht etwas sein Projekt RECOIL zur Debatte stand, sondern drei Songs ausgewählt wurden, die damals Alan Wilder in seiner Zeit bei DEPECHE MODE geschrieben hat. (weiterlesen…)

MG – MG

Sonntag, 17. Mai 2015

Layout 1Um mein Verhältnis zu DEPECHE MODE bzw. Martin Gore zu beschreiben, muss ich etwas weiter ausholen. Klar war ich in meiner Jugend ein Fan von DEPECHE MODE und wurde mit deren Synthie Pop Anfang der 80er Jahre sozialisiert. Leider gab es außer einer Best Of auf Amiga hinter dem „Eisernen Vorhang“ ja keine Tonträger der britischen Band regulär zu kaufen, allerdings versorgte uns das Jugendradio DT64 über den Äther ganz gut mit dem Sound von DEPECHE MODE und in der Sendung „Electronics“ gab es sogar die Rubrik „DEPECHE MODE-Song der Woche“. Zeitgleich mit dem legendären „Black Celebration“-Album kam ich mit Punk und Dark Wave in Berührung, so das DEPECHE MODE in Folge deutlich aus meinem Fokus wichen, wenn ich auch deren Musik nie aus den Ohren verlor. „Violator“ war dann wieder so ein Konsens-Werk, was keinem peinlich war, es gut zu finden und es selbst heute noch zu meinem Lieblings-Album der Band gehört. Seltsamerweise hatte ich dieses viele Jahre nur als Original-Kassette und mir wesentlich später im CD- wie letztendlich Vinyl-Format nachgekauft. In den 90er Jahren rauschte DEPECHE MODE dann irgendwie an mir vorbei und erst „Playing The Angel“ konnte mich wieder so richtig packen, um vom Nachfolger „Sounds Of The Universe“ völlig enttäuscht zu werden. Selbst das letzte Album „Delta Machine“ zündete bei mir mit reichlich einem Jahr Verspätung, was jedoch ein plötzliches intensives Abtauchen in die Diskografie von DEPECHE MODE meinerseits nach sich zog. Und jetzt ein neues Solo-Album vom Band-Kopf und Haupt-Song-Schreiber Martin L. Gore, den ich eigentlich als schüchternen Typen mit komischen Frisuren und Klamotten von den Fotos aus der BRAVO in Erinnerung hatte, die damals zu uns durchdrungen waren. (weiterlesen…)

LEAETHER STRIP – Aeppreciation

Donnerstag, 2. April 2015

a2557714680_10Seit Claus Larsen mit seinem Projekt LEAETHER STRIP von Alfa Matrix zu Emmo.biz gewechselt ist, zeigte nach langen Jahren des Formtiefs endlich die Kurve wieder nach oben. Spätestens mit seinem letzten Album „ Aessapism“ hat er jetzt auch das Level erreicht, welches er selbst mit seinen wegweisenden Electro-Veröffentlichungen in der ersten Hälfte der 90er Jahre bei Zoth Ommog so hoch gelegt hatte. Das nun folgende „Aeppreciation“ ist zwar nicht direkt ein neues Album, sondern eine Cover-Versionen-Compilation von Bands und Musikern, die Claus Larsen seit frühester Jugend an beeinflusst haben. (weiterlesen…)

CAMOUFLAGE – Greyscale

Mittwoch, 11. März 2015

Camouflage_Greyscale-shine_Quadrat.inddWarum jetzt immer jedes neue Album von CAMOUFLAGE gleich als Comeback angekündigt wird, hat sich mir noch nie so richtig erschlossen, selbst wenn der Vorgänger „Relocated“ schon wieder 9 Jahre her ist. Weg waren die „deutschen DEPECHE MODE“ (oder waren das DE/VISION?) ja nie so richtig und immer mal wieder auf Tour oder zumindest für eine Best Of-Sammlung gut. Gerade erst im letzten Jahr erschien mit „The Singles“ die schon vierte Zusammenstellung dieser Art und zusätzlich dazu eine komplette Werkschau in einer aufwendigen Box. Als ich dann gut zwei Monate vor Veröffentlichung das neue Album im Briefkasten hatte, war ich dem nicht abgeneigt und der erste Höreindruck lies sogar ein wenig Freude aufkommen. (weiterlesen…)