Auflistung für das Stichwort ‘DENOVALI’

PETRELS – Jörð

Donnerstag, 25. August 2016

petrels_joerdPetrels ist Petrels ist Petrels ist Petrels. Und das ist genau so auch genau richtig. Denn Petrels ist, genau betrachtet, die beste (1-Mann) Pop-Band der Welt. Pop dabei natürlich ausschließlich in seiner von allen typischerweise mittlerweile mit dem Wort verbundenen Negativebenen entbundenen Seite; also: schillernd, verführerisch, wohlschmeckend; zum Instant-Repeat verleitend trotz / wegen fortgeschrittenen Ohrwurmeffekt. (weiterlesen…)

RICARDO DONOSO – Quintessence

Donnerstag, 25. August 2016

ricardo_donoso_quintessenceRicardo Donoso benützt die Phasen der Kern- bzw. Zellteilung als Kapitel seiner neuen EP… „Quintessence“ lässt die Elternteile Industrial und Neoklassik in den fünf Kapiteln der EP zu einem ultrakompakten, dabei hochdynamischen Hybrid aus Klanginstallation und Trackalbum morphen; und das überraschenderweise genau nicht so, wie es am naheliegendsten erscheinen würde: durch Clash, durch Kontraste beider Ästhetiken und dem daraus erhofften gegenseitigen Erhöhen. Stattdessen schafft Ricardo Donoso es, die unterschiedlichen Quellsounds so zu einen, das die Summe wie etwas ganz eigenes, neues wirkt. Natürlich stets wage an die Quellen erinnernd, aber in einer eher beiläufigen Art; (weiterlesen…)

Thomas Köner – Tiento De La Luz

Sonntag, 24. April 2016

thomas_koener_tientodelaluzTeil zwei der auf drei Teile angelegten Serie, die sich allein mit dieser aus dem 16. Jahrhundert stammenden musikalischen Form befasst. …natürlich auf die Art und Weise, wie Thomas Köner es interpretiert. Über Thomas Köner wurde schon viel geschrieben, was seine Rolle in der und für die (Weiter-)Entwicklung von Ambient betrifft; seine ausgedehnte, dabei aber thematisch stets fokussierte Diskografie steht da aber mittlerweile sicherlich schon längst für sich selbst. Und vielleicht ist es ja gerade dann, wenn stets mit besonderer Umsicht und Konzentration gearbeitet wird noch ungleich schwieriger, Entwicklungen, Neuerungen etc. einzubringen, zuzulassen, konzepttauglich gestalten zu können. (weiterlesen…)

Pianoharmonien für die Nacht: Federico Albanese im Interview

Mittwoch, 30. März 2016

102095Neoklassik ist mit seinen Protagonisten längst im Feuilleton angekommen. Olafur Arnalds, Nils Frahm, Yann Tiersen, Hauschka oder Max Richter sind die Namen, die es mit eleganter Kammermusik aus der Subkultur längst in die bürgerlichen Stuben geschafft haben. Mit dem aus Mailand stammenden Federico Albanese, der seine Wahlheimat in Berlin gefunden hat, gesellt sich ein weiterer Künstler dieser illustren Riege dazu und überzeugt seine suchenden Zuhörer mit dezentem Pianospiel, gepaart mit minimalistischer Elektronik. Mit „The Blue Hour“ ist dem Italiener ein stimmungsvolles Konzeptalbum gelungen, mit dem er den dämmrigen Zeitabschnitt zwischen Tag und Nacht Tribut zollt und das Berliner Nachtleben in seiner melancholischen Note einzufangen vermag. Bereits sein Debüt „The Houseboat And The Moon“ (via Denovali Records) war ein gefeiertes Stück todtrauriger Klavier-Elegien, die für die Nacht geschrieben wurden. Im neuen Sublabel von Berlin Classics „Neue Meister“ ist Albanese mit seiner träumerischen Musik bestens aufgehoben. Grund genug, einen der interessantesten Protagonisten der Neoklassik-Szene, zum Gespräch zu bitten. (weiterlesen…)

BERSARIN QUARTETT – III

Sonntag, 13. Dezember 2015

BersarinQuartett_IIIDas Cover friert einen Moment unbestimmter Dramatik ein, rot erleuchtetes Aufwallen von Wolkenbergen. Und illustriert damit ganz perfekt die Stimmung der dritten VÖ des Bersarin Quartett, deren melancholisch verwehte Kompositionen sich trotz aller innewohnenden Schichtungen und Mikro-Verschiebungen, trotz des durch sie ausgelösten Gefühls von sich endlos ausdehnenden Soundseen in denen die Hörer sich verlieren könn(t)en, vielmehr durch ganz punktgenau und fokussiert gesetzte kompositorische wie instrumentale Zutaten auszeichnen; eine besondere Meisterschaft des Bersarin Quartett, die sich nicht zuletzt darin zeigt, (weiterlesen…)

SUBHEIM – Foray

Sonntag, 6. Dezember 2015

subheimSeine sonnige Heimat Griechenland merkt man Soundtüftler und Visual Artist Kostas Katsika auf seinem dritten Album – wieder via Denovali Records erschienen – wahrlich nicht an. Dunkle Melancholie, durchaus gothisch angehaucht und mittlerweile auch im Orientalischen verwurzelt, war Katsikas Laptop-Elektronik mit Live-Percussion und Downtempo-Ambient schon immer die Einladung zu elektronischen Nachtfahrten, deren melancholisches Grundgehalt dennoch nicht zum Tanzen eignet. Schön auch, dass sich SUBHEIM bei seinen seltenen Live-Auftritten durchaus die Mühe macht, passende Visuals und Landschaftsaufnahmen auf der Leinwand zu zeigen, die den weltverlorenen Kosmos seiner Musik zu unterstreichen wissen. Merke: SUBHEIM ist ein multivisuelles Projekt, das neben der Musik und den daraus resultierenden Emotionen auch Wert auf Ästhetik und konzeptionelle Darbietung legt. (weiterlesen…)

ONEIROGEN – Plentitude

Donnerstag, 10. September 2015

Oneirogen_Plenitude(1)Oneirogen meldet sich per EP, im Vorfeld einer am Horizont wartenden neuen Full-length und parallel des unter seinem tatsächlichen Namen, Mario Diaz de Leon, erscheinenden Orchesterwerks „The Soul Is The Arena“. „Plentitude“ führt die Reihe der bisherigen Oneirogen Alben weiter, jedoch nicht ohne genauso auch in Richtung einer Erweiterung des Soundbilds zu arbeiten: der extreme Kontrast zwischen sphärischen Parts und doomig / metal-artigen, sehr gitarrenbetonten Attacken, der die Alben „Hypnos“ und „Kiasma“ zu einem Par-Force Ritt der Stilistik wie der Emotionen hat werden lassen macht auf „Plentitude“ in Teilen einem Warten Platz, dass den Ausbruch stets mehr andeutet als ausführt; (weiterlesen…)

RICARDO DONOSO – Machine To Machine

Samstag, 15. August 2015

Ricardo_Donoso_MachinetoMachineWie klingt eigentlich der Solo-Output von jemanden, der bei einer reichlich extrem agierenden Avant-Death-Band wie Ehnahre (ge)spielt(hat)? Und auf welche falschen Fährten mag eine solche Information führen…? Und dennoch: Ricardo Donoso war eine ganze Zeit Schlagzeuger bei eben dieser Band, die mit ihrem bewusst zerstückelten, sehr nihilistisch angelegten Stücken und ihrem rohen Sound ihre eigenen Maßstäbe (ge)setzt(hat). Und schon während seiner Zeit dort genauso tätig als Solo-Musiker, der nach seiner ersten, einen Schlagzeug-Improvisations-Veröffentlichung „Solo Percussion Improvisations“ sein musikalisches Vokabular geradezu schlagartig erweitert und ausgedehnt, Aspekte von elektronischer Experimentalmusik bis hin zu Filmmusik inspirierten Ästhetiken aufgegriffen und selbst weiter entwickelt hat. Eine Musik, die in ihrer collagierten und trotzdem höchst organischen Verbindung der einzelnen Elemente gleichzeitig Atmosphäre, Dramatik und perkussive Bewegung ausdrücken kann und will.Im Vergleich zu diesen vorangegangenen Vös ist „Machine To Machine“ eine, bei denen Ricardo Donoso in weiten Teilen einen fast an Club-Ästhetik erinnernden Flow als zentrales Element nutzt, um darum seine Menagerie aus Flächen, Ansätzen solcher, überraschenden Soundsprenkseln und Fieldrecording-Anmutungen zu gruppieren. (weiterlesen…)

MULTICAST DYNAMICS – Aquatic System

Samstag, 6. Juni 2015

12 Jacket (Gatefold - Two Pocket) [GD30OB2-N]Wasserbezogener Teil einer vierteiligen Serie musikalisch abstrakter Elementarbetrachtung. Aber (zum Glück): was sich so wissenschaftlich kühl liest, lässt in den Ohren einen Widerhall verführerischer Abgründe entstehen, mal fragmenthaft überraschend -wie Tiefseefische, die urplötzlich vor dem in diesen Tiefen stark begrenzten Bildausschnitt der Kamera auftauchen, nur um ebenso schnell wieder zu verschwinden- mal als durch einen unbekannten Puls im Untergrund getaktete, schwarze Dronefläche. (weiterlesen…)

PETRELS – Flailing Tomb

Mittwoch, 6. Mai 2015

petrels_flailing_tombDie neue Petrels! Und wieder werden keine Gefangenen gemacht (obwohl man das als Paradoxon zum Sprichwort natürlich auch genau andersherum sehen könnte; zumindest was das Einfangen von Zuhörern beträfe). Petrels ist (weil: ist ja „eigentlich“ das Soloprojekt von Oliver Barrett aus UK) / sind (weil: auf „Flailing Tomb“ hat er eine illustre Schar von Gästen dazu geholt) und bleiben weiterhin ein Phänomen in der Ambient / Drone / Experimental / Blabla Landschaft: bisher hat es noch jede der Veröffentlichungen geschafft, keiner dieser Genrebezeichnungen und ihren „festgeschriebenen“ Maßstäben umfänglich zu entsprechen und dabei trotzdem ganz viele Hörer genau dieser Genres erreicht. (weiterlesen…)