Auflistung für das Stichwort ‘COLD SPRING’

TROUM – Acouasme

Samstag, 19. März 2016

coverDas Cover ist definitiv viel zu unschuldig… Nach der „Power Romantic Trilogie“, bestehend aus „Mare Idiophonika“, „Grote Mandrenke“ und „Mare Morphosis“, die alle drei mit dem musikalischen Äquivalent von „bildgewaltig“ am besten beschrieben sind (und mit „Grote Mandrenke“ ihren Höhepunkt haben), ist „Acouasme“ vor allem eins: eine Wende zu düsteren, minimalistischeren Soundbildern. Ist eine Affinität zu derartigen Sounds auch sicher keine Sache, die Troum, schaut man auf die ausgedehnte Diskografie nicht durchaus immer wieder naheläge, (weiterlesen…)

TROUM – Acouasme

Donnerstag, 3. März 2016

coverDas zu Recht gelobte „De Aeris In Sublunaria Influxu“, welches Troum gemeinsam mit Raison D’Etre veröffeltlicht haben, ist sicherlich noch nicht verklungen oder ausgehört, da erfreuen uns Troum mit dem Album, „Acouasme“, welches laut Label-Info ja „harsher“ und mehr „industrial“ als die letzten Veröffentlichungen ist. Der, wie ich finde, genial betitelte, erste Track macht indes gleich deutlich, dass es (auch) hier nicht um Harsh Noise oder wilde Krach-Eskapaden gehen wird, vielmehr baut „Aliens Laughing About Us“ mit u.a. unheimlich grollenden sowie leicht schrägen Drones eine Soundskulptur, die in in eine wenig „harmonische“ Richtung geht und doch gleichwohl gefällt: Aus unerreichbaren Höhen – oder ungeahnten Tiefen – hört man die Außerirdischen lachen und man würde gerne mitlachen, wenn sie einen denn ließen. (weiterlesen…)

MOLOCH – Die Isolation

Sonntag, 29. November 2015

molochDie Alben von Sergiy Fjordsson tragen schwer depressive Titel wie “Ein Ort zum Sterben”, “Der Schein des Schwärzesten Schnees” oder “Abstrakter Wald”. Kenner der Codes wissen nach umgehender Analyse von Schwarzweiß-Ästhetik und schwermütigem Grundtenor gleich, dass es sich bei MOLOCH um ein zutiefst suizidales Depressive Black-Metal Projekt handelt. Bereits im April erschienen, gerade aber jetzt im klirrenden Winter sein Potenzial entfachend, bringt uns das Ein-Mann-Black-Metal-Projekt MOLOCH aus der Ukraine ein zutiefst bedrückendes Album in die Vorweihnachtszeit – übrigens sein bereits 95. Tonträger. Viel Spaß beim Sammeln. Bereits die Bilder auf der Homepage des Musikers zeugen von einer tiefen Naturverbundenheit und gleichzeitiger Weltabgeschiedenheit, die der Musiker pflegt. Vor allem schneebedeckte isolierte Wanderhütten in tiefster Waldespracht scheinen die Faszination des Eigenbrödlers zu erwecken. Mit seinen mannigfaltigen Veröffentlichungen auf diffusen US-Kleinstlabels, darunter aber auch so illustren Namen wie Cold Spring, scheint es Fjordsson eine Herzensangelegenheit zu sein, die finstersten Stunden seiner Seele in Musik zu transformieren. Womöglich wäre er sonst längst tot. War das zu abgedroschen? (weiterlesen…)

COIL/ NINE INCH NAILS – Recoiled

Sonntag, 23. Februar 2014

Seit einiger Zeit als alchemisches Artefakt gepriesen, ist dieses (Mini)-Album, welches fünf COIL-Remixe von vier verschiedenen NIN-Titeln beinhaltet, nun endlich erschienen. Wer sich über diese Zusammenarbeit bzw. dieses Remixprojekt wundert, dem ist offensichtlich der Coil-Mix auf „Closer to God“ entgangen bzw. er/sie teilt die engere, europäische Definition von „Industrial“, in den USA wird ja Musik in der Art der Nine Inch Nails zu genau diesem Genre gezählt. Wie dem auch sei und selbstverständlich ohne Coil ins Industrial-Lager stellen zu wollen, stellen sich bzgl. dieses Tonträgers (mindestens) zwei Fragen: Ist es ein gutes NIN-Album? Und: Ist es ein interessantes und relevantes Coil-Projekt, denn weiterhin begrüßen Musikfreunde wie Sammler auch nach dem Tod von J. Balance neue bzw. neuentdeckte Veröffentlichungen dieses Ausnahmeprojekts. (weiterlesen…)

STEVEN SEVERIN – Vampyr

Mittwoch, 2. Januar 2013

Steven Severin ist einer der Musiker, die „eigentlich“ berühmt sind oder sein sollten, durch ihre Arbeit „in zweiter Reihe“ hinter dem jeweiligen Aushängeschild/ visuellen Fokus der Band aber eben nicht in eben diesem stehen bzw. standen. Denn immerhin hat Steven Severin um 1978 herum zusammen mit Siouxsie Sioux, die im Laufe ihrer rund 20-jährigen Laufzeit immer wieder szenebedeutsame Band Siouxsie And The Banshees gegründet und bis zum endgültigen(?) Split der Band (Siouxsie macht nach einer Pause derzeit solo weiter) dort Bass und Keyboards gespielt und war auch in Songwriting und Lyrics involviert. (weiterlesen…)

SUTCLIFFE JUGEND – With Extreme Prejudice

Donnerstag, 29. März 2012

Das britische Duo SUTCLIFFE JUGEND gehört zusammen mit WHITEHOUSE, zu deren ersten Inkarnation SJ-Mitglied Kevin Tomkins zählte, zu den Taufpaten des PowerElectronics-Genres. Prägnanter: Laut, brutal, bisweilen unappetitlich und doch so faszinierend wie eine Mischung aus dreckigem Gonzo-Porno und einem Autounfall. Thematisch wildern Kevin Tomkins und Paul Tailor in tabuisierten Grenzbereichen oder den mittlerweile im subkulturellen Kontext angestaubten, in seiner damaligen Sprengkraft jedoch nicht zu unterschätzenden Bezug auf Serienmörder wie den Namenspatronen Peter Sutcliffe. (weiterlesen…)

SKULLFLOWER – Fucked On A Pile Of Corpses

Sonntag, 6. November 2011

Die 1987 gegründete Formation SKULLFLOWER gehört zwar zu den Veteranen der Noise- / Power Electronics-Szene, erreichte aber nie den Stellenwert vergleichbarer Projekte wie etwa WHITEHOUSE. Nun haben sie mit “Fucked On A Pile Of Corpses” einen neuen Longplayer vorgelegt, dessen Titel zwar eine Reise in nekrophil-transgressive Erlebnisräume verspricht, ohne dieses Versprechen musikalisch wirklich einlösen zu können. SKULLFLOWER präsentieren einen wohlorganisiert-lärmigen Klangteppich, der in den sieben zusammenhängenden Tracks des Albums nur unwesentlich variiert wird, wobei es sich mir allerdings nicht erschließt, welcher Zusammenhang zwischen Musik und Titeln wie “Hanged Man’s Seed“, “Defiling Their Temples With Bestial Lust“, “Tantrik Ass Rape“ oder “Sleipnir“ besteht. Aber vielleicht musste man erst Sex auf einem Leichenberg haben, um es zu begreifen. Auch sind sämtliche Titel rein instrumental, so dass einem nicht einmal die Freude an thematisch passenden Texten vergönnt ist. Kurzum: “Fucked On A Pile Of Corpses“ mögen manche als Hintergrundmusik für tantrisch-satanische Aktivitäten in der Ritualkammer nutzen, anderen mag es dazu dienen, die lästige Geräuschkulisse der Außenwelt zu übertönen. Wer allerdings noisiges Neuland betreten will, kann um diesen Tonträger getrost einen Bogen machen.

(M. Boss)

EMME YA – Atavistic Dreams & Phallic Totems

Dienstag, 25. Oktober 2011

Atavistic Dreams? Phallic Totems? Na, wenn das nicht schon mal ein vielversprechender Titel ist! Und auch das mit fremdartigen Schriftzeichen und mystischen Symbolen geschmückte Booklet weckt noch vor dem Einlegen des Tonträgers Erwartungen hinsichtlich eines dem Hörer bevorstehenden spirituellen Erlebnisses. (weiterlesen…)

PSYCHIC TV – Themes-Box

Samstag, 16. April 2011

Unter dem Titel Themes veröffentlichten PSYCHIC TV seit 1982 zwar nicht regelmäßig, aber doch kontinuierlich bestimmte Funktions- und Gebrauchsmusiken, die entweder den Mitgliedern des Temple of Psychic Youth zu rituellen Zwecken dienten – sozusagen experimentelle Musik für rituelle Experimente – oder als Soundtracks für Filme von Derek Jarman Verwendung finden sollten. Die so entstandenen Aufnahmen muss man aber auch als Versuchsanordnungen begreifen, mit denen sich die Auswirkungen bestimmter Klangstrukturen auf den menschlichen Körper erforschen lassen. In einer aufwendig gestalteten 6-CD-Box ist diese Werkgruppe nun erstmalig komplett und digital bearbeitet greifbar. (weiterlesen…)

SUTCLIFFE JÜGEND – Pigdaddy

Samstag, 6. Februar 2010

Nicht wenige Freunde des Power Electronic-Genres halten das ehemalige WHITEHOUSE-Nebenprojekt SUTCLIFFE JÜGEND für die bessere Alternative, nachdem Kevin Tomkins beim Hauptprojekt ausgestiegen ist und so die SUTCLIFFE JÜGEND eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat.

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