Auflistung für das Stichwort ‘CHELSEA WOLFE’

CHELSEA WOLFE – Live at Roadburn

Montag, 12. November 2012

Regenwetter und ein feuchtkalter Winter vor allen Türen – da kommt Chelsea Wolfes tonangebende Live-Depression mit schleppenden Gitarren und verhuschter Gesangsintonation gerade recht, um das Darniedertrudeln der letzten braunen Blätter und das Plätschern des Regens zu begleiten. Der erste Track läutet auf diese Art den Herbst ein, der zweite wird wütend über den zu früh zu Ende gekommenen Sommer und tritt der schleichenden Tristesse des Openers mit verhaltenen Rock-Rhythmen und verzerrten (und mutwillig verstimmten) Gitarren in den Hintern, während Chelsea Wolfes Stimme überirdische Klagelaute von sich gibt. (weiterlesen…)

Das BLACK Magazin präsentiert: CHELSEA WOLFE auf Deutschland-Tour

Mittwoch, 7. März 2012

CHELSEA WOLFE weiß über unsere Alltagswelten vor dem Hintergrund einer aufziehenden Düsternis zu berichten. Ihre Songs hallen noch nach, auch wenn sie schon verklungen sind. Ihre Alben “Ἀποκάλυψις“ und “The Grime And The Glow“ fangen eine Atmosphäre ein, die von einem schwarz-kratzigen Soundschleier verhangen ist. Es sind Alben, die ebenso staunen lassen. Unikat ist ihr Ausdruck, wobei die Phonation der Amerikanerin nicht weniger als applauswürdig ist. Wie alle großen Platten greifen “The Grime And The Glow“ und  “Ἀποκάλυψις“ ins Räderwerk unserer unterbrechungsarmen Welt und öffnen  Fenster, ein “Zwischen“. Dort hält sich der Hörer fernab der Unterbrechungsarmut entlang des Durchlaufs auf. Dieses “Zwischen“ ist eine Art Ort, an dem es keiner Worte bedarf. Dieses “Zwischen“ ist dem Benjaminschen “Zeitnest des Traumvogels“ gleich. Dort verfugen sich An-/ Innehalten beim Hörer. Dort erkennt er, was “Lauschen“ bedeutet.

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CHELSEA WOLFE – Interview

Samstag, 5. November 2011

Kein Künstler kann seiner Zeit vorauslaufen. Edgar Varése merkte an, dass der Künstler nur seine Zeit reflektieren könne, um sie in die Geschichte einzuschreiben. Die Kalifornierin Chelsea Wolfe verkörpert den Varéseschen Ansatz gegenwärtig so deutlich, wie wohl nur wenige. Ihr Album “The Grime And The Glow“ weiß über unsere Alltagswelten vor dem Hintergrund einer aufziehenden Düsternis zu berichten. Dabei verwirklicht die Amerikanerin besonders das Motto “e pluribus unum“. Sie zaubert aus dem Vielen das Eine, indem sie ihre Meisterschaft der Verdichtung und der Aufschichtung von Soundkleinoden beweist. Darüber hinaus versteht sie ihre Fertigkeiten auch live gekonnt darzubieten. Gemeinsam mit CULT OF YOUTH und ZOLA JESUS tourte sie durch die USA. Wobei jedem klar sein dürfte, dass es sicherlich nicht der einfachsten Übung entspricht, bei diesem Package live einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. (weiterlesen…)

CHELSEA WOLFE – Ἀποκάλυψις (Apokalypsis)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Kaum sind die Elogen zu “The Grime And The Glow“ verklungen, legt die Kalifornierin Chelsea Wolfe mit “Ἀποκάλυψις“ nach. Den dieser Veröffentlichung vorausgegangenen Schöpfungsprozess bezeichnet sie selbst als “kontrolliertes Experiment“. Im Gegensatz zu “The Grime And The Glow“ fanden die Aufnahmen im Studio statt. Innerhalb einer Woche war “Ἀποκάλυψις“ im Kasten und in mehrerlei Hinsicht unterscheidet es sich vom Vorgänger. Chelsea Wolfe hat hierbei den Fokus klar auf den ganzheitlichen Charakter gerichtet, die Stücke scheinen aneinander gewoben. Zudem fand sie die Unterstützung mehrerer Mitmusiker. Wenn Ort, Zeit und Personenkonstellation zusammenspielen, werden mitunter magische Augenblicke geboren. So auch auf “Ἀποκάλυψις“. Schichtung und Wiederholung einzelner Sounds und Partikel sind geblieben, nur ist hier das große Ganze im Blick. (weiterlesen…)

CHELSEA WOLFE – The Grime And The Glow

Samstag, 16. April 2011

Jeder, der sich wirklich auf Musik einlässt, ist ein Sehnsüchtiger. Sehnsucht, das Verlangen danach, was fehlt, aber auch das Verlangen nach dem Gelungenen. Für jene, die die Vokabel Musik eher mit Leidenschaft denn mit dem fürchterlichen Begriff “Hobby“ besetzen, verbindet sich die Sehnsucht mit der nahenden Ankunft einer Veröffentlichung, die sich prächtig rundet, eine Platte, die noch hallt, wenn sie schon verklungen ist. Ein Ausdruck der im Gedächtnis bleibt und durch andere Veröffentlichungen hindurch klingt. Sehnsuchtsskeptiker, wie ein bekannter kantiger Königsberger sehen in der Sehnsucht nur den “leeren Wunsch“. (weiterlesen…)