Auflistung für das Stichwort ‘BLACK 73’

AFI – The Blood Album

Sonntag, 26. Februar 2017

AFIVon den Hardcore-Punk-Wurzeln der frühen Ära ist bei AFI, bis auf die Attitüde, nicht mehr viel übrig geblieben – zum Leidwesen einiger Fans. Dafür hat der Vierer um den androgynen Charismatiker und Front-Sänger Davey Havok einen ganz eigenen Sound geschaffen und damit AFI – vor allem in den USA – zu einer gewaltigen Kultmarke aufgebaut. (weiterlesen…)

WIEGEDOOD – DE DODEN HEBBEN HET GOED II

Sonntag, 26. Februar 2017

WIEGEDOOD - DE DODEN HEBBET HET GOED IINur ein Jahr nach dem bombastischen Erstlingswerk feuern die belgischen Black Metaller von WIEGEDOOD bereits ihr zweites Machwerk aufs freudige Publikum. Die hyperkreative Formation, welche dem belgischen Church Of Ra-Umfeld angehört, in dem unter anderem kultisch verehrte Bands wie AMENRA oder OATHBREAKER mitmischen, hat sich in kurzer Zeit zur Speerspitze eines atmosphärischen BM-Sounds entwickelt. Während die erste Platte noch hymnische Momente und viel Katharsis zum Ausdruck hatte, geht es auf Album Nummer Zwei deutlich aggressiver zur Sache – unverkennbar bleibt ihr charakteristisch-rasender Sound aus nur zwei Gitarren und Schlagzeug-Blasts. (weiterlesen…)

ZEAL & ARDOR – Devils Is Fine

Sonntag, 26. Februar 2017

ZEAL & ARDOR - Devils Is FineDie wahrscheinlich exotischste Platte dieser Tage legt der Schweizer Musiker Manuel Gagneux vor, der historische Musik schwarzer Sklaven mit skandinavischem Black Metal kombiniert. Klingt cheesy, ist aber geil! Die Verbindung von zwei maximalst gegensätzlicher Strömungen kann in die Hose gehen, nicht aber, wenn sie bis ins kleinste Detail durchkonzipiert stimmig klingt. Kettengeklimper, repetitive Gesänge und souliger Background wird mit rasender Geschwindigkeit verbunden und kreiert eine zuvor nie gehörte Stilvielfalt. Talent hat der junge Mann mit Zweitwohnsitz in New York, denn die historischen Bezüge müssen in beiden Genres sitzen, sonst kann es schnell peinlich werden. (weiterlesen…)

SIELWOLF & NAM KHAR – Oppressfield

Sonntag, 26. Februar 2017

nam kEbenfalls mit Sielwolf sind Nam Khar vor etwa zwei Jahren mit „Atavist Craft“ an meinem akustischen Horizont erschienen, an dem sie sich auch mit der Kollaboration mit „Alone in the Hollow Garden“ problemlos halten konnten und an dem sie nun mit „Oppressfield“ erneut erklingen. Mit „Platinum insert“ beginnt das Album zunächst sehr leise, doch etwa in der zweiten Hälfte des Track drängt sich der unbarmherzige Maschinenrhythmus, der zunächst wie entfernt zu hören war, in den Vordergrund, bis er gegen Ende wieder verebbt. Die nun folgenden „Cron tabs“ erinnern mich an einen Dialog zweier Maschinen über eine Klangebene hinweg, die voller elektrischer Spannung zu sein scheint und stellenweise nach den grandiosen „Elph“ klingt. Etwas mehr als sechs Minuten sorgen hier abwechslungsreiche Sounds dafür, dass keine Langeweile, (weiterlesen…)

NATURE MORTE – (Cendres)

Sonntag, 26. Februar 2017

NAC_4-Panel_Jcard_BACK_Template_forILLUSTRATORDas letzte reguläre Album „(Nuees)“ von NATURE MORTE ist schon gut 7 Jahre her und in der Zwischenzeit konnte man das bretonische Natur Mystik Dark Ambient-Projekt nur mittels seiner drei Kollaborationen mit DOULEURFANTOME, O PARADIS und Jean Montsegur hören. Leider fristet das mysteriöse Projekt immer noch ein Schattendasein, welches zwar auf gewisse Art und Weise auch zu dem Sound von NATURE MORTE passt, aber gleichfalls irgendwie ungerecht ist. Denn die Musik von NATURE MORTE bzw. das dezente Verknüpfen von Naturgeräuschen und melancholisch Synthesizer-Flächen + dunklen Drones ist gleichzeitig voller Schönheit und Traurigkeit, was zumindest in meinen Ohren einzigartig ist. (weiterlesen…)

HOPE AND HARROW – Blue Electric

Sonntag, 19. Februar 2017

gg219mPeter Hope (THE BOX) und David Harrow (Anne Clark) hatten ja schon 1985 mal zusammen gearbeitet und das Ergebnis war damals die „Sufferhead“-12“. Gut 30 Jahre später gibt es jetzt eine Fortsetzung der Kollaboration und wenn auch das neue Album „Blue Electric“ musikalisch nicht unbedingt an den rabiaten Industrial Electro White Funk Rock der „Sufferhead“-EP anschließt, sind trotzdem Parallelen zur Vergangenheit auszumachen. (weiterlesen…)

KLEEFSTRA/ BAKKER/ KLEEFSTRA – Dize

Sonntag, 19. Februar 2017

kleefstrabakkerkleefstra_DizeAbsolut ruhige, trotzdem irgendwie knorrige Flächen-Gitarrenästhetik. Teilweise in Richtung tiefe Streicher reichend. Und eine ruhige Stimme in einer Sprache mit Anklängen an Niederländisch, Deutsch, English. „Dize“ ist die neue Veröffentlichung der Kleefstra Brüder, diesmal nicht als Piiptsjilling zusammen mit Rutger „Machinefabriek“ Zuydervelt, sondern mit Anne Chris Bakker. 2 Gitarren plus auf Friesisch rezitierte Texte. Und einem Auftakt mit „De Holle As Asem“, der über die Gitarrenanschläge fast so etwas wie einen verhaltenen Rhythmus anbietet. In einer leicht schaukelnden Metrik vorantastend; wie über unsicheren Grund. „Spilsieke Rein“ spinnt dagegen ein vielschichtiges Geflecht aus den Gitarren; im Vordergrund harmonisch stets gleich, tatsächlich aber vielfach mäandrierend, mit Mikromelodien in der 3. und 4. Reihe; (weiterlesen…)

NYM – Untitled

Samstag, 18. Februar 2017

nym_untitledUnter einem seiner Pseudonyme („Nym“, der Name als Hinweis) begibt sich der Labelchef des Attenuation Circuit hier auf eine angeraute, zweiteilige Drone-Exkursion; allerdings nicht mit neuem Material, sondern als Zusammenstellung zweier Releases von 2014 und 2015, nun in der neuen Verpackung im Pappschuber und einem Coverartwork, das die Artworks der beiden Vorangegangenen zusammenfasst. „Untitled“ wird alle die überraschen, die Emerge oder auch Veröffentlichungen Anderer auf Attenuation Circuit in erster Linie mit Music Concrete Sprenkseln, (weiterlesen…)

GENDER TROUBLE – Chokehair

Samstag, 11. Februar 2017

gender trouble chokehairDer Blick in die Finsternis gerichtet. Die Substanz in den Händen. Runter gespült mit einem Drink Vergessen machen. Die Glieder zucken, die Lichter gehen aus. Der Beat setzt ein. Es ist dein Moment. Du vergisst alles um dich herum. Die Existenz. Deine gottverdammten Probleme. Den letzten Tag und diese Nacht. All der Stress mit der Freundin und der Familie. Es reicht. Du willst tanzen und du willst es “abgefuckt”. Was zählt ist das Jetzt und der Moment des Erlebens. Deine Begleiter schließen die Augen und geben sich hin. Jetzt willst du nur noch “fühlen”. (weiterlesen…)

MACHINE DE BEAUVOIR – Nimmersatt

Samstag, 11. Februar 2017

MdB1MACHINE DE BEAUVOIR sind seit einigen Jahren das interessanteste wie spannendste musikalische Projekt in Dresden. Anfangs noch als Duo, bestehend aus Sandra Maria Huimann und Jörg Schittkowski (Ex-AUTOMATIC NOIR) gestartet, kam später auch Stefan Fuhrmann (Ex-AUTOMATIC NOIR) an den Drums und zum Schluss noch Rajko Gohlke (Ex-THINK ABOUT MUTATION, KNORKATOR) am Bass dazu. Der streng analoge Elektro-Sound von MACHINE DE BEAUVOIR speist sein Fundament aus einem umfangreichen Vintage-Equipment, welches Jörg Schittkowski über die Jahre angesammelt hat und dem er gleichzeitig warme wie kühle Minimal-Rhythmen und Klänge entlockt. Den Ohr- und Blickfang von MACHINE DE BEAUVOIR stellt allerdings Schauspielerin Sandra Maria Huimann dar, die eigentlich aus Wien stammt und seit Jahren in Dresden lebt bzw. an den Landesbühnen Sachsen engagiert ist. Diese Frau hat neben einer atemberaubenden Ausstrahlung, eine ebenso beeindruckende Stimme und weiß diese beiden Reize auch optimal einzusetzen. Konzerte von MACHINE DE BEAUVOIR sind daher fast schon theatralische Inszenierungen, die weit über ein normales Live-Konzert hinausgehen. Durch die Hinzunahme von Bass und Schlagzeug bekam die zackig pulsierende Klangkulisse von MACHINE DE BEAUVOIR dann eine zusätzliche gewisse organische Note, welche den Anfangs noch eher experimentellen Sound insbesondere Live deutlich aufwerten. Über die Jahre konnte sich somit das Konzept von MACHINE DE BEAUVOIR stetig entwickeln, so dass das Material auf dem jetzt endlich erschienenen Debüt-Album „Nimmersatt“ mehr als gereift zu bezeichnen ist. (weiterlesen…)