Auflistung für das Stichwort ‘BLACK 64’

„Black Mare is one horse taken from the Calvary of Black Math Horseman set free to roam the forest through shadows and light.“ – ein Gespräch mit Sera Timms

Montag, 26. Mai 2014

Wahrscheinlich bilden >typisch< und >charakteristisch< ein Gegensatzpaar. Im Typischen ließe sich – so betrachtet – das Erwartbare, Vergleichbare, Serielle sehen, wohin gegen dann das Charakteristische für das Unerwartbare, Unvergleichbare, Unikate stünde. Seit längerer Zeit ist Sera Timms eine jener Akteurinnen der Subkultur, deren Beiträge eindeutig als charakteristisch zu bezeichnen sind. Das höchste Maß an Aufmerksamkeit erfährt sie sicherlich als Bassistin und Sängerin von IDES OF GEMINI. Ähnliches gilt wohl auch für die mittlerweile aufgelösten BLACK MATH HORSEMAN. Nun tritt sie mit einem neuen Projekt auf den Plan – allerdings dieses Mal ohne Begleitung. Wer mit den Arbeiten der Amerikanerin vertraut ist, wird wohl zuvorderst von ihrem eindringlichen Gesangsorgan eingenommen sein. (weiterlesen…)

„Music for me has to come from the heart and soul…“ – Geneviève Beaulieu (PRETERITE/ MENACE RUINE) im Gespräch

Mittwoch, 23. April 2014

Eigentlich war es längst fertig. Dann suchten Geneviève Beaulieu und James Hamilton nach einem Label und so richtig wollte sich keines finden. Und dennoch erscheint dieser Tage “From The Wells“. Auf Union Finale – jenem Label, welches Geneviève gemeinsam mit S. de la Moth ins Leben rief, um unter anderem unabhängiger und schneller veröffentlichen zu können. Dass Musik vom Herzen kommen – und Seele haben – muss, um andere Herzen zu erreichen und um andere Seelen zu berühren, kann spätestens dann nicht mehr als irgendein Allgemeinplatz betrachtet werden, wenn man den PRETERITE-Zweitling durchgehört hat. Dabei tragen die Stücke etliches an zeitlichem Kolorit im Gepäck, wurden sie doch alle bereits vor dreizehn Jahren vonGeneviève komponiert. Nun werden sie aufgeführt entlang der wundervollen Arrangements James Hamiltons. Und so erstrahlt “From The Wells“ in eben jenem eigentümlich-wunderbaren Licht, in das alles getaucht zu sein scheint, was von der Magie Geneviève Beaulieus berührt wurde. Die Kanadierin ist bekannt dafür, dass sie jedwede Öffentlichkeit scheut und im Rückzug und der Diskretion Heimstätten findet. Umso freudiger war für uns der Umstand, als sie sich zu diesem Interview bereit erklärte. (weiterlesen…)

“I work every day“ – HORSEBACKs Jenks Miller im Gespräch

Freitag, 28. Februar 2014

Von Sebastian Horsley stammt der schöne Aphorismus, dass Stil bedeutet zu wissen, “… was man sagen und tun will und sich einen Scheiß darum zu kümmern, was andere denken.“ Nur wenige können so gesehen als wahre Stilisten bezeichnet werden. Jenks Miller ist ein solcher. Die Arbeiten des Amerikaners, vor allem seine Veröffentlichungen mit HORSEBACK, zeichnet ein Umstand aus, der beim Hörer nicht selten eine staunende Begeisterung hervorruft. Aus seinen Stücken schälen sich keine Landschaften oder Bilder ab. Vielmehr verschlingen seine Tracks alles, was um sie herum existiert. Dort hineingezogen blickt man auf einen grau-blau geschuppten Himmel, dessen Schattierung das Unbekannte aufführen. Jenks` kreativen Suchbewegungen sind dabei Resultat einer hohen Arbeitsmoral und einer kaum fassbaren Gestaltungsdichte. Dieser Tage erscheint via Relapse eine Sammlung diverser Kleinstveröffentlichungen. Auf ein Wort Mr. Miller… (weiterlesen…)

„DIE BIBEL DES MODERNEN ZEITALTERS IST HOMERS‚ ODYSSEE’“: Interview mit dem Maler Michael Kunze

Freitag, 28. Februar 2014

Bislang galt der 1961 in München geborene, mittlerweile in Berlin lebende und arbeitende Maler Michael Kunze eher als ein Außenseiter des deutschen Kunstbetriebs. Seine tief in den geistigen Traditionen des Abendlands wurzelnden Arbeiten mit ihrem dichten intellektuellen Beziehungsgeflecht, das die griechische Antike ebenso umfasst wie so herausragende Gestalten wie Nietzsche, Heidegger, Ernst Jünger, Pasolini oder Lars von Trier wollten nicht so recht in ein Umfeld passen, das bevorzugt die poppig-bunte aber bedeutungsfreie Oberflächlichkeit zelebriert oder sich in abstrakten Formspielereien verliert. Mittlerweile scheinen sich die Verhältnisse jedoch zugunsten von Michael Kunze und seiner besonderen Weltsicht zu verschieben. (weiterlesen…)

“I am more interested in what is before belief, and beyond belief” – FEARTHAINNE im Gespräch

Sonntag, 2. Februar 2014

Wer in den Weiten des World Wide Web sucht, wird nur wenig über das amerikanische Quartett FEARTHAINNE finden. Interviews gaben sie bislang keine – und so schien es kaum einen Beweggrund für die Band zu geben, daran etwas zu ändern. Erst das Zureden durch Chet W. Scott sorgte dafür, dass Joshua Phillips einem Kurzgespräch zustimmte. Als “Seelennahrung“ und “vorübergehendes Zusammenwachsen von Energien“ beschrieb er in der Folge FEARTHAINNE. Nun findet sich in “Knowing“ die zweite full-length Veröffentlichung der Amerikaner. Dabei unterstreicht der bei ALETHES und FAUNA mitwirkende Bandgründer, dass es keine festen Pläne für die Zukunft geben wird. Die Öffentlichkeit – und sei es eine subkulturelle – meidet die Band. Ihrer Suche prägt sich das Siegel des Erinnerns auf. Joshua äußerte im Vorfeld des Interviews den Wunsch, dass es im Original belassen werden solle. Dem kamen wir gern nach… (weiterlesen…)

Vade Retro/ Spettro Family – Interview mit Stefano Iannone

Samstag, 1. Februar 2014

In der idyllischen italienischen Hafenstadt Salerno in der Region Kampanien betreibt STEFANO IANNONE seit bald sechs Jahren Vade Retro („Geh zurück!“). Das in Fankreisen kultisch verehrte Label hat sich auf Erlesenes in den Grenzgenres Dark Ambient, New Wave, Weird, Neofolk, Black Italo Disco und Horror Garage Punk spezialisiert. Wer einen Hang zur Schwarzen Romantik und verwunschene Geschichten um Spukhäuser hat und das italienische Horrorkino liebt, wird hier definitiv fündig. Zeit, das Ein-Personen-Label einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. (weiterlesen…)

“You must experience one to understand the other“ – TRUE WIDOW im Interview

Freitag, 22. November 2013

Sie leuchten durch die Hüllen des Trüben und Melancholischen hindurch. Dahinter finden sich funkelnde Kleinode, deren Licht beinah eine Ahnung des Universellen vermittelt. Das texanische Trio TRUE WIDOW ist mehr als eine Shoegazeband. Dem Konventionellen müssen sie nicht entkommen, es ist schlichtweg nicht Teil ihrer Welt. Den Arbeiten der in Dallas Heimischen eilt ein Echo nach, welches die Klänge nicht zertrümmert, sondern rahmt. Der Nachhall ihrer Arbeiten hebt an, ohne dass er sich als der kurzlebige Wellenschaum der Euphorie präsentiert. Dort, wo ein Einlassen auf der Tafel steht, sind die Texaner in der Nähe. Mit “Circumambulation“ liegt aktuell ihre dritte Veröffentlichung vor und sie kreist um universelle Fragen, wie die Bassistin und Sängerin Nicole Estill im nun folgenden Interview ausführt… (weiterlesen…)

SUPERSIMMETRIA – Schönheit der Geometrie und organische Unvorhersehbarkeit

Dienstag, 5. November 2013

Einer der größten Fehler die ein Künstler machen kann ist, sich freiwillig einer bestimmten Szene zuzuordnen. Denn was am Anfang eine sinnvolle Starthilfe ist wird mit steigendem Erfolg schnell zu einem Label, das man nie wieder losbekommt. Der Künstler und/ oder seine Musik sind Produkte, die auf einem umkämpften Markt richtig platziert werden müssen um die geneigte Zielgruppe anzusprechen. Genrebezeichnungen, die berühmten Schubladen gegen die sich Musiker gerne wehren, sind unverzichtbare Wegweiser im unübersichtlichen Dschungel der Veröffentlichungen. Hinzu kommt dass Journalisten in der Regel unkreative Menschen sind, die gerne Klischees bedienen, um einen Artikel schnell zu schreiben ohne Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die Genrebezeichnungen die immer wieder auftauchen wenn man die Untiefen des Internets nach Hinterlassenschaften von SUPERSIMMETRIA durchsucht sind Industrial, Dark Ambient und Electro. Ob diese Bezeichnungen das Schaffen von SUPERSIMMETRIA treffend klassifizieren, da bin ich mir nicht sicher. (weiterlesen…)

VDO Interview mit JORDI VALLS

Montag, 4. November 2013

Jordi Valls „Vagina Dentata Organ” ist bestimmt nicht nur für mich eines der extremsten Projekte und gewiss auch deswegen eines, das mich bereits seit Jahren fasziniert, selbst wenn seine Tonträger nicht zu jenen gehören, die ich am häufigsten höre. „Vagina Dentata Organ“ live zu erleben, war allerdings ein wirkliches Erlebnis, selbst wenn es nur etwas über eine Viertelstunde dauerte, auch hier überwog Intensität (und womöglich Extremität) die Quantität. Mit das Beste an dem Konzert war jedoch, dass es den Weg für folgendes Interview ebnete. (weiterlesen…)

TREHA SEKTORI – Interview

Samstag, 2. November 2013

Dehn Soras Ambient-Projekt TREHA SEKTORI verzahnt Bild und Ton auf besondere Weise. “Jede Lebensform verwandelt sich in einen riesigen Lautsprecher, wenn sie in Bewegung ist.“ So verhaken sich seine organisch erzeugten Sounds und deren visuelle Begleitung fest im Gedächtnis, hier ist Bleibendes spürbar. Dass am Anfang seiner Arbeiten immer Bilder stehen, die anschließend musikalisch umgesetzt werden, beweisen seine Videos. Dort werden apokalyptisch anmutende, in jedem Fall leere Landschaften gezeigt, deren eingeschwärzte Ränder und Horizonte einer verfilmten Empfindung von Einsamkeit ähneln. Fast unbeweglich verharrt dort eine Person, die nur noch in groben Zügen menschenähnlich zu sein scheint. Weit spannt dafür der Franzose seinen Bogen und seine Pfeile werden nicht vom Firmament verschluckt. Sie treffen den Hörer, der bei ihm auch immer ein Betrachter ist. Gemeinsam mit Colin H van Eeckhout und Mathieu Vandekerckhove spielt er zudem bei SEMBLER DEAH. AMENRA und TREHA SEKTORI treten demnächst zusammen auf, um für NEUROSIS zu eröffnen. So viele Gründe also, um wieder einmal einem Mitglied der CHURCH OF RA Fragen zu stellen… (weiterlesen…)