Das BERSARIN QUARTETT ist ein “imaginäres Quartett“. Dahinter steckt der in Münster beheimatete Thomas Bücker, der einigen womöglich durch eines seiner anderen Projekte – JEAN-MICHEL- bekannt sein könnte. Mit “II“ erschien dieser Tage das – wie der Titel bereits erahnen lässt – zweite Album “des imaginären Quartetts“. Dieses hauptsächlich aus orchestralen Samples bestehende Wunderwerk verzückt mit Eindringlichkeit und Subtilität. Betrachtet man die Titulierung der Stücke genauer, lassen sich dort diverse Referenzen an unterschiedliche Lyriker, zuvorderst an Georg Trakl, entdecken. Das Lyrische der Titel und die harmonischen Soundpassagen zeitigen ein Hörerlebnis, das Staunen hervorruft. Vor allem zeigt sich auf “II“ jedoch, was es bedeutet, eine eigene musikalische Handschrift zu haben. Im Hervorbringen des Eigenen findet sich sicherlich die deutlichste Parallele zu Georg Trakl. Dort, wo der österreichische Lyriker mit Worten malte, zeichnet Bücker mit Tönen. Grund genug mit dem Mann zu sprechen, dessen Klangfarben es vermögen, ein Lächeln in das Gesicht der Hörer zu zaubern… (weiterlesen…)