Samstag, 13. April 2013
“Ich glaube nicht, dass ich jemals für eine lange Zeit stillsitzen kann.“ Wohl kaum ein Satz kommt dem, was und wer Henry Rollins ist, so nah wie dieser. Der ehemalige BLACK FLAG-Sänger wird in allen Porträts als ein permanent Schaffender und Arbeitender beschrieben. Blickt man auf seine pralle Biblio- und Diskografie zurück, unterstreicht sich der Eingangssatz wie von selbst. Rollins der Taktgeber, der Ideenstifter, der impulsive Performer, der es dennoch ablehnt als Künstler bezeichnet zu werden. Einer, der die Wunden offen hält, der ständig unterwegs ist und der sich damit abgefunden zu haben scheint, nirgendwo wirklich reinzupassen. (weiterlesen…)
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Samstag, 13. April 2013
BarakaH meinte vor kurzem, man solle AUTHOR & PUNISHER unbedingt Gehör schenken. Gesagt, getan – und siehe da: Eine Veröffentlichung vulkanischen Ursprungs trieb uns ihre Soundlava entgegen. Wucht, Hitze und Unmittelbarkeit sind Vokabeln, die dem nahe kommen, wofür AUTHOR & PUNISHER steht. Natürlich vermögen es ein paar Begriffe nie, die Arbeiten eines Künstlers entsprechend einzufassen. Heaviness ist in diesem Fall das Programm, den Weg bahnt sich der Soundschwall von selbst. Dank einer Vielzahl selbstentworfener und -gebauter Instrumente sowie Klangmaschinen weiß das amerikanische Einmannprojekt eben jenen heftigen Soundstrom hervorzubringen. Die Herangehensweise des Ingenieurs ist eine deduktive, seine Stücke dagegen bilden das Ergebnis eines täglichen Experimentierens und Probierens ab. Nach seinem letzten Album “Drone Machines“ erschien nun das Nachfolgewerk “Ursus Americanus“, eine Veröffentlichung, deren Intensität vieles was in diesem Jahr erschienen ist, in den Schatten stellt. Wer also ist Tristan Shone? (weiterlesen…)
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Samstag, 13. April 2013
Wenn man den Namen Per-Anders Kurenbach hört, könnte das eventuell so manch jüngeren Elektrohead oder Leute wie mich als älteren Elektro Wave Fan, an das Dark Elektroprojekt PSYCHE von Darrin Huss erinnern. Dort hat Per-Anders zwischen 1996 und 2006 die Keyboards gespielt und mit Darrin Huss zusammen 3 Alben, 1 EP und für die Band diverse Remixe produziert. Außerdem war Per-Anders von 2002 bis 2007 noch bei der Graverock-Band THE SPOOK als Keyboarder und Backing-Vocalist unter dem Pseudonym TERENCE TULA tätig, hob 2006 zusammen mit Cyan von ETERNAL AFFLICT die momentan auf Eis gelegte Formation CYAN INC. aus der Taufe, war dann von 2008 bis 2010 Livekeyboarder und Co-Produzent bei ETERNAL AFFLICT, welche Anfang der 90er Jahre mit dem Track – San Diego – ihren bis dato größten Szene-Hit hatten. Und last but not least hatte der gute Per-Anders für eine kleine Zeit in der bekannten Electro-Punkband SHOCK THERAPY (Hate is A Fourletter Word) seine Hand im Spiel. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 14. Februar 2013
Hätte man am Ende des letzten Jahres gefragt, aus welcher Stadt die interessantesten und eindrucksvollsten Kapellen kämen, gemessen an ihren Veröffentlichungen 2012, so wäre Chicago sicherlich weit vorn gelandet. Ob nun SUN SPLITTER, LOCRIAN oder eben ANATOMY OF HABIT. Die Band des Sängers Mark Solotroff veröffentlichte eine EP, die viele Hörer staunen ließ. Hinzu kam, dass kein Geringer als John McEntire bei den Aufnahmen an den Reglern saß, mittlerweile soll er sogar für das neue Album den Platz am Schlagzeug übernommen haben. Das Band interne Gefüge erfuhr darüber hinaus eine weitere Veränderung. Gitarrist Greg Ratajczak verließ ANATOMY OF HABIT und wurde durch Will Lindsay (Gitarrist der mittlerweile ruhenden WOLVES IN THE THRONE ROOM) ersetzt. Um Mark Solotroff indes gruppiert sich die Band. Aus der Noise-Szene kommend, ist er einer jener von Musik Besetzten, die die Welt stetig nach Ungehörtem abtasten. Daneben betreibt seit 1995 das feine Label BloodLust!. Gründe genug, um Mark zum Gespräch zu bitten. Diesem Ansinnen kam er – frisch aus den Aufnahmen zum neuen Album – nach, und er wusste eine Menge zu berichten… (weiterlesen…)
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Sonntag, 3. Februar 2013
Wem der Name M.C. De Jong kein Begriff ist, dem ist vielleicht das ein oder andere Projekt des Niederländers geläufig. ADERLATING zum Beispiel. Oder GNAW THEIR TONGUES. Oder eben SEIROM. Mit letzterem betrat er 2012- ein Album im Gepäck- erneut die subkulturelle Bühne. “1973“ folgt der “Forest-EP“ und gleichzeitig ist dieses Album für sein Projekt das, was man gemeinhin als Wegmarke bezeichnet. “1973“ ist ein Album, das sich der Erinnerung verschrieben hat. Es ist der Versuch, das musikalisch einzufangen und abzubilden, was De Jong in seiner Sozialisation prägte. Im Gegensatz zu GNAW THEIR TONGUES lebt die Veröffentlichung von einer hellen Grundstimmung. In den Momenten, in denen die Schwelle der Erinnerung überschritten wird und man die Ränder des Vergangenen hinter sich lässt, strahlen Glücksmomente oftmals hell auf. Womöglich zieht das Album seine Grundierung aus diesem Umstand. Dieser und anderen Vermutungen und Fragestellungen spürt das nun folgende Interview nach.
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Montag, 21. Januar 2013
Wenn Musik das ist, ”was man mit seinem Leben macht”, dann ist diese Kunstform nicht aufgeladen mit Bedeutung. Sie hat dann Bedeutung. Wird dieser Stellenwert noch von einem Rahmen umfasst, wie dem der Freundschaft, der Passion, kann von Sinnstiftung gesprochen werden. Oftmals führt die Leidenschaft für den Ausdruck eines Künstlers zusammen, gleich einem Fluss, dessen Nebenarme alles mitreißen und dies anschließend in den Hauptstrom einfließen lassen. Nicht selten lagert sich dann dort am Ufer Sediment an, welches Wertvolles birgt. Ihre Leidenschaft für die Arbeiten Townes Van Zandt`s teilen Ansgar Glade, Steve Von Till, Scott Kelly und Scott “Wino“ Weinrich. So entsprang einer Idee Ansgars das, was heute als die Veröffentlichung “Songs Of Townes Van Zandt“ erhältlich ist. Auf ihr ist ein Suchen der drei Amerikaner abgebildet. Es ist eine Suche nach Parallelen zum eigenen Wirken und das Ergebnis dieses Tastens lässt die Songs des “Texas Troubadour” im neuen Lichte erscheinen. Ansgar Glade sorgte dabei mit My Proud Mountain für die Veröffentlichungsheimat, gemeinsam mit Neurot Recordings. So fand sich für das BLACK Magazin schnell eine Gesprächsgrundlage. Zunächst wird der My Proud Mountain-Kopf die Enstehungsgeschichte der Veröffentlichung darstellen. Anschließend schildern – auf seine Vermittlung hin – Steve, Scott und Wino ihre Eindrücke…. (weiterlesen…)
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Montag, 21. Januar 2013
Als Frontmann von USX ist Nate Hall sicher kein Unbekannter. Wer mit den Arbeiten der Amerikaner vertraut ist, bleibt an ihnen haften, beziehungsweise haften die Stücke am Hörer. Eindringlichkeit und Wirkmacht dieser Songs suchen ihresgleichen. Nun erschien vor kurzem das erste Solowerk des USX-Sängers. Ein Folkalbum, bei dem sich Hall zu Größen wie Bob Dylan, Neil Young und Townes Van Zandt hinüberlehnt, im Rücken die Neurot-Familie, wissend, dass hier das Beste aus beiden Welten eins wird. Auf “A Great River“ agiert Hall in bester amerikanischer Folktradition. Ob Singer-/ Songwriter, Storyteller oder Troubadour – Nates Kompositionen fließen gleich einem rauschenden Fluss. Nicht umsonst äußert sich der Sänger, der sich selbst als Anti-Hippie-Hippie bezeichnet, gern zu seiner Affinität zu Gewässern. Der Fluss und der Folk – dieses Brüderpaar lieferte schon oft den großen Geschichten Vorlagen. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 3. Januar 2013
Chet W. Scott ist ein Tausendkünstler. Mit seinen Projekten RUHR HUNTER (mittlerweile CYCLE OF THE RAVEN TALONS), BLOOD OF THE BLACK OWL und THE ELEMENTAL CHRYSALIS bannt er das Wunderbare, welches sich der konzentrierten Betrachtung offenbart. Der von ihm eingeschlagene Weg ist der eines Suchenden. Im Gepäck hat er dabei stets sein spirituelles Rüstzeug. Vermutlich zeichnet sich all dies dafür verantwortlich, dass sich seine musikalischen Ergebnisse die Erhabenheit einverleiben. Sein Label, Glass Throat Recordings, fungiert dabei als Plattform für jene, die seine Suche begleiten, die andere Kanäle anschalten, wenn sie sich in Musik verlieren. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 3. Januar 2013
Mit “Ironworks“ ist Mike Bjellas aktuelles Album betitelt. GOG heißt sein Projekt und mit seiner mittlerweile vierten Veröffentlichung hat er sich als Bewohner in jener Nische festgesetzt, die Utech Records eingerichtet hat und weiter ausbaut. Der aus North Dakota stammende Bjella verknüpft auf “Ironworks“ Vergangenheit und Gegenwart, indem er die Klänge aus der familieneigenen Schmiede als Soundbasis für “Ironworks“ nutzte. Der Name der Schmiede findet sich im Albumtitel wieder. Zudem zeigt sich in den Arbeiten des Amerikaners, dass unsere Gegenwart immer noch voll vom So-Noch-Nicht-Gehörten ist. Und dies alles bildete den Gesprächsanlass für das folgende Interview…
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Dienstag, 1. Januar 2013
LOST IN DESIRE – ein Name der so einiges und vieles versprechen sollte, vor allem wenn man die Klänge und Sounds von Stephan Sutor – Mastermind und Frontmann der Gruppe – zu Gehör bekommt. Für mich klingt die Musik sehr stark nach meinen heißgeliebten 80s, also einem Mix aus Goth Rock – verbunden mit einem großen Anteil – Dark Wave und einer äußerst markanten Stimme von Stephan Sutor. Bei der rein optischen Darstellung der Band musste ich sofort an die finnischen Goth Rocker von HIM denken und auch musikalisch findet man ab und zu etwas von Ville Valo und Co. bei LOST IN DESIRE wieder. Nach bisher zwei Fulltime-Veröffentlichungen ist dieses Jahr eine neue Single erschienen. Das sollte für uns Anlass genug sein, ein paar Worte mit Stephan zu wechseln. (weiterlesen…)
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